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Do, 1. August 2019, 10:23

Software::Mobilgeräte

UBports Statusbericht zu Ubuntu Touch OTA-10

Die Entwickler von UBports haben einen weiteren Statusbericht veröffentlicht. Die Arbeit an Ubuntu Touch OTA-10 geht weiter, während die Portierung auf neue Geräte vorangetrieben wird.

UBports

In der jetzt veröffentlichten Ubuntu Touch Q&A 55 geht es neben der Arbeit an der nächsten Ubuntu-Touch-Version auch um den Wechsel weg von Ubuntu 16.04 LTS als Plattform und die Portierung auf neue Geräte wie die noch nicht veröffentlichten Linux-Smartphones PinePhone und Librem 5. Bei letzterem hatte es Probleme mit dem Versand der Devkits gegeben, diese sind jedoch mittlerweile eingetroffen. Die Arbeit an den Devkits von Pine64 behält vorerst Priorität, da bereits weiter fortgeschritten. In vielen Punkten werden beide Entwicklungsstränge aber auch voneinander profitieren.

Das PinePhone stellt die Entwickler vor einige Herausforderungen, da es ein für UBports neues Chipset für die Grafik verwendet. Es benötigt eine Version von GNUutils, die im aktuell verwendeten Kernel nicht verfügbar ist. Der Kernel mit dem freien Lima-Treiber ist jedoch immer noch fehlerhaft. Möglicherweise ist die einzige Lösung, vorerst den proprietären Mali-Treiber zu verwenden, um mit dem PinePhone voranzukommen.

Für OTA-10 arbeitet die UBports-Gemeinschaft an verbesserter GPS-Leistung. Das Entfernen der Assistenzfunktionen soll ein wesentlich besseres GPS in der Praxis ermöglichen. Es wird weniger anspruchsvoll, aber dadurch zuverlässiger sein. In diesem Zusammenhang wurde auch eine ausführliche Dokumentation zu den Ortungsdiensten verfasst. Sie soll in ihrer Ausführlichkeit als Beispiel für die Umsetzung der Dokumentation für alle Core-Apps dienen.

Probleme verursachen derzeit einige Anwendungen, die mit dem Display-Server-Protokoll Mir nicht richtig funktionieren. Der von UBports gewählte Lösungsansatz ist, diese Apps vorerst zu entfernen, wie dies laut den Entwicklern auch bei iOS und Android in ähnlichen Situationen gehandhabt wird.

Eine weitere Problemzone stellt der Umstieg von der derzeitigen Basis Ubuntu 16.04 LTS auf eine neue Plattform dar. Eine Änderung der Basis bringt in jedem Fall auch den Umstieg von Upstart auf Systemd mit, womit ältere noch unterstützte Geräte Probleme haben. Erwogen wird derzeit ein Umstieg im nächsten Jahr auf Ubuntu 20.04 LTS. Dabei sind die gleichen Probleme zu lösen wie beim Umstieg auf 18.04, jedoch ist der Unterstützungszeitraum zwei Jahre länger.

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