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Thema: SQL Server 2017: Microsoft empfiehlt Linux

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Von UChef am So, 21. Juli 2019 um 13:22 #

... aber für kleinere Applikationen ist es ein Graus!

Alleine dass das Standard-Backup Format *kein* SQL ist, sondern ein binäres BLOB custom .BAK Format ist Grütze! Zum einen erschwert es das Konvertieren von Daten (ok MS will es einem vermutlich auch nicht einfach machen), zum anderen gibt es damit keinen einfachen Weg, Daten von einer Höheren Version des SQL Servers in eine niedrigere zu schieben. Das wäre mit plain SQL natürlich viel einfacher möglich.

Man kann natürlich auch SQL erzeugen lassen - über das mitgelieferte Studio habe ich aber noch keine Möglichkeit gefunden, die komplett für eine DB inkl. Struktur und Daten zu realisieren. Iirc muss man alles manuell auswählen...

Das mitgelieferte Studio versagt als Shell auf ganzer Linie! Man erkennt schlecht, mit welcher DB ein Reiter verbunden ist, Autovervollständigung hakt an allen Ecken und Enden und automatisches Formatieren sucht man vergebens.

Ok, ich fairerweise muss ich sagen, dass ich mich auf die 2014er Version beziehe.

Der Versuch der grafischen Aufarbeitung des Query-Plans mag man mögen - genau da wo Abfragen so komplex sind, dass man diese Auswertung benutzen möchte, reicht dann der Bildschirm nicht aus - da müsste man dann scrollen oder eine gescheite Druckfunktion haben. Genau das fehlt dann wieder... da finde ich die eher tabellarische Ausgabe von Oracle besser.

Ich habe nie verstanden, wieso mein derzeitiger Arbeitgeber ausrechnet den SQL Server als Backend für ihre Software ausgesucht hat - die meisten Kunden sind kleine Klitschen, die sich keine Vollversion leisten mögen. Ergo muss man sich mit der kostenlosen Version zufrieden geben, was wiederum ein Graus ist wegen des 10 GB Limits... andere Kunden haben teuer Geld ausgegeben und scheuen dann aber den Wechsel auf das nächste Major Release - also muss man Jahre lang mit einer alten Version arbeiten.

Auch wenn ich MySQL nicht besonders toll finde, wäre das auf jeden Fall die bessere Wahl gewesen. Postgres hätte ich genommen, wenn ich damals schon dabei gewesen wäre und die Entscheidung beeinflussen hätte können.

Ich vermute die Professional Edition kann dann noch viel mehr; insbesondere in Sachen Überwachung usw. Das ist dann sicherlich toll für wirklich große Anwendungen, evtl. auch verteilte.

Wobei das "jede Tabelle basiert per default auf einem Clustered Index" für Verteilung natürlich extrem be******* ist... ich vermute leider, dass sowohl DBAs als auch viele Entwickler kein Verständnis dafür haben und sich dann wundern, wieso es alles so lahm ist und lange dauert.

Die Installation an sich empfinde ich auch als Graus - über 1GB!?! OMG... wenn ich nur den Server habe will, wieso muss ich da so viel Geraffel mit bringen? Zudem bläht die Integration den eigenen Installer massiv auf.

Den Vogel schießt MS dann aber mit folgenden beiden Aspekten ab:
- Man "darf" den SQL Server nicht auf einem Server OS von MS installieren, wenn der Rechner als Domänen Controller agiert - WTF!?!
- Wenn die Sprache des OS nicht der Sprache des Installationspakets des SQL Server entspricht, wird ebenfalls die Installation verweigert.
Was bitte schön sind denn das für schwachsinnige Einschränkungen?

Wie gesagt, alles Erfahrungen die auf dem SQL Server 2008 und 2014 basieren und auf Windows als OS. Vielleicht ist das inzwischen besser geworden?

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