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Thema: Debian GNU/Hurd 2019 veröffentlicht

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Von gnu am Di, 9. Juli 2019 um 22:26 #

Dürfte eine relativ endlose Debatte werden, allerdings wurden auch Spiele mit OGRE erstellt und kommerziell weiter vertrieben. Entsprechende Beispiele: Die Ankh-Serie wie auch Torchlight.

Und Firmen steuern schlicht aus einzig einem Eigeninteresse bei: Bei einem ausgewogenen Projekt mag dieses vielleicht noch aufgefangen werden. Allerdings sieht man bereits beim Linux-Kernel wie auch beim Mesa-Stack wohin die Reise dann geht: Ohne proprietäre Firmware-Blobs eine AMD-Grafikkarte betreiben? Wohl kaum. Von NVidia und Noueveau kann man ein leidiges Bildnis zeichnen, immerhin ist AMD hier offener. Und auch Intel hat entsprechend in neueren Versionen das umgesetzt.

Ich übersehe insofern da nichts völlig sondern schließe bewusst ein, dass Unternehmen Quelltext beisteuern. Allerdings ist der Ausgang vorzugsweise zu oft vorgezeichnet und genau deswegen hege ich da weiterhin eine klare Position, die genau das kritisiert.

Eine freiere Lizenz mag initial für mehr Mitarbeit und Beteiligung sorgen, sie schließt aber auch gleichermaßen nicht aus, dass Abhängigkeiten geschaffen und dann später nur für kommerzielle Interessen ausgenutzt werden. Dann sind Freiheiten auch nicht sonderlich viel wert, da dann Unternehmen darüber entscheiden und mitnichten eine Gemeinschaft von Interessierten. Ganz davon zu schweigen, dass der Quelltext dann auch nicht zwangsweise weiter zur Verfügung gestellt werden muss. Leidtragende sind dann die Nutzer*Innen und gleichermaßen Entwickler*Innen!

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    Von Ghul am Di, 9. Juli 2019 um 23:19 #

    Ja, die paar Spiele kannst du an einer Hand abzählen.

    Und Firmen steuern schlicht aus einzig einem Eigeninteresse bei:
    Das mag so sein, aber letzten Endes hilft es oft allen.

    Wo nutzt NVidia OSS? Die machen nur Treiber für Linux, weil deren prof. Kunden (Z.b. Filmindustrie) das so wollen und natürlich weil sie der Konkurrenz nicht das Feld alleine überlassen wollen.
    Ansonsten ist NVidia keine Firma, die jetzt umfangreich mit OSS selbst arbeitet, insofern ist die kein gutes Beispiel.

    Eine freiere Lizenz mag initial für mehr Mitarbeit und Beteiligung sorgen, sie schließt aber auch gleichermaßen nicht aus, dass Abhängigkeiten geschaffen und dann später nur für kommerzielle Interessen ausgenutzt werden.
    Was für Abhängigkeiten?
    Freier Code ist frei.

    Dann sind Freiheiten auch nicht sonderlich viel wert, da dann Unternehmen darüber entscheiden und mitnichten eine Gemeinschaft von Interessierten.
    Diejenigen, die die Entwicklungsarbeit erledigen, das sind auch die, die entscheiden, wo der Weg hinläuft.
    Das war bei Open Source Software noch nie anders und hat nichts mit von der Gemeinschaft entwickelt vs. von Firmen entwickelt zu tun.

    Ganz davon zu schweigen, dass der Quelltext dann auch nicht zwangsweise weiter zur Verfügung gestellt werden muss.
    Bei gesunden aktiven Projekten würde ein proprietär agierendes Unternehmen, das nichts zurück gibt, immer riskieren, dass es dem offiziellen öffentlichen Code hinterher rennt, weil dieser sich von deren Code weiter und somit weg entwickelt.

    Will man das als Untenehmen nicht und will man Kosten bei der eigenen Entwicklung einsparen, dann wird man den Code lieber in den offiziellen öffentlichen Code beisteuern, denn am Ende spart das Geld.
    Und was Unternehmen am meisten interessiert ist nun einmal das verdienen von Geld, die Gewinnmarge wird hierbei von den Kosten mit bestimmt.

    Die Angst die du da hast, besteht also allerhöchstens bei sehr großen Konzernen, die sich unterschiedliche Codezweige auch leisten können.
    Der größte Teil der Entwickler, also die tausende an Mittelständischen Unternehmen usw.. die werden ihren Code lieber in den offiziellen Code einpflegen wollen.
    Insofern schadet eine freiere Lizenz der Gemeinschaft überhaupt nicht, sondern die Entwicklung geht durch bezahlte Entwickler aktiv voran und das weit aus besser, als wenn es diese bezahlten Vollzeitentwickler nicht geben würde.
    Der Positiveffekt überwiegt ganz klar und ist größer, als der Negativaspekt durch die ein zwei Konzerne, die alles für sich behalten wollen.

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      Von gnu am Mi, 10. Juli 2019 um 00:16 #

      Sagte ich doch: Endlose Diskussion, weil es nicht um Sachverhalte sondern das berühmte "letzte Wort" geht. Wegen mir sei das wem auch immer nun überlassen. Allerdings dazu noch Anmerkungen meinerseits:

      - NVidia macht nur das was "Kunden" wollen? Na großartig, müsste die Kundschaft ja auch fordern, dass die proprietären Treiber in die quelloffenen Entwicklungen übergeben werden. Ach passiert nicht? Warum bloß ... ach ja, weil ein Großteil der "Kunden" auch im Privatbereich lieber dem bequemen Weg widmet und so den Weg des geringsten Widerstands geht.

      - Ich habe von freier, quelloffener Software geschrieben und nicht von "Open-Source". Es besteht für mich ein Unterschied zwischen FOSS und FLOSS.

      - Weiterhin wird deinerseits ignoriert was ich über Abhängigkeiten geschrieben habe: Schön, wenn man BSD-Basis nutzt. Und wenn die Nutzerbasis sich dann dem proprietären Fork einzig und allein zuwendet hilft das konkret wem? Es gibt eine technologische und eine soziale Komponente!

      Du verwechselst auch Ursache und Wirkung: Ich habe keine Angst sondern bewerte einzig und allein konkrete Tatbestände. Einen Positiveffekt kann ich mitnichten darin entdecken, wenn sich Unternehmen in Projekte mischen und dort ihre Interessen entsprechend nach vorne bringen. Das mag auf den ersten Blick natürlich vollkommen legitim erscheinen, aber auf den zweiten Blick wird das Ungleichgewicht überdeutlich. Als würde ich Microsoft auf einmal diese "Liebe für Open-Source" glauben. Mitnichten: Anderes Vorgehen mit dem gleichen Ausgang - Embrace, Extend and Extinguish. Es sind auch mitnichten "nur" ein oder zwei "Konzerne" sondern weit mehr oder vergisst du da so Einige in der Liste? Google, AT&T, Cisco, Fujitsu, Hitachi, Huawei, IBM, Intel, Microsoft, NEC, Oracle, Qualcomm, Samsung, Tencent, VMWare, Facebook, Citrix, Juniper, Toshiba, Toyota, ja selbst Adobe ist zumindest in der Förderung eingetragen (und die Liste ist noch weit länger für Linux). Das sind Tatsachen und du versuchst sie hier zu marginalisieren. Insofern bin ich auch raus aus der Debatte!

      Bezüglich OGRE solltest du übrigens wirklich deine Informationen auf den aktuellsten Stand bringen denn es wird die MIT-Lizenz genutzt (Link).

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        Von Ghul am Mi, 10. Juli 2019 um 03:19 #

        Einen Positiveffekt kann ich mitnichten darin entdecken, wenn sich Unternehmen in Projekte mischen und dort ihre Interessen entsprechend nach vorne bringen.

        Wenn Vollzeitentwickler mitmachen, weil die Firmen das bezahlen, dann kriegst du halt Feature A, B, C, D, E, F, G, H, I usw. und das alles in einem Jahr.

        Wenn die alle nicht mitmachen wollen, weil deine Lizenz zu restrikitv, also GPL oder LGPL ist, dann kriegst du nur Feature C, E und I und das ganze dauert dann 5 Jahre.

        So, was ist nun besser?
        Und wie alt willst du werden, bis du alle Feature von A bis I in einer rein von der Community in der Freizeit entwickelten Version erhältst?

        Und das möglicherweise noch gebastelt, anstatt professionell entwickelt. Weil Freizeitentwickler oftmals noch recht jung sind, also in die Schule oder in die Uni gehen und somit die Freizeit haben womit ihnen dann aufgrund ihres jungen Alters aber auch die Erfahrung fehlt, was zum Gebastel führen kann, während die erfahrenen Vollzeitentwickler, gar keine Lust haben in der Freizeit etwas zu Programmieren, weil sie Abwechselung im Alltag brauchen, aber dafür, wenn sie dann programmieren, auch ihre echte Erfahrung einbringen können.

        Also kriegst du in Variante Freizeit nur C', anstatt C.

        Es sind auch mitnichten "nur" ein oder zwei "Konzerne" sondern weit mehr

        Je mehr mitmischen, desto demokratischer bewegt sich das Projekt für alle in eine gewünschte Richtung und desto weniger bestimmt ein Konzern, was damit passiert.
        Insofern ist die GLPL bzw. GPL gegenüber der freieren BSD oder MIT Lizenz sogar gefährlicher, eben weil weniger Unternehmen mitmachen werden.

        - Ich habe von freier, quelloffener Software geschrieben und nicht von "Open-Source". Es besteht für mich ein Unterschied zwischen FOSS und FLOSS.
        Völlig unnötiger Beitrag. Aus dem Kontext geht klar hervor, worüber wir sprechen. Nämlich um GPL und LGPL sowie BSD und MIT Software.
        Wenn das für dich kein FOSS oder FLOSS ist...

        Bezüglich OGRE, dann aktualisiere den WP Artikel.
        Aber gut das du das sagst, denn es gibt mir Recht.
        Die haben jetzt wohl gesehen, dass die Godot Engine viel stärker benutzt wird, weswegen sie nun bei OGRE einen Lizenzwechsel durchgeführt haben. Also gleiches Spiel wie bei der SDL, aus Fehlern lernen, bedeute das.
        Freiere Lizenzen wie die MIT und BSD Lizenz sind somit besser als die GPL oder LGPL.

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