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Thema: Fedora 31 stellt i686-Kernel ein

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von throgh am Mo, 15. Juli 2019 um 17:27 #

Tja, weil derweil so Manche hier auf pro-linux der Meinung sind die absolute Mehrheit darstellen zu können und somit weiterhin das obligate Argument nach "Fortschritt" damit ebenso anklingen lassen wollen. Insofern entscheiden diese Teilnehmer*Innen einmal eben darüber, dass 32bit gefälligst nicht mehr benötigt wird. Das tatsächlich auch vor nicht allzu langer Zeit angeführt worden ist gerade GNU/Linux auch für ältere, betagte Hardware problemlos nutzen zu können und so diese auch weiter problemlos lauffähig zu halten? Komplett entschwunden. Wichtig ist nur nach vorne zu schauen und dann muss die besagte, alte Hardware auch einmal schnell wie einfach entsorgt werden.

Oh, die neue Hardware ist noch weitestgehend unfreier? Das dazu passende System nur bedingt lauffähig ohne proprietäre Firmware-Blobs? Ach was solls.

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    Von Tamaskan am Mo, 15. Juli 2019 um 17:35 #

    Niemand "entscheidet" hier irgendwas. Das ist keine Verschwörung von dubiosen Mächten, die den 32-Bit-Support beerdigen wollen. Dazu hätte auch niemand die Macht, denn wir reden von Open Source Software, jeder könnte z.B eine Fedora-Variante anbieten, die unter einem reinem 32-Bit-Prozessor läuft.

    Es müsste halt jemand machen. Die Leute, die das bisher gemacht haben, wollen nicht mehr. Das ist ihr gutes Recht, es sei denn, du hast einen Support-Vertrag mit denen und bezahlst explizit dafür, dass sie dir ein 32-Bit-Fedora bereitstellen.

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      Von throgh am Mo, 15. Juli 2019 um 17:46 #

      Schön, dass du mir etwas in den Mund legen willst was ich nicht geschrieben habe: Ich habe mitnichten von "dubiosen Mächten" geschrieben sondern klar die Argumentation hier im Kommentarverlauf kritisiert, welche ausschließlich auf die größten Distributionen eingeht. Und derweil gibt es noch mehr als genug andere, kleine Projekte. Mich stört einzig und allein aber diese umfassende Betrachtung, als wären Fedora oder Ubuntu irgendwie auf einmal die komplette Bandbreite und alle Anderen müssten sich danach richten.

      Dabei ist nebenbei gemerkt ein wirklich wichtiger Punkt eben, dass GNU/Linux in so mancher Variation weiterhin auch betagte Hardware weiterhin mit Software versorgen und damit auch lauffähig halten kann. Letztlich ist es mir einerlei, was Fedora respektive Red Hat machen. Das Problem ist und bleibt aber die wirklich bunte Vielfalt von Distributionen einzig auf Namen zu reduzieren. Denn genau dann darf man sich andernorts auch anhören, dass "Ubuntu ja Linux darstellt". Und das ist kein Scherz meinerseits, sondern tatsächlich in der Form artikuliert worden.

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        Von linux-nutzer am Mo, 15. Juli 2019 um 18:08 #

        Denn genau dann darf man sich andernorts auch anhören, dass "Ubuntu ja Linux darstellt".

        ACK, v.a. wenn man viel mit Leuten zu tun hat, die auf Linux umsteigen wollen und komplette Linux-Neulinge sind. Eine neuere Variation in letzter Zeit ist Linux == Linux Mint.

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        Von Tamaskan am Di, 16. Juli 2019 um 09:26 #

        Es hat auch niemand geschrieben, dass sich alle anderen Distributionen an Fedora oder an Ubuntu orientieren sollten, auch nicht der Kommentar, auf den du geantwortet hast. Daher meine Irritation. Ich verstehe daher auch gar nicht, was du eigentlich kritisierst.

        Wie ich schon schrieb, wird niemand daran gehindert, ein 32-Bit-Linux anzubieten. Die meisten größeren Distributionen, mit Ausnahme von Debian, tun dies inzwischen gar nicht mehr oder deklarieren die x86_32 Builds als unofficial/unsupported. Das ist nicht deshalb so, weil eine Mehrheit einer Minderheit etwas aufgezwungen hat, sondern weil zu wenige Entwickler noch Lust haben, 32-Bit zu unterstützen.

        Kleinere Distributionen sind oftmals Derivate und benutzen die Infrastruktur ihrer Mutterdistribution. Linux Mint bspw. baut die meisten Pakete nicht selbst, sondern übernimmt sie direkt von Ubuntu (es ist sogar archive.ubuntu.com als Repository eingetragen). Wenn also Ubuntu kein 32-Bit mehr anbietet, muss Linux Mint das entweder auch tun oder den Bau der Pakete selbst übernehmen. Aber auch kleine Distributionen mit komplett eigener Infrastruktur und Paketverwaltung, wie z.B Solus, haben oft nur noch 64-Bit.

        Dass Ubuntu mit Linux an sich verwechselt wird, habe ich auch schon beobachtet. Einer verwechselte sogar mal GNOME mit Ubuntu, weil der die Desktop-Umgebung halt von Ubuntu kannte. Finde ich jetzt nicht schlimm, dass jemand nicht von Anfang an alles richtig verstanden hat. Und klar, dass bekannte Distributionen oder Projekte häufiger erwähnt werden als unbekannte, das liegt in der Natur der Sache.

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