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Mo, 22. Juli 2019, 12:39

Software::Cloud

Dropbox für Linux manövriert hin und her

Der Synchronisationsdienst Dropbox fügt Unterstützung für ZFS, eCryptFS, XFS, und Btrfs in die neueste Betaversion 77.3.127 seines Desktop-Clients ein.

Dropbox

Dropbox, der seit 2007 bestehende Online-Dienst zum Synchronisieren von Daten auf mehreren Rechnern, hat in der jüngsten Vergangenheit eine Menge an Linux-Anwendern vergrätzt. Im August 2018 wurden die Anwender per Dropbox-Forum informiert, dass ab November 2018 die Synchronisation von Dropbox auf Linux-Maschinen nur noch mit dem Dateisystem Ext4 funktionieren werde. Das galt aber auch nur für unverschlüsselte Systeme. Die etwas fadenscheinige Begründung war damals, Dropbox benötige ein Dateisystem, das Extended File Attributes (XATTR) unterstütze. Fadenscheinig deshalb, weil quasi alle Dateisysteme unter Linux XATTRs unterstützen, sofern diese in der Kernel-Konfiguration aktiviert sind.

Verfolgt man die Beta-Builds im Forum des Dienstes, so findet man den vor einer Woche dort eingestellten Client mit der Bezeichnung Beta Build 77.3.127, der unter anderem die Unterstützung von ZFS, eCryptFS, XFS und Btrfs ankündigt. Die Unterstützung für eCryptFS wird vor allem Dropbox-Kunden unter Ubuntu freuen, denn Ubuntu verschlüsselt auf Wunsch des Anwenders das Home-Verzeichnis damit. Ob sich mit dieser Maßnahme abgesprungene Anwender zurückgewinnen lassen muss sich zeigen. Warum man zunächst fast alle Dateisysteme blockiert, um dann wieder einige freizugeben, bleibt ein Rätsel. Dropbox hatte zudem kürzlich Anwender, die Dropbox kostenlos verwenden, düpiert, indem die Zahl der synchronisierenden Geräte auf drei limitiert wurde.

Diese Maßnahme scheint Teil des gerade stattfindenden Umbaus bei Dropbox zu sein, der dem Dienst angesichts der starken Konkurrenz mehr zahlende Kunden bescheren soll. So wird demnächst der bisher tumbe Client zu einer App aufgewertet, die unter anderem das gemeinsame Arbeiten an Dokumenten, die Kommunikation per Snap sowie Videokonferenzen unter einer Oberfläche erlauben soll. Einige verdutzte Anwender hatten versehentlich bereits einen Vorgeschmack der neuen App erhalten, als diese bei ihnen automatisch installiert, später von Dropbox wieder entfernt wurde.

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