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Thema: FreeBSD 11 aktualisiert

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Von solaris.iko am Mi, 10. Juli 2019 um 13:12 #

freebsd hat einen sehr guten ruf bzgl stabilität und security, aber wie gross ist letzlich der marktanteil? scheint mir ein nischenprodukt zu sein.

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    Von HCIJra am Mi, 10. Juli 2019 um 13:32 #

    Hier in der Firma und auch Zuhause. Hauptsächlich als Samba, Nginx, SVN-Repo und NFS Server.

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    Von blablabla233 am Mi, 10. Juli 2019 um 14:36 #

    Gemessen am internet traffic ist freebsd das gegenteil von nische...stichwort netflix. Auch nutzt die playstation freebsd und wohl selbst die ps5 wird es nutzen. Diese aufdringliche trivage website nutzt es auch und whatsup nutzte es vor der fb-übernahme. Freenas ist dir sicherlich auch ein begriff.

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    Von blablabla233 am Mi, 10. Juli 2019 um 14:39 #

    Hier noch eine liste, selbst apache (die org nutzt es)
    https://www.freebsd.org/doc/en_US.ISO8859-1/books/handbook/nutshell.html

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    Von Ghul am Mi, 10. Juli 2019 um 19:28 #

    Viele Smart-TVs nutzen es.
    Ich selbst nutze es als Teil von FreeNAS, wenn man das so sehen kann.

    Auf meinen Desktoprechnern nutze ich es noch nicht.
    Da wüsste ich noch nicht einmal wie gut der Hardwaresupport ist.

    Und dann stellst sich noch die Frage, warum ich das tun sollte?
    Linux bietet in diesem Bereich alles was ich brauche.

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    Von kraileth am Do, 11. Juli 2019 um 08:09 #

    Hier ebenfalls im Produktiveinsatz. Sowohl in der Firma auf Servern (Webhosting, Storage, Datenbanken, ...) als auch als Arbeitsstation (da bin ich aber als Teufelchen die große Ausnahme unter Pinguinen) und für die Bereitschaft auf dem Klappi (ebenfalls als einziger).

    Ich muß mich mithin auf das System komplett verlassen können, sowohl für Kundensysteme als auch dafür, daß ich überhaupt arbeiten kann. Damit fahre ich inzwischen schon seit nun mehreren Jahren ganz gut - und kann u.a. dank Boot-Environments sogar auf meinem Bereitschaftsklappi -CURRENT (also die Entwicklungsversion) laufen lassen, da ich im Problemfall einfach die letzte -STABLE booten kann und trotzdem alle meine benötigten Benutzerdaten verfügbar habe.

    Über die Stabilität kann ich absolut nichts negatives sagen, in Sachen Security ist FreeBSD ein zweischneidiges Schwert. Auf entdeckte Lücken wird recht zeitnah reagiert und die Security-Team macht aus meiner Sicht eine ausgezeichnete Arbeit (z.B. wird zu jedem Patch umfangreich dokumentiert, was eigentlich das Problem ist, in welchen Fällen das System tatsächlich verwundbar ist, ob es Workarounds gibt und welcher Patchstand die Lücke schließt). Es gibt allerdings Kritik z.B. aus dem OpenBSD-Lager, die man aus meiner Sicht nicht zurück weisen kann: FreeBSD hat nicht die (sehr bewundernswerte) Kultur des „secure by default“. Man muß sich um die Systemsicherheit durchaus noch kümmern. Das ist nicht per se schlecht, aber über manche Standardeinstellungen verdrehen einige Leute die Augen.

    Außerdem hat FreeBSD zwar z.B. eine eigene ASLR-Implementierung, aber diese wird von Fachleuten mit einem vernichtenden Urteil bedacht und mitunter in Frage gestellt, ob man das überhaupt so nennen dürfe, oder ob das nicht Augenwischerei sei. Auf der Haben-Seite gibt es dafür ein sehr gutes Jails-System (vergleichbar mit Linux-Containern, jedoch stark auf Sicherheit getrimmt), die sehr mächtige Capsicum-Sandbox, Secure Levels und die eine oder andere Nettigkeit mehr. Wer jedoch extremen Wert auf Sicherheit legt und FreeBSD will, der sollte sich HardenedBSD anschauen - die haben u.a. eine eigene ASLR-Implementierung und darüber hinaus jede Menge Extras.

    Zur Frage Nische oder nicht wurde hier ja bereits geschrieben. Mein Einwurf dazu wäre, daß FreeBSD dieser Tage nicht so sehr im Rampenlicht steht wie Linux. Es ist ziemlich sicher erheblich weniger verbreitet, aber die Verbreitung, die es hat, dürfte doch viele Leute überraschen. Man hört (oder liest) nur eben sehr selten davon. Aber anders als manche Leute meinen, ist es kein sterbendes Betriebssystem, das sich noch gerade so eben über Wasser hält und dank Linux eigentlich entbehrlich ist. In manchen Dingen ist es klar unterlegen, in anderen kann es mindestens mithalten oder hat seine Vorteile. Und letztlich ist es immer auch eine Frage des Geschmacks. Für mich hat das, was es zu bieten hat, nach einem Jahrzehnt als reiner Linuxer ausgereicht, es mir immer näher anzusehen und schließlich umzusteigen, nachdem ich erst einmal auf der Arbeit damit in Kontakt gekommen war.

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      Von Ghul am Do, 11. Juli 2019 um 09:50 #

      Warum bist du umgestiegen?

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        Von kraileth am Do, 11. Juli 2019 um 11:18 #

        Nach einer Phase der Neugier fielen mir neben den vielen Gemeinsamkeiten auch einige der Unterschiede auf - zunächst natürlich unangenehm, da man immer von dem Bekannten aus urteilt. Zu nennen wäre da vor allem anderen die striktere Syntax der meisten BSD-Befehle („cp VERZEICHNIS1 VERZEICHNIS2 -r“ ist nicht - Flags müssen vorne stehen). Mir ist dann aber aufgegangen, daß etwas striktere Handhabung keine schlechte Idee sein muß und daß die laxe GNU-Syntax ihren Preis hat, in diesem Fall das unschöne „--“, mit dem ich dem Befehl ggf. klarmachen muß, daß jetzt keine Flags mehr kommen (wenn ich z.B. einen Dateinamen mit einem Minus habe, was POSIX ja erlaubt).

        Ich habe dann ein bißchen rumgespielt (in einer VM) und angefangen ein paar der netten Dinge zu entdecken, die FreeBSD so anbietet: Zuerst war es für mich konkret die gute ZFS-Integration, dann GEOM und Jails, sowie die zumeist viel besser gepflegten Manpages und das FreeBSD Handbook (das es bei den meisten Linux-Distris mit löblichen Ausnahmen etwa bei Gentoo in der Qualität einfach nicht gibt). Zur gleichen Zeit war ich mit Linux zwar noch zufrieden, aber immer weniger glücklich. Gefühlt war da ein „Verfall“, mir ging die Systemd-Debatte gehörig auf den Keks und ich fand die Umgangsformen in Teilen der Linuxgemeinschaft mehr als fragwürdig.

        Daher habe ich mir - zunächst durchaus nicht mit der Absicht, dort zu bleiben - zuhause meine erste Desktop-Kiste mit FreeBSD aufgesetzt. Klappte wunderbar und zunehmend gefiel mir das System wirklich gut. Ich bin dann später nochmal zu (Arch) Linux zurückgekehrt, wollte aber nicht mehr ohne ZFS. Und nachdem ich mir alle paar Updates die ZFS-Unterstützung zerschossen hatte, so daß ich manuell eingreifen mußte, um /home wieder verfügbar zu haben, hat's mir gereicht. Also habe ich meinen virtuellen Rucksack wieder gepackt, habe das Pferdchen gesattelt und bin nach und nach mit allen meinen Maschinen übergesiedelt.

        Inzwischen habe ich den Aufbau des Systems (Trennung von Base und Paketen in /usr/local) sehr schätzen gelernt. Gleiches gilt für die Möglichkeiten, die mir der Ports-Baum liefert und die Tatsache, daß sich das System (nicht komplett, aber doch relativ weitgehend) wie „aus einem Guß“ anfühlt. Dazu kommt die nette Einfachheit, mit der man unter *BSD an manche Dinge herangeht. Netfilter/Iptables und ich sind nie Freunde geworden. Die Pf (oder auch die Ipfw) hingegen mag ich. Mdadm funktioniert wohl, aber immer wenn mal was war, hatte ich damit nicht wirklich Spaß. Gmirror ist damit verglichen übersichtlich und simpel (auch wenn ich es dank ZFS nur noch auf Legacy-Systemen administrieren darf). DRBD & Co. sind unter Linux extrem komplexe Monster, wenn man sie mit BSD-Lösungen für ähnliche Dinge vergleicht. Manchmal braucht man die Komplexität der Linux-Werkzeuge und es ist gut, daß es sie gibt. Aber oft genug sind die viel simpleren Lösungen schon ausreichend und machen dann weniger Ärger.

        Auch die Gemeinschaft mag ich recht gern. Es ist alles einige Nummern kleiner, familiärer. Das hat insgesamt natürlich Vor- und Nachteile - mir aber gefällt's. Und dann ist da als kleiner „Bonus“ natürlich noch die Lizenzfrage. Da ich ein Freund permissiver Lizenzen bin, fühle ich mit bei FreeBSD ganz wohl, wo man schon seit längerem bemüht ist, ein GNU-freies Grundsystem zur Verfügung stellen zu können (es läßt sich ja alles sehr einfach nachinstallieren, wenn man es haben will!).

        Ach ja: FreeBSD war auch das Betriebssystem, das als erstes eine grundlegende RISC-V-Unterstützung in den Hauptzweig aufgenommen hat. Ich habe die Arbeit daran mit Bewunderung verfolgt und warte sehnsüchtig darauf, daß halbwegs brauchbare Hardware zu einem bezahlbaren Preis verfügbar wird.

        Wobei ich ehrlich sein und auch erwähnen will, daß es Dinge gibt, die ich durch den Wechsel eingebüßt habe. In meinem Fall sind es überwiegend Spiele, die ich für Linux gekauft habe. Obwohl FreeBSD den „Linuxulator“ beinhaltet, mit dem man Linux-Programme ausführen kann, läuft da vieles einfach nicht (ich glaube, die übersetzten Syscalls sind vollständig nur bis zu Kernel 2.6.32 oder irgendetwas in der Gegend implementiert und mithin nicht ganz auf der Höhe der Zeit...). Wobei ich ohnehin Open Source bevorzuge und speziell zum Spielen so oder so viel weniger Zeit als früher hätte.

        Das ist meine „Geschichte“ in aller Kürze und mit nur wenigen Beispielen. Im Gegensatz zum Wechsel von Windows auf Linux, bin ich diesmal nicht voller Ekel und im Zorn gegangen, sondern habe mich verabschiedet, weil ich etwas (für mich) noch besseres gefunden habe. Beruflich habe ich weiterhin auch mit einer beachtlichen Anzahl an Linuxmaschinen zu tun und die gelegentlichen kleinen Sticheleien (die ich freundschaftlich meine!) sind kein Ausdruck von verbitterter Abneigung oder dergleichen. Auch wenn ich hier auf PL diesbezüglich wohl schon negativ aufgefallen bin und mißverstanden wurde. Deswegen dieser kleine Hinweis. ;)

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          Von klopskind am Do, 11. Juli 2019 um 16:22 #

          Ich danke für Ihre ausführliche Darlegung.

          Haben Sie Einbußen bei Wechsel bzgl. des Stromverbrauchs gehabt? Konnten Sie diese ohne große Handgriffe minimieren? Welche Hardware (v.A. Laptop und Grafik) verwenden Sie?

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            Von kraileth am Do, 11. Juli 2019 um 17:36 #

            Ja, in dieser Hinsicht war Linux besser als FreeBSD. OpenBSD soll ganz gut sein, was das angeht, aber ich habe da keine Erfahrungswerte. FreeBSD ist jedenfalls klar weniger sparsam als Linux.

            Zumindest Intel hat allerdings - teilweise wohl auch getrieben vom schlechten Gewissen wegen dem Umgang mit FreeBSD bei der Spectre-/Meltdown-Katastrophe, wonach man Besserung gelobte - innerhalb seines Open Source Teams eine Gruppe für Beiträge zu FreeBSD aufgebaut. Ben Widawsky von Intel hat dazu auf der MeetBSD letztes Jahr zu „Intel & FreeBSD: Better together“ gesprochen. Die Folien dazu gibt es hier. Ab Nummer 21 spricht er darüber, daß man daran sei, das Power-Management zu verbessern, so daß die tieferen Schlaf-Status von Intel-Prozessoren angesprochen werden können. Ich habe es nicht im Detail verfolgt, hoffe aber, daß das Projekt Erfolg hat - denn niemand mag schnell leergesaugte Akkus.

            Von Haus aus kommt der „powerd“ mit dem System und als Paket/Port gibt es auch noch „powerd++“ (bzw. „powerdxx“), der etwas bessere Energienutzung verspricht als der Dienst, der mit dem Betriebssystem kommt. Auf mobilen Geräten empfielt es sich doppelt, diesen zu aktivieren und ggf. etwas zu justieren. Ich habe damit aber um ehrlich zu sein nicht genügend herumgespielt, um zu sehen, wie viel sich dadurch wirklich einsparen läßt. Ich habe teilweise von Leuten gelesen, deren CPU selbst bei einem gänzlich untätigen System unter Vollast gelaufen sein soll. Das kann ich zumindest für alle meine Geräte nicht bestätigen. Es macht von der Batterie her schon einen großen Unterschied, ob ich auf der Bahnfahrt den Klappi nur zum PDF-Lesen benutze oder ob die aktuelle Entwicklungsversion kompiliert wird.

            Ich habe als primären Bereitschaftsklappi derzeit noch ein HP EliteBook 8470p. Schon etwas in die Jahre gekommen und soll auf absehbarer Zeit ausgetauscht werden, aber an sich tut es die Maschine. Konkret habe ich mich noch nach keinem Ersatz umgeschaut. Zuhause habe ich noch einen älteren Thinkpad, einen HP-Mini-Rechner und einen halbwegs neuen Dell-Desktop und einen Asus-Klappi.

            Der Rest meiner Hardware ist nicht mehr im Alltag im Einsatz. Von einem VIA Isaiah über einen alten Acer Travelmate (gerade so aus diesem Jahrtausend) bis zu einer SunFire UltraSPARC-Maschine sind das alles Bastelspielzeuge. Der noch ältere Kram ist bei meinen Eltern geblieben und staubt dort irgendwo ein. Erheblich neuer, aber für mich in die gleiche Kategorie „Spielzeug“ gehörig, ist mein PineBook (ein 100$ ARM-Laptop) - in der Hauptsache aber, weil der FreeBSD-Port dafür noch etliche Kinderkrankheiten hat.

            Grafikkarten: Auf den meisten Laptops die integrierte Intel-Grafik, bei den anderen Nvidia-Karten. Auf allem außer der VIA-Kiste (und der SunFire, die aber als reiner Server auch gar keinen Grafikausgang hat) läuft grundsätzlich auch eine grafische Oberfläche, wenn man möchte. Bei dem VIA-Teil geht aber auch unter Linux nichts mehr - ich weiß noch, daß es mit SuSE 6.x und KDE1 mal funktioniert hat, aber als ich irgendwann nach der Jahrtausendwende nochmal einen Versuch gewagt habe, hat es nicht mehr geklappt (ich weiß nicht, ab welcher Version von x86-video-chrome (hieß der so?) es zum Segfault kommt, aber alles halbwegs neue geht nicht). Naja, Spielzeug. ;)

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              Von klopskind am Do, 11. Juli 2019 um 20:52 #

              Super, danke!

              Ich denke, dass ich in näherer Zukunft nicht auf FreeBSD umsteigen werde, obwohl es mir so viele Vorteile vorzuweisen hat. Schade :cry:

              Hoffentlich zeigen die neueren Entwicklung rund um die Energieverwaltung Wirkung, sodass es meinen Ansprüchen in ein paar Jahren genügt :angel:

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          Von msi am Do, 11. Juli 2019 um 16:51 #

          Nach einer Phase der Neugier fielen mir neben den vielen Gemeinsamkeiten auch einige der Unterschiede auf - zunächst natürlich unangenehm, da man immer von dem Bekannten aus urteilt. Zu nennen wäre da vor allem anderen die striktere Syntax der meisten BSD-Befehle („cp VERZEICHNIS1 VERZEICHNIS2 -r“ ist nicht - Flags müssen vorne stehen). Mir ist dann aber aufgegangen, daß etwas striktere Handhabung keine schlechte Idee sein muß und daß die laxe GNU-Syntax ihren Preis hat, in diesem Fall das unschöne „--“, mit dem ich dem Befehl ggf. klarmachen muß, daß jetzt keine Flags mehr kommen (wenn ich z.B. einen Dateinamen mit einem Minus habe, was POSIX ja erlaubt).

          Das Doppelminus (oder wie immer man das richtig nennt) ist allerdings kein GNU-Spezifikum, sondern in POSIX als „Optionsendeindikator“ definiert.

          Genauer gesagt, ist das für Fälle, in denen der erste Dateioperand mit einem Minus beginnt, also bspw.: mv -- -doof dick

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            Von kraileth am Do, 11. Juli 2019 um 17:39 #

            Danke für den Einwurf! Ist immer interessant zu lesen, was alles POSIX ist (und ggf. was nicht). Ich mag das Doppelminus aber nicht wirklich. Um ehrlich zu sein hielte ich es für besser, kein Minus in Dateinamen zu verwenden (vor allem am Anfang...), aber dafür dürfte es zu spät sein.

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              Von msi am Do, 11. Juli 2019 um 20:59 #

              ...aber dafür dürfte es zu spät sein.

              Definitiv. Unter Unix ist ja in Dateinamen, wenn ich mich nicht irre, bis auf / und NUL alles erlaubt.

              Wenn das Minus in einem Dateinamen nicht am Anfang steht, sehe ich da aber kein Problem. Ich nutze das oft, um Sinneinheiten in Dateinamen abzugrenzen, zum Beispiel den Autor vom Titel eines Dokuments. Statt Leerzeichen verwende ich natürlich Unterstriche.

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                Von klopskind am Fr, 12. Juli 2019 um 09:12 #

                Unix ist in dieser Hinsicht wie die Programmiersprache C, die ja eine gewisse Verbindung auch bzgl. der Erfinder und Ingenieure miteinander teilen.

                Denn bei beiden gilt das Idiom, dass (fast) alles erlaubt ist, was möglich ist, selbst wenn die Konsequenz zum Nachteil des Anwenders ist. Es gibt unzählige Fallstricke und "guns to shoot oneself in the foot" aka "footguns". Der Vorteil ist jedoch, dass solche Werkzeuge sehr mächtig und vergleichsweise simpel sein können, was in gewisser Weise auch auf Unix und C zutrifft.

                Wenn das Minus in einem Dateinamen nicht am Anfang steht, sehe ich da aber kein Problem.
                Ich glaube, dass gemäß POSIX ein '-' an beliebiger Stelle im Dateinamen, der als optional option-argument beabsichtigt war, trotzdem als weiterer option-flag, geparst (steht sogar im Duden!) werden könnte, siehe Punkt 2 in Abschnitt 12.1 Utility Argument Syntax, auf welchen auch in Richtlinie 6 des oben erwähnten Abschnitt 12.2 Utility Syntax Guidelines explizit hingewiesen wird.

                Statt Leerzeichen verwende ich natürlich Unterstriche.
                Ich komme auch mit Leerzeichen gut klar, nutze Sie aber selten und nur für private Dateien. Man muss sich nur häufig mehr Gedanken machen, besonders für Shell-Skripte, die man strikter verfassen muss, und die Shell-Vervollständigung hakt auch ab und an. Da ist jeder anders - zum Glück ;)

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                  Von msi am Fr, 12. Juli 2019 um 13:55 #

                  Ja, C... Wer's kann, hat's gut.

                  Ich glaube, dass gemäß POSIX ein '-' an beliebiger Stelle im Dateinamen, der als optional option-argument beabsichtigt war, trotzdem als weiterer option-flag, geparst (steht sogar im Duden!) werden könnte, siehe Punkt 2 in Abschnitt 12.1 Utility Argument Syntax, auf welchen auch in Richtlinie 6 des oben erwähnten Abschnitt 12.2 Utility Syntax Guidelines explizit hingewiesen wird.

                  Ich habe das gerade nochmal gelesen und denke, dass das nicht der Fall ist.

                  Zunächst ist ja, was im Abschnitt 12.1 unter Punkt 2a und 2b steht, nur deshalb Teil des Standards, damit ältere Werkzeuge, deren Syntax nicht strikt dem folgt, was POSIX definiert, nicht gegen den Standard verstoßen.

                  Und selbst, wenn man es mit so einem Fall zu tun hätte, würde ein optionales Optionsargument, bei dem ein Minus zwar enthalten ist, aber nicht am Anfang steht, nicht als Option missverstanden werden. Und zwar aus einem einfachen Grund: ein Minus, vor dem kein Leerzeichen steht, wird nach POSIX nie als Option interpretiert, denn eine Option (ebenso wie eine Kombination mehrerer Ein-Buchstaben-Optionen) muss immer ein separates Argument sein (ob das zu ihr gehörige Optionsargument nun direkt dranhängt oder nicht).

                  Ich komme auch mit Leerzeichen gut klar, nutze Sie aber selten und nur für private Dateien. Man muss sich nur häufig mehr Gedanken machen, besonders für Shell-Skripte, die man strikter verfassen muss, und die Shell-Vervollständigung hakt auch ab und an.

                  Ja, deshalb empfiehlt es sich auch, in Shellskripten bei Kommandos, die irgendwas mit Dateien anstellen, deren Namen vorher nicht bekannt sind, immer das Doppelminus vor den Operandenteil zu setzen, also bspw.: mv -- "$datei_1" "$datei_2"

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