Login
Newsletter
Werbung

Fr, 19. Juli 2019, 11:01

Software::Entwicklung

Linux Foundation präsentiert EasyCLA

Die Linux Foundation hat eine Betaversion von EasyCLA vorgestellt. EasyCLA verwaltet Lizenzvereinbarungen mit Beitragenden und ist aus dem bei der Linux Foundation eingesetzten License Agreement Tool entstanden.

Rollen und Abläufe in EasyCLA

Linux Foundation

Rollen und Abläufe in EasyCLA

EasyCLA hilft den Verantwortlichen von Open-Source-Projekten, ihre Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten, wenn sie Lizenzvereinbarungen mit Beitragenden verwalten wollen. Solche Lizenzvereinbarungen (Contributor License Agreements, CLAs) können den Projekten rechtliche Sicherheit geben, dass der Beitragende die nötigen Rechte am betreffenden Code besitzt, sei es, dass er ihn selbst geschrieben hat oder dazu ermächtigt ist, den Code beizutragen. Sie dienen ferner zur Bestätigung, dass der Beitragende sich mit den Regelungen des Projekts einverstanden erklärt.

Man unterscheidet zwischen CLAs für individuelle Personen und CLAs für Unternehmen, wie die Dokumentation von EasyCLA erklärt. Für individuelle Beitragende ist das Unterzeichnen der CLA ein simples Verfahren. Meist wird es verlangt, bevor ein Beitragender Rechte zum Einchecken in ein Repositorium erhält oder bevor ein Beitrag akzeptiert werden kann. Bei kleinen Beiträgen verzichten viele Projekte allerdings auf eine CLA. Komplizierter ist eine CLA für Unternehmen. Diese wird von einem Vertreter des Unternehmens unterzeichnet, zusätzlich kann es nötig sein, dass jeder beteiligte Mitarbeiter eine CLA unterzeichnet.

Das CommunityBridge-Projekt der Linux Foundation hatte EasyCLA unter dem Namen »License Agreement Tool« entwickelt. Die Umbenennung des Werkzeugs erfolgte vor wenigen Tagen. EasyCLA soll viele der nötigen Abläufe automatisieren und Unternehmen, die an an Open-Source-Projekten teilnehmen, können sehen, welche ihrer Entwickler Beiträge unter der Unternehmens-CLA leisten dürfen. EasyCLA beruht auf der Erfahrung der Linux Foundation mit der Verwaltung von bereits mehr als 10.000 unterzeichneten CLAs.

EasyCLA steht nun auf GitHub unter der MIT-Lizenz bereit. Es handelt sich zur Zeit noch um eine Betaversion und nach Angaben der Linux Foundation enthält der Code noch mehrere Abhängigkeiten, die es schwierig machen dürften, den Code selbst zum Laufen zu bringen. Dabei handelt es sich um Anbindungen an proprietäre Software wie Auth0, Salesforce, Docusign und Docraptor. Damit EasyCLA universell einsetzbar wird, müssten Anbindungen an freie Alternativen geschaffen werden. Das EasyCLA-Projekt nimmt entsprechende Beiträge gern entgegen.

Werbung
Kommentare (Insgesamt: 0 || Kommentieren )
Pro-Linux
Traut euch!
Neue Nachrichten
Werbung