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Thema: Debian GNU/Hurd 2019 veröffentlicht

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Von klopskind am Mi, 10. Juli 2019 um 13:21 #

1. Mir war so, als ob Haiku POSIX-Kompatibilität anstrebt.

Da stellt sich die Frage: Sind Benutzer- und Rechtetrennung nicht grundlegende Bestandteile von POSIX? Immerhin hatten Multics und Unix aus den Bell Labs als time-sharing-Systeme, großen Einfluss auf POSIX, und sie waren bereits von Beginn an multiuser-fähig, konnten also Nutzer und deren Rechte sauber trennen.

Daher scheint mir Ihre Aussage, Haiku hätte keine Benutzer- und Rechtetrennung, kompletter Kokolores zu sein.

Übrigens schließen sich Einzelplatzsystem (kein multiseat) und multiuser-Fähigkeiten nicht direkt aus.

2. Ja, die Kompatibilität von Haiku zu BeOS ist unvollständig, schon seit Jahren nur eine technisch dürftige Krücke mit großen Einschränkungen, und hat langfristig keine Zukunft. Man ist allerdings in einer Situation, wo man trotzdem vieles weiterentwickeln kann.

[...], dass man sich die Kompatibilität problemlos sparen könnte.
Ja, kann man machen. Und ich würde denken, dass diese Ansicht global mehrheitsfähig wäre, aber eben nicht innerhalb des Haiku-Projekts. Lassen Sie den Beteiligten doch bitte die Ausübung ihrer Freiheiten, z.B. um alten Kram zu unterstützen, ohne Rechtfertigungsansprüche zu stellen, die ohnehin nicht bestehen!

Sie haben im Gegenzug die Freiheit dem Projekt etwas beizusteuern, es zu forken oder einfach nur darüber zu lamentieren. Das ist Ihre Entscheidung. Egal wie Sie sich entscheiden: Bitte berücksichtigen Sie zuvor die abschätzbaren Konsequenzen, ohne im sich Nachhinein darüber zu beschweren!

Denn alte Zöpfe verhindern auch neue Konzepte.
Jein, nicht in jedem Fall. Wie sieht es hier aus?

3.

Was Haiku am Anfang vielleicht einen Schwung an Entwicklern gebracht hat, schadet Haiku am Ende, weil die das gesamte Projekt an das Konzept eines alten Eisen orientieren müssen.
Was qualifiziert Sie dazu, das ernsthaft und glaubhaft zu behaupten? Falls Sie sich dennoch so sicher sind, rate ich Ihnen, Ihre Sorgen und Weisheiten mit dem Haiku-Projekt zu teilen, wenn Sie es nicht schon getan haben, um das Projekt in Ihrem Sinne "auf den richtigen Weg" zu bringen, denn scheinbar liegt es auch in Ihrem Interesse.
Ich denke, dass Haiku Inc. am besten weiß, was gut für das Projekt ist.

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    Von Ghul am Mi, 10. Juli 2019 um 19:09 #

    1. POSIX Kompatibilität kannst du mit API Kompatibilität gleichsetzen.
    Das bedeutet nicht, dass das OS getrennte Nutzer haben muss, es muss nur mit Multiuser Datensätzen entsprechend umgehen können. Das kann aber jeder Adminzugang.

    Ja, Multics und Unicy konnten das, aber BeOS konnte das nicht, es war als Win9x Ersatz mit Schwerpunkt im möglichst latenzfreien Multimediabereich entwickelt worden und Win9x war eigentlich nur ein Singleuserbetriebssystem, das lediglich mehrere Benutzerprofile erlaubte.
    Eine Nutzer- und Rechtetrennung wurde aber weder bei Win9x noch bei BeOS durchgesetzt.

    Insofern ja, als BeOS dann mit der Version 3.5 ungefähr 1997s der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde, war es in diesem Gebiet bereits veraltet, denn sowohl WinNT, OS/2 als auch Linux boten eine Nutzer- und Rechtetrennung.
    Als BeOS 4.0 dann erschien, stürzte sich schon eine große Anzahl an Nutzer, die von Windows weg wollten, auf Linux.
    Der Rest ist Geschichte.

    BeOS kam zu spät und hatte keine Nutzer- und Rechtetrennung.
    Und Haiku orientiert sich daran und hat bzw. hatte diese auch nicht.

    2. unnötig

    3. Weil es stimmt.
    Guck dir einfach mal die Geschichte an wie Haiku entstand.

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      Von klopskind am Do, 11. Juli 2019 um 14:30 #

      1.

      Das bedeutet nicht, dass das OS getrennte Nutzer haben muss, es muss nur mit Multiuser Datensätzen entsprechend umgehen können. Das kann aber jeder Adminzugang.
      Was genau soll das bedeuten und wo liegt der Unterschied?

      Ja, Multics und Unicy konnten das, aber BeOS konnte das nicht, [...]
      Im Punkt 1 ging es allein um Haiku bzw. um die Aussage, Haiku hätte keine Benutzer- und Rechtetrennung (Zitat: "Haiku hat keine Benutzer- und Rechtetrennung.").

      Und Haiku [...] hat bzw. hatte diese [Nutzer- und Rechtetrennung] auch nicht.
      Genau das habe ich bezweifelt. Wie sonst sollten die Haiku-Ports gängiger Unix-Programme, die wie bspw. Shells auch multiuser-Konzepte aus POSIX verwenden, laufen?

      Um das abzukürzen habe ich ein wenig recherchiert, wie das technisch umgesetzt wird. In Beispielen: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 usw.
      Ich muss zugegeben, dass es mehr wie eine Emulation der POSIX-Kompatibilität wirkt. Und trotzdem unterstützt es genug, um diverse Unix-Programme auszuführen und auf Wikipedia als "mostly POSIX-compliant" geführt zu werden. (Im Übrigen wird dort auch BeOS aufgeführt, aber das nur am Rande.)

      2. geschenkt

      3. Sie verwerfen meine Zweifel ("Was qualifiziert Sie dazu, das ernsthaft und glaubhaft zu behaupten?") an Ihrer Aussage (s.o.) damit, dass Ihre Aussage stimmt ("Weil es stimmt.") und Sie mir weiterhin Unwissenheit ("Guck dir einfach mal die Geschichte an wie Haiku entstand.") unterstellen.
      Sie haben eine äußerst bestechende Logik!

      Zur Geschichte Haikus können Sie mir sicherlich einige Weisheiten aus Ihrem reichhaltigen Wissensfundus darlegen, die Ihre Thesen auf eine solide Grundlage stellen, oder? Ich habe das gelesen. Welcher Teil dieses Artikels stützt Ihre These?

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