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Thema: Übernahme von Red Hat abgeschlossen

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Fontmanager am Di, 9. Juli 2019 um 20:36 #

IBM garantiere die Unabhängigkeit und Neutralität von Red Hat.
Na, dann wird ja alles gut. CentOS, GlusterFS, Openshift, .... bleibt alles frei und wird weiterhin unterstützt.

Warum nur kommt dann ein mulmiges Gefühl auf? Ach ja, IBM ist ein US-amerikanisches Unternehmen, deren Aktien einer der höchsten Marktkapitalisierung besitzt. Solange die Kuh Milch gibt, darf sie fressen. Aber was passiert, wenn nicht genug Rendite abgeworfen wird? Das Ende von CentOS? Gruselige Vorstellung für die großen öffentlichen Rechenzentren.

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    Von Tamaskan am Mi, 10. Juli 2019 um 09:34 #

    Es wäre aus "kapitalistischer" Sicht sogar total dumm, Red Hat jetzt umzukrempeln und alles anders zu machen. IBM hat einen hohen Preis für Red Hat bezahlt, eben weil es ein erfolgreiches Unternehmen ist und Geld verdient hat. Die Mitarbeiter von Red Hat, deren eingespielte Prozesse und deren Know-How, die guten Beziehungen zur Open-Source-Community, das waren alles Gründe für die Akquisition, weil IBM dies selbst nicht nachbilden kann. Warum sollte man sonst eine Open-Source-Firma kaufen? An den Quelltext kommt man ja auch so ran, sodass man ein eigenes Derivat entwickeln könnte, wie das Oracle mit RHEL bereits tut.

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    Von klopskind am Mi, 10. Juli 2019 um 09:45 #

    Gut analysiert, aber ein Ende von CentOS, würde lediglich dazu führen, dass Red Hat potentielle Kundschaft sowie Mindshare unter Administratoren verliert, und somit signifikant Marktanteile an Canonical/Debian abgibt. Diese Umstellung würden den notgedrungenen Wechslern bitter aufstoßen, was zusätzlich zu einem starken Imageverlust führen müsste.

    Ich denke, dass sogar die BWLer von IBM, falls diese ihr BLW-1x1 noch inne haben, diese geradzu trivialen Zusammenhänge sogar in Notstandszeiten Red Hats nachvollziehen können, und sich gegen solche Schritte entscheiden würden. Natürlich kommt es auch auf Details an, z.B. wie Red Hat ihr Sparten und Abteilungen voneinander trennt bzw. nicht trennt und wo welche Profite angerechnet werden.

    IMHO: Insgesamt würde eine Einstellung von CentOS in jedem Fall unüberlegt sein, da ihm Konsequenzen mit stark geschäftsschädigendem Potential folgen würden. Demnach wäre dieser Schritt sehr unwahrscheinlich, solange Red Hat wesentlich an dessen Geschäftsmodell festhält.

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      Von Trux am Mi, 10. Juli 2019 um 18:50 #

      Oracle, Intel, Google, Microsoft und jetzt auch IBM. Alle lieben Linux.

      Wenn man der weiterbestehenden Unabhängigkeit von Red Hat Glauben schenken sollte, hätte sich IBM auch lose mit Red Hat verbünden können.um gemeinsame Produkte anzubieten. das hätte keine 34 Mill $ gekostet.
      Nun, IBM hat zwei mal diesen Fehler mit Microsoft gemacht. Einmal mit DOS und dann wieder mit OS2.
      Diesmal möchte man wohl auf der sicheren Seite sein und das zukünftige Geschäft in der eigenen Firma behalten.
      Kurzfristig wird das kaum Auswirkungen auf Red Hat haben, langfristig aber schon.

      Wichtiger als die Frage was mit Red Hat passiert, dürfte die Frage sein, was für eine Konsequenz für die Weiterentwicklung des Linuxkernel daraus folgt.
      Mit IBM hat sich ein weiterer IT-Riese auf Linux verlegt. Solange der Kernel der GPL unterliegt muss man hier auch nicht mehr befürchten als durch die bisherigen kommerziellen Mitspieler.
      Hier hat sich ein mächtiger Konkurrent für die bisherigen Platzhirschen konstituiert. Schauen wir mal was das in Bewegung bringen kann. Dem Linuxkernel und der Community muss das keinen Schaden zufügen.

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        Von klopskind am Do, 11. Juli 2019 um 16:10 #

        [...] und jetzt auch IBM. Alle lieben Linux.
        IBM ist schon wesentlich länger im Linuxgeschäft als Ihr Kommentar es suggeriert, siehe den dritten Absatz hier.

        Wenn man der weiterbestehenden Unabhängigkeit von Red Hat Glauben schenken sollte, hätte sich IBM auch lose mit Red Hat verbünden können.um gemeinsame Produkte anzubieten.
        Vielleicht wollte das Red Hat als marktdominierender Linux-Distributor aber nicht, denn immerhin stand IBM schon seit 1998 in direkter Konkurrenz zu einigen Angeboten von Red Hat, siehe auch den Verweis oben.

        Kurzfristig wird das kaum Auswirkungen auf Red Hat haben, langfristig aber schon.
        Momentan würde ich dem zustimmen.

        Wichtiger als die Frage was mit Red Hat passiert, dürfte die Frage sein, was für eine Konsequenz für die Weiterentwicklung des Linuxkernel daraus folgt.
        Das wäre definitiv ein Verlust für die Kernel-Community. Ich denke, solange Linux seine Nützlichkeit und Attraktivität ggü. seinen Anwendern behalten kann, werden genug Entwickler nachrutschen. Die Linux Foundation hat viele Mitglieder und Ressourcen.

        Mit IBM hat sich ein weiterer IT-Riese auf Linux verlegt.
        ... nicht erst jetzt (s.o.)

        Hier hat sich ein mächtiger Konkurrent für die bisherigen Platzhirschen konstituiert.
        Ich denke, IBM und die Shareholder sahen die Übernahme als rentable Möglichkeit, den Markt zu dominieren, durch Synergien bzw. Aufhebung entstehender interner Redundanzen Kosten zu sparen, und schließlich Profite und Devisen zu generieren. Also eigentlich wie immer...

        Schauen wir mal was das in Bewegung bringen kann. Dem Linuxkernel und der Community muss das keinen Schaden zufügen.
        Ja, also Abwarten und Teetrinken.

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      Von nimas am Mi, 10. Juli 2019 um 21:45 #

      CentOS ist nur eine Marke. Sollte man es als kostenfrei verfügbare Variante sterben lassen, dann kommt ein neuer RH-Fork basierend auf den Quellen. Nur dann wie früher ohne offizielle Unterstützung.

      Die Historie bei IBM zeigt, sobald Unternehmensteile, Projekte nicht mehr in die aktuelle Linie passen werden denen die Ressourcen entzogen bis zum finalen Todesstoß. So ging es OS/2, Rational, Lotus hin zu OpenOffice. IBM macht viel im Hintergrund für OpenSource, aktiv eigene Produkte am Markt positionieren und gegen Wettbewerber durchsetzen haben sie schon lange aufgegeben.

      Hier muss das Management von RH stärke beweisen und darf sich nicht durch BigBlue ins Geschäft rein reden lassen. Solange die Zahlen stimmen kann es Funktionieren.

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