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Thema: Fedora 31 stellt i686-Kernel ein

56 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Anon Y. Mouse am Mo, 15. Juli 2019 um 11:35 #

Ist die Pflege eines 32bit Kernels wirklich so ein Riesenaufwand?

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    Von Tamaskan am Mo, 15. Juli 2019 um 14:32 #

    Wenn du es vernünftig machen willst, brauchst du echte 32-Bit-Hardware, und die haben immer weniger Entwickler.

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      Von Andre am Mo, 15. Juli 2019 um 15:30 #

      Meines Wissens ist jede x86 Intel-CPU sowie AMD-CPU vollständig 32Bit kompatibel, von daher ist das kein Argument.

      Somit ist einzig der Aufwand vorhandne die gesamte Distro zusätzlich als 32Bit-Version zu kompilieren, und ggf. einzelne Apps gesondert zu warten. Ich finds ehrlich gesagt ziemlich blöd das plötzlich die 32Bit-Umgebungen aufgegeben werden, und die Anwender sich reihenweise damit abzufinden haben (s. auch PATA-Treiber im Kernel etc pp).

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        Von Tamaskan am Mo, 15. Juli 2019 um 17:23 #

        Das stimmt zwar schon, es geht aber nicht nur um die unterschiedliche Größe des Adressraumes, sondern auch um Erweiterungen des Befehlssatzes. Es kann daher sein, dass ein 32-Bit-Programm zwar auf allen 64-Bit-Prozessoren (im 32-Bit-Modus) läuft, aber nicht auf den klassischen 32-Bit-Prozessoren.

        Und gerade beim Kernel reicht es eben nicht nur, den Compiler richtig einzustellen, man muss auch architekturspezifischen Maschinencode schreiben und diesen testen. Wenn man einen Treiber schreibt, braucht man reale Hardware, um diesen zu testen, natürlich kann man auch einen Dummy nehmen, aber dann hat man eine zusätzliche Fehlerquelle.

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    Von Oiler der Borg am Mo, 15. Juli 2019 um 15:20 #

    Ist die Pflege eines 32bit Kernels wirklich so ein Riesenaufwand?

    deuten das penetrant an....

    Man sollte sich auch mal die Frage stellen, wieviele der alten Gurken noch wirklich produktiv im Betrieb sind....
    Damit fällt das gleich in eine andere Dimmension zurück!

    Also rechne mal den P3-500, der bloss noch rumsteht, damit die ungeliebte Schwiegermutter zweimal im Jahr ihre Mails abrufen kann, ohne an deinen Rechner zu kommen, als auch den Athlon XP, der noch gut genug für Counterstrike unter XP ist raus....

    Übrig bleiben ein paar Netbooks :cry:

    Eben dazu sollte man den Aufwand mal ins Verhältnis setzen!!

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      Von Andre am Mo, 15. Juli 2019 um 15:31 #

      und warum sollte man einen p3 500 wegschmeissen jetzt plötzlich wegschmeissen müssen?

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        Von throgh am Mo, 15. Juli 2019 um 17:27 #

        Tja, weil derweil so Manche hier auf pro-linux der Meinung sind die absolute Mehrheit darstellen zu können und somit weiterhin das obligate Argument nach "Fortschritt" damit ebenso anklingen lassen wollen. Insofern entscheiden diese Teilnehmer*Innen einmal eben darüber, dass 32bit gefälligst nicht mehr benötigt wird. Das tatsächlich auch vor nicht allzu langer Zeit angeführt worden ist gerade GNU/Linux auch für ältere, betagte Hardware problemlos nutzen zu können und so diese auch weiter problemlos lauffähig zu halten? Komplett entschwunden. Wichtig ist nur nach vorne zu schauen und dann muss die besagte, alte Hardware auch einmal schnell wie einfach entsorgt werden.

        Oh, die neue Hardware ist noch weitestgehend unfreier? Das dazu passende System nur bedingt lauffähig ohne proprietäre Firmware-Blobs? Ach was solls.

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          Von Tamaskan am Mo, 15. Juli 2019 um 17:35 #

          Niemand "entscheidet" hier irgendwas. Das ist keine Verschwörung von dubiosen Mächten, die den 32-Bit-Support beerdigen wollen. Dazu hätte auch niemand die Macht, denn wir reden von Open Source Software, jeder könnte z.B eine Fedora-Variante anbieten, die unter einem reinem 32-Bit-Prozessor läuft.

          Es müsste halt jemand machen. Die Leute, die das bisher gemacht haben, wollen nicht mehr. Das ist ihr gutes Recht, es sei denn, du hast einen Support-Vertrag mit denen und bezahlst explizit dafür, dass sie dir ein 32-Bit-Fedora bereitstellen.

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            Von throgh am Mo, 15. Juli 2019 um 17:46 #

            Schön, dass du mir etwas in den Mund legen willst was ich nicht geschrieben habe: Ich habe mitnichten von "dubiosen Mächten" geschrieben sondern klar die Argumentation hier im Kommentarverlauf kritisiert, welche ausschließlich auf die größten Distributionen eingeht. Und derweil gibt es noch mehr als genug andere, kleine Projekte. Mich stört einzig und allein aber diese umfassende Betrachtung, als wären Fedora oder Ubuntu irgendwie auf einmal die komplette Bandbreite und alle Anderen müssten sich danach richten.

            Dabei ist nebenbei gemerkt ein wirklich wichtiger Punkt eben, dass GNU/Linux in so mancher Variation weiterhin auch betagte Hardware weiterhin mit Software versorgen und damit auch lauffähig halten kann. Letztlich ist es mir einerlei, was Fedora respektive Red Hat machen. Das Problem ist und bleibt aber die wirklich bunte Vielfalt von Distributionen einzig auf Namen zu reduzieren. Denn genau dann darf man sich andernorts auch anhören, dass "Ubuntu ja Linux darstellt". Und das ist kein Scherz meinerseits, sondern tatsächlich in der Form artikuliert worden.

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              Von linux-nutzer am Mo, 15. Juli 2019 um 18:08 #

              Denn genau dann darf man sich andernorts auch anhören, dass "Ubuntu ja Linux darstellt".

              ACK, v.a. wenn man viel mit Leuten zu tun hat, die auf Linux umsteigen wollen und komplette Linux-Neulinge sind. Eine neuere Variation in letzter Zeit ist Linux == Linux Mint.

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              Von Tamaskan am Di, 16. Juli 2019 um 09:26 #

              Es hat auch niemand geschrieben, dass sich alle anderen Distributionen an Fedora oder an Ubuntu orientieren sollten, auch nicht der Kommentar, auf den du geantwortet hast. Daher meine Irritation. Ich verstehe daher auch gar nicht, was du eigentlich kritisierst.

              Wie ich schon schrieb, wird niemand daran gehindert, ein 32-Bit-Linux anzubieten. Die meisten größeren Distributionen, mit Ausnahme von Debian, tun dies inzwischen gar nicht mehr oder deklarieren die x86_32 Builds als unofficial/unsupported. Das ist nicht deshalb so, weil eine Mehrheit einer Minderheit etwas aufgezwungen hat, sondern weil zu wenige Entwickler noch Lust haben, 32-Bit zu unterstützen.

              Kleinere Distributionen sind oftmals Derivate und benutzen die Infrastruktur ihrer Mutterdistribution. Linux Mint bspw. baut die meisten Pakete nicht selbst, sondern übernimmt sie direkt von Ubuntu (es ist sogar archive.ubuntu.com als Repository eingetragen). Wenn also Ubuntu kein 32-Bit mehr anbietet, muss Linux Mint das entweder auch tun oder den Bau der Pakete selbst übernehmen. Aber auch kleine Distributionen mit komplett eigener Infrastruktur und Paketverwaltung, wie z.B Solus, haben oft nur noch 64-Bit.

              Dass Ubuntu mit Linux an sich verwechselt wird, habe ich auch schon beobachtet. Einer verwechselte sogar mal GNOME mit Ubuntu, weil der die Desktop-Umgebung halt von Ubuntu kannte. Finde ich jetzt nicht schlimm, dass jemand nicht von Anfang an alles richtig verstanden hat. Und klar, dass bekannte Distributionen oder Projekte häufiger erwähnt werden als unbekannte, das liegt in der Natur der Sache.

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        Von Fitzefisch am Di, 16. Juli 2019 um 07:57 #

        Was willst du? Dein Windows 10 läuft darauf ja garnicht mehr. Da hätte man das Gerät schon vor Jahren entsorgen müßen ;P.

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        Von Oiler der Borg am Di, 16. Juli 2019 um 10:09 #

        aber eventühl die Erwartung eindampfen, da auch 2025 die Auswahl unter 20 knackfischen Distros zu haben....

        Es hat ja Keiner ein Prob damit, wenn mit den Dingern fernab des Inet unter XP oder Trusty Tahr noch fröhlich rumgespielt wird......

        Aber es bleibt unsinnig, zahllose Entwicklerstunden für fünfzig Dutzend Museumsstücke ,die 20 Stunden im Jahr laufen, zu verbrennen!

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    Von blubb am Di, 16. Juli 2019 um 22:28 #

    Ist die Pflege eines 32bit Kernels wirklich so ein Riesenaufwand?
    Das eher nicht. Der Kernel selbst wird sicher noch eine ganze Zeit lang 32bit unterstützen.

    Aber so ein 32bit Kernel ist relativ sinnlos, wenn man nicht die entsprechende 32bit Software dazu zur Verfügung stellt und da fängt man sich dann schon einen Rattenschwanz an Arbeit ein, denn letztendlich doppelt man fast jedes Paket (wie eben für jede zusätzliche Plattform).
    Daher bietet auch nicht jede Distribution Images für Sparc, ARM, PPC o.ä. an.

    Aber ehrlich gesagt glaube ich eh nicht, dass es noch viele i686 Fedora Nutzer, das passt nicht so richtig ins Nutzerbild.
    Bei Ubuntu dürften es schon ein Stück mehr (gewesen?) sein

    Und für die, die noch länger 32bit nutzen wollen wird sich schon eine Distribution finden, welche das auch weiterhin anbietet.
    Debian zum Beispiel.

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Von Neuu am Mo, 15. Juli 2019 um 12:01 #

Welche linux distros unterstützen noch 32 bit kernels ? Und für wie lange noch ? Notfalls kann man ältere linux distros Versionen installieren.

Und dann noch 32 bit kernels und programme mit sse2 cpu und nur sse1 alte amd cpus athlon. Für museum , aber es läuft , wenn es sein muss. Schrott Wiederverwertung. Umweltschutz.

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    Von xxx am Mo, 15. Juli 2019 um 12:05 #

    Bei Debian wird wohl 32bit i386 noch sehr lang dabei sein.
    Bei dem ganzen Zoo den die unterstützen ... ;-)

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    Von klopskind am Mo, 15. Juli 2019 um 12:55 #

    Schrott Wiederverwertung. Umweltschutz.
    Beides durchaus ehrenwerte Bestrebungen. Aber Umweltschutz ist in diesem Fall so eine Sache, denn sind die Geräte einmal hergestellt, verbrauchen "alte" (Definitionsfrage) Systeme im Betrieb in der Regel deutlich mehr Energie relativ zur erbrachten Leistung. Die Effizienz ist also deutlich geringer als bei aktuelleren Systemen. Das Potential zu Stromeinsparungen ist enorm.
    Andererseits steigt auch der Bedarf an Rechnerkapazitäten ständig - in einem fraglichen Maß, sodass, absolut gesehen, die Umwelt vermutlich mehr leidet als tatsächlich nötig wäre.

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      Von kamome umidori am Mo, 15. Juli 2019 um 13:10 #

      Sollte ein altes Gerät noch seinen Zweck erfüllen (und man so eine Neuanschaffung vermeiden können), ist es vermutlich selten sinnvoll ein neues Gerät anzuschaffen. Geht es natürlich nur um’s „Museum“, naja …

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        Von Tamaskan am Mo, 15. Juli 2019 um 14:32 #

        Diese Geräte sind inzwischen mehr als 15 Jahre alt, die kann man schon mal durch für wenig Geld durch moderne Low-End-Modelle ersetzen, dann spart man sogar noch am Strom und wahrscheinlich hat man auch mehr Rechenleistung.

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          Von skinnie am Mo, 15. Juli 2019 um 19:09 #

          Und trotzdem ist es unnötiger Müll, der durchaus noch seinen Dienst tun könnte. Aber der Müll lässt sich ja bequem nach Asien oder Afrika entsorgen ähm exportieren. Sorry, aber dafür habe ich absolut kein Verständnis.

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            Von Tamaskan am Di, 16. Juli 2019 um 09:32 #

            Fedora ist eine Distribution, die sich darauf spezialisiert hat, die neuesten Technologien aus dem Linux-Umfeld zu integrieren, der Support alter Hardware ist kein Ziel des Projektes. Da gibt es andere Distributionen, die speziell für diesen Zweck entwickelt werden.

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          Von throgh am Mo, 15. Juli 2019 um 22:32 #

          Es geht mitnichten darum für "wenig Geld" Computersysteme zu ersetzen sondern schlicht auch darum, dass GNU/Linux ebenso dafür steht auf möglichst vielen Systemen und Architekturen weiterhin zu funktionieren. Denn Projekte wie Labdoo setzen durchaus auch darauf auf und GNU/Linux kann hier eine wundervolle Arbeit leisten sofern Distributionen weiterhin auch funktionieren. Aber gut: Ubuntu und Fedora möchten nicht mehr? Dann besteht die Chance für die vielen kleinen Projekte wie Hyperbola, die zudem auch noch ausschließlich quelloffene, freie Software in den eigenen Repositories anbieten und eben nicht wie Ubuntu beispielsweise agieren. :)

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            Von Tamaskan am Di, 16. Juli 2019 um 09:41 #

            Warum schlägst du ausgerechnet Hyberbola vor, wenn das Ziel sein soll, auf möglichst vielen Systemen zu funktionieren? Distributionen wie Hyberbola, die keine proprietären Firmware-BLOBs enthalten, funktionieren ja auf einem Großteil der Hardware (ob alt oder neu) nicht bzw. man muss auf Funktionen wie WLAN oder 3D-Grafik verzichten.

            Ich würde da eher Debian Stable mit aktiviertem non-free Repository vorschlagen, wenn es nicht um brandneue Hardware geht. Man kann dank LTS dann mindestens 5 Jahre mit dem Release arbeiten. Wenn es 10 Jahre sein sollen, dann wäre auch CentOS eine Überlegung wert.

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          Von Anon Y. Mouse am Mo, 15. Juli 2019 um 22:53 #

          Strom sparen ist aber wohl kaum ein Argument, ausser die Kiste läuft als Server rund um die Uhr durch.

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        Von Wayne am Mo, 15. Juli 2019 um 15:10 #

        In der Tat habe ich so ein Museumsgerät (Libretto 50CT), aber um das Ding alle Jubeljahre mal hochzufahren reicht eigentlich irgendein nicht-aktuelles OS, in diesem Falle OpenBSD 3.4. Stilecht wäre W95, aber das tue ich mir nicht an.

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      Von Oiler der Borg am Mo, 15. Juli 2019 um 15:24 #

      besteht ja durchaus die Möglichkeit den greisen P4 durch einen gebrauchten Sandy- oder Ivy-Rechner zu substituieren, die können dann 64Bit und waren auch breits da!

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        Von klopskind am Mo, 15. Juli 2019 um 21:45 #

        Das ist vermutlich die sinnvollste Lösung bzgl. des Umweltschutzes: Die modernste gebrauchte Hardware nutzen, die aktuell angeboten wird.

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    Von Andre am Mo, 15. Juli 2019 um 15:33 #

    >> Notfalls kann man ältere linux distros Versionen installieren.
    Welche werden denn die nächsten 5-10Jahre weiter supported?

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    Von MancusNemo am Mo, 15. Juli 2019 um 15:52 #

    Genau so siehts aus. Da muss ich dann mein Netbook mit dem ich momentan prima Surven Mailen und Filme gucken kann entsorgen (Samsung N130 glaub) und das ohne Not. Aber gut. Muss ich dann nach was neuem suche, aber die Software abklemmen das ist total daneben. Man hat sich ja schon bei Canonicle beschwert zwecks Steam ... auch Firmen haben Haufenweise 32 Bit Software am start, was sollen die erst sagen... da wird dann richtig die Post abgehen. Selbst Windows wagt ja bisher nicht den Schritt endlich 32 Bit Hardware abzuklemmen. Ganz zu schweigen von der Software ...

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    Von tom21 am Di, 16. Juli 2019 um 09:18 #

    Genau, am besten Debian oder so verwenden. Ich sehe nicht, warum eine Distribution wie Fedora alte Hardware unterstützen sollte. Die schauen ja immer sehr weit voraus.

    Deshalb gibt es ja hunderte verschiedene Distributionen.

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Von Atalanttore am Mo, 15. Juli 2019 um 16:12 #

kein Text

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Von Mega am Mo, 15. Juli 2019 um 22:33 #

Mageia distro unterstützt noch 32 bit und Kernel. Wie gut ist noch mageia im vergleich zu ubuntu ?

mehr BSD
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Von Henry am Di, 16. Juli 2019 um 10:13 #

Einerseits verständlich. 32-bit Systeme sind immer seltener anzutreffen. Andererseit wird die Auswahl für Besitzer solcher Systeme immer enger.

Aber: NetBSD und vermutlich auch OpenBSD werden solche Systeme noch sehr lange unterstützen

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