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Mi, 7. August 2019, 10:47

Software::Distributionen::Red Hat

Red Hat gibt Red Hat Enterprise Linux 7.7 frei

Red Hat hat Enterprise Linux 7.7 freigegeben. Es ist die letzte Ausgabe von RHEL 7, die neue Funktionalität ausliefert.

Red Hat

Im Frühjahr 2014 erschien Red Hat Enterprise Linux 7 (RHEL 7). Jetzt, fünf Jahre später, gibt das mittlerweile zu IBM gehörende Unternehmen mit RHEL 7.7 nach zwei Monaten als Beta die letzte Version innerhalb des 10-jährigen Unterstützungszyklus frei, die neue Funktionen mitbringt. Damit verlässt RHEL 7 die »Full Support Phase«, folgende Veröffentlichungen dienen im Rahmen der »Maintenance Phase I« der Erhaltung der Stabilität und Zuverlässigkeit der Infrastruktur von RHEL 7.

RHEL 7.7 bietet Unternehmen, die noch nicht bereit sind, auf RHEL 8 umzusteigen, neben verbesserter Unterstützung aktueller Hardware auch einige neue Funktionen. So bietet es Unterstützung für Live-Patching des Kernels, das Kernel-Updates zur Behebung kritischer Schwachstellen ermöglicht, ohne zwingend einen Neustart vorzunehmen. Red Hat liefert zudem Patches gegen Intels Sicherheitslücke MDS (Microarchitectural Data Sampling), auch als ZombieLoad bekannt. Bei Verwendung dieser Patches muss allerdings bei bestimmten Aufgaben mit Leistungseinbußen gerechnet werden.

Zur Verbesserung der Netzwerkleistung auf Cloud-Plattformen wie Red Hat OpenStack und Containerplattformen wie Red Hat OpenShift kann das »Virtual Switching« nun auf die Hardware der Netzwerkschnittstellenkarte ausgelagert werden. Einige neue Funktionen, die mit RHEL 8 eingeführt wurden, sind für RHEL 7.7 rückportiert worden. So etwa der Red Hat Image Builder, der den Bau angepasster Abbilder für Cloud- und Virtualisierungsplattformen wie Amazon Web Services (AWS), VMware vSphere und OpenStack vereinfacht. Neu seit RHEL 8 ist auch das Problemanalysewerkzeug Red Hat Insights, das dabei helfen soll, potenzielle Sicherheits- und Konfigurationsprobleme zu erkennen, zu analysieren und zu beheben, bevor sie Ausfallzeiten oder andere Probleme verursachen.

Für Entwickler bietet RHEL 7.7 unter anderem Python 3.6. Bisher stand Python 3 nur über die Red Hat Software Collections zur Verfügung, die die Umsetzung von Fedora Modularity für Red Hat sind. Für Cloud-Entwickler ist Red Hats Container-Toolkit mit Buildah, Podman, und Skopeo am Start. RHEL 7.7 ist ab sofort für aktuelle RHEL-Abonnenten über das Red Hat-Kundenportal verfügbar.

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