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Thema: LibreOffice 6.3 mit zahlreichen Neuerungen

94 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von HinUndWieder am Fr, 9. August 2019 um 12:22 #

Es gab mal eine Zeit (früher ... ) in der ich jede neue Release von LO mit Begeisterung getestet habe.
Ich habe diverse Projekte aktiv unterstützt, die als Ziel hatten, mit LO eine Ablösung von MSO herbeizuführen.

Ich will mal den 'Faktor Mensch' beiseite lassen - das nachhaltige Hauptproblem waren die unendlich vielen Fehler.

Inzwischen benutze ich LibreOffice nur noch privat und verweigere mit dem Marktführer aus prinzipiellen Gründen.
Es fällt aber schwer.

Während Writer und Calc noch halbwegs funktionieren ist aus Impress eine einzige Müllhalde geworden.
Unter Staroffice 5.2 ließen sich noch alle implementierten Funktionen (mal mit Kniff) nutzen. Zwischenzeitig - seit OO 1.irgendwas - funktionieren einige Dinge nicht mehr und alle Bugreports dazu werden beständig ignoriert.
Seit einiger Zeit funktionieren auch die Workarounds nicht mehr. Einfach nur Schrott.

Früher konnten Animationen noch flüssig abgespielt werden und sogar in den Hintergrund gestellt werden und die Präsentation lief trotzdem flüssig weiter (auf 286ern !!) - heute sind die Dinger auf modernen Rechner schneckig langsam und die Kisten neigen zum Einschlafen.
Ein Trauerspiel. Verlinkt man Objekte auf Folien funktionieren die Sprünge zu den Zielfolien nicht mehr.

Fremden mag ich LO auch für einfachste Arbeiten nicht mehr empfehlen. Gestern führte mich noch ein Nachbar den neuesten Gag vor: Im Insert-Modus konnte er reproduzierbar keine Textbereiche mehr markieren - weder mit Maus noch mit Tastatur.
Hatte ich auch schon mal .. irgendwie tut es jetzt wieder.

Ich kann jede Institution - egal ob Behörde/Unternehme/Verein verstehen, dass sich den Dauerstress mit unzähligen Bugs, Funktionsmängeln (ja .. nach irgendeinem Update rechnete Calc alte Tabellen plötzlich völlig anders ..), Abstürzen nicht antun wollen und die Beschäftigen den Zwang zur LO-Nutzung als Mobbing begreifen.

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    Von Anonymous am Fr, 9. August 2019 um 12:54 #

    Nach 20 Jahren Linux habe ich den Verdacht, dass - aus Nutzersicht - die Projekte am besten laufen, bei denen ein "benovelent dictator" (wie z.B. Linus beim Kernel) auch mal sagt "der Mist kommt mir da nicht rein" ;)

    Aber für den Privateinsatz finde ich LO trotzdem gut genug. Dass sich IT-Verantwortliche schwer tun, sich für ihre Firma/Institution auf so ein "moving target" einzulassen, kann ich aber auch nachvollziehen.

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      Von pointer am Sa, 10. August 2019 um 11:54 #

      > Nach 20 Jahren Linux habe ich den Verdacht, dass - aus Nutzersicht - die Projekte am besten laufen, bei denen ein "benovelent dictator" (wie z.B. Linus beim Kernel) auch mal sagt "der Mist kommt mir da nicht rein" ;)


      Eine solch harsche Ansage ist im Zeitalter der CoCs kaum noch vorstellbar und hätte sicher ernste Konsequenzen. ;)

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    Von kamome umidori am So, 11. August 2019 um 00:38 #

    > Ich kann jede Institution […] verstehen

    Würden die aber alle die Lizenzgebühren, die sie so (typischerweise an Microsoft) bezahlen in die Korrektur und Weiterentwicklung von LibreOffice stecken …

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      Von pointer am So, 11. August 2019 um 08:54 #

      > Würden die aber alle die Lizenzgebühren, die sie so (typischerweise an Microsoft) bezahlen in die Korrektur und Weiterentwicklung von LibreOffice stecken …

      Und wo bliebe dann der ökonomische Vorteil?

      Außerdem bezweifle ich, dass mehr Geld immer und automatisch zu besseren Ergebnissen führt.

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        Von kamome umidori am So, 11. August 2019 um 14:08 #

        Der ökonomische Vorteil ist mir ziemlich egal, aber der Vorteil ist, dass man ja nichts zahlen _muss_ (arme Leute, die kein Budget haben).
        Wenn Du ein Problem mit Libreoffice hast und einen Entwickler dafür bezahlst, das Problem zu lösen, stehen Deine Chancen ziemlich gut, dass das Ergebnis für Dich positiv ist.

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          Von pointer am So, 11. August 2019 um 17:39 #

          > Der ökonomische Vorteil ist mir ziemlich egal, aber der Vorteil ist, dass man ja nichts zahlen _muss_ (arme Leute, die kein Budget haben).

          Es war doch die Rede von "Institutionen" und nicht von "armen Leuten". Und warum sollten Institutionen/Unternehmungen denn zu LibreOffice wechseln, wenn sie das Geld statt in Linzenzen in die Entwicklung von LibreOffice-Entwicklung stecken müssten? Das wäre nicht mal ein Nullsummenspiel, denn schon die Umstellung an sich kostet Geld (Zeit/Nerven/Schulungen/Probleme).

          > Wenn Du ein Problem mit Libreoffice hast und einen Entwickler dafür bezahlst, das Problem zu lösen, stehen Deine Chancen ziemlich gut, dass das Ergebnis für Dich positiv ist.

          Warum sollte eine Unternehmung Geld für die Lösung eines Problems zahlen, das sie mit einem anderen Produkt gar nicht hat?

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            Von Andy_m4 am So, 11. August 2019 um 17:51 #

            Ich steig mal in die Diskussion ein.

            Und warum sollten Institutionen/Unternehmungen denn zu LibreOffice wechseln, wenn sie das Geld statt in Linzenzen in die Entwicklung von LibreOffice-Entwicklung stecken müssten? Das wäre nicht mal ein Nullsummenspiel, denn schon die Umstellung an sich kostet Geld (Zeit/Nerven/Schulungen/Probleme).

            Ganz einfach. Weil sie wenn sie Geld in LibreOffice stecken dafür einen konkreten Gegenwert bekommen können.
            Frag mal bei Microsoft nach, ob sie irgendein Feature einbauen können oder ein Bug fixen der schon seit längerem offen ist.

            Außerdem ist die Investition nachhaltig. Microsoft kann einfach seine Lizenzbedinungen ändern oder beschließen, das es ab heute nur noch den Cloud-Kram gibt.
            Dein LibreOffice kann Dir niemand nehmen. Selbst wenn die Entwickler damit in eine Richtung gehen würden die Dir nicht gefällt, kannst Du es forken und notfalls selbst Produktpflege betreiben.

            Das wäre nicht mal ein Nullsummenspiel, denn schon die Umstellung an sich kostet Geld (Zeit/Nerven/Schulungen/Probleme).
            Während es der Office-Versionswechsel natürlich immer reibungslos funktioniert.
            Ich habe jetzt noch an das Geheule im Ohr, als damals die Ribbons eingeführt wurden.
            Aber klar. Kostet alles keine Zeit und Nerven. Und keine Schulungen. :-)

            Also wenn man schon vergleicht, dann bitte richtig.

            Warum sollte eine Unternehmung Geld für die Lösung eines Problems zahlen, das sie mit einem anderen Produkt gar nicht hat?
            Das ist halt die Frage. Gerüchterweise hat ja sogar das Office von Microsoft Bugs.

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              Von pointer am So, 11. August 2019 um 18:13 #

              Du hast nicht kapiert, um was es hier geht.

              Ich habe auf die Idee geantwortet, dass "Institutionen" das Geld statt in Lizenzen lieber in die Entwicklung von LibreOffice stecken sollten.

              Das aber würde für die "Institutionen" bedeuten, auf einen relevanten und konkreten Vorteil zu verzichten. Ein wesentlicher Anreiz für einen Wechsel wäre weg.

              Und im Moment ist es doch wohl so, dass selbst *mit* diesem ökonomischen Vorteil nicht gerade eine Massenmigration zu LibreOffice stattfindet. Oder täusche ich mich da?

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                Von kamome umidori am So, 11. August 2019 um 22:00 #

                Würdest Du etwas weiter denken und nicht darauf bestehen, falsch verstanden zu werden oder einer falschen Aussage gegenüber zu stehen, fiele Dir auf, dass „arme Leute“ auch unter Institutionen existieren, es aber, wenn die „reichen Institutionen“ Freie Software weiterentwickeln, auch über die Institutionen hinaus noch Vorteile hat.
                Abgesehen davon geht es bei Migrationen von proprietärer zu Freier Software vermutlich gar nicht so oft um die Finanzen (sonst wäre das oft unsinnig, wie von Dir beschrieben).
                Die ganzen anderen Vorteile muss Dir vermutlich niemand wirklich aufzählen.
                Schönen Abend noch.

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Von Josef Hahn am Fr, 9. August 2019 um 17:37 #

Jep, dein Rating Bot funktioniert! ;)

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Von Der Egon am Sa, 10. August 2019 um 11:08 #

Wollte eben unter 6.3 ein Dokument per E-Mail versenden.
Das ging leider nicht.

Unter Extras->Optionen->Internet ist kein Punkt mehr für die E-Mail-Standard-App vorhanden.

Aktuell tritt das Problem bei Mac und Win auf.
Habt ihr eine Idee wie das zu fixen ist?
Es ging noch vor dem Update.

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Von pointer am Mo, 12. August 2019 um 10:18 #

Mir ist schon mehrfach aufgefallen, dass Kommentare oder ganze Threads mit dem Hinweis "unterhalb des aktuellen Thresholds" ausgeblendet sind und nur explizit aufgerufen werden können.

Das betrifft auch Kommentare wie

"Seit LO das Ruder übernommen hat drängt sich das Gefühl auf das die Produkt-Qualität nochmal abgenommen hat..."

Ob das nun zutrifft oder nicht, sei dahingestellt. Es gibt aber m. E. keinen Grund, eine solche Aussage auszublenden.

Das Ausblenden ist vergleichbar mit geschwärzten Textpassagen, die nur auf Anfrage lesbar werden. Dadurch wird imo eine Vorauswahl getroffen und die Möglichkeit behindert, eine eigene Einschätzung vorzunehmen. Das heißt: wir bewegen uns hier am Rande der Zensur.

Ich schlage daher vor, das Bewertungssystem so zu ändern, dass zwar eine Bewertung möglich und sichtbar bleibt, aber keine Ausblendung mehr erfolgt. Die Alternative dazu wäre für mich nur, das System ganz abzuschaffen.

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Von Andy2019 am Di, 13. August 2019 um 11:35 #

Wie installiere ich das denn auf einem Ubuntu? Ich meine, von dem Installieren von Paketen wird ja immer abgeraten. Gleichzeitig gibt es kein Debian derivat Repository von Libreoffice sondern nur Debian Pakete, die man aber nicht installieren soll.

Wie kriege ich eine 6.3 installiert?

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Von kubuntuuser am Do, 15. August 2019 um 20:27 #

Ich kann das Geschimpfe nicht mehr hören, respektive lesen. Da ich nicht weiß ob es im jeweiligen Fall an der verwendeten Hardware oder am eigenen Unvermögen liegt oder ob sich diejenigen einfach nur wichtig tun wollen, will ich das nicht weiter kommentieren! Allerdings werde ich gerne meine Erfahrungen denen mitteilen, die es interessiert.

Meine Anwendung:

Kubuntu, aktuell 19.04 auf einem Lenovo Thinkpad T530, zuvor auf einem T510 und auf einem T500. Meine Lebensgefährtin nutzt auf ihrem neuen Ideapad 330s unter Kubuntu 19.04. Meine Ex (Entwicklerin in der Medizintechnik) nutzte privat auch Kubuntu und LibreOffice auf ihrem Acer Aspire Notebook und ich kann mich nicht erinnern, dass dahingehend je gemotzt wurde. Im Gegenteil, sie wunderte sich sogar oft, weshalb die Firma in der sie arbeitet Geld für MS-Office ausgibt.

Meine Erfahrungen:

Bei meiner Arbeit in einem Industriebetrieb für den ich heute das Projektmanagement DACH leite, und ab und zu auch Kundenschulungen durchführe, ist LO täglicher Begleiter. Die Kolleginnen und Kollegen und die meisten Kunden arbeiten fast ausschließlich mit Windows und verschiedenen MS-Office-Versionen. In der Firmen-Cloud arbeitet seit kurzem ein Collabora-Office, also die Online-Version von LO. Und viele Kolleginnen und Kollegen erfahren derzeit verdutzt, dass man Texte oder Tabellen auch ohne MS-Office zu starten öffnen und bearbeiten kann. Und diese auch noch gleichzeitig im Team bearbeiten kann. Kein Witz!

Aus meiner Sicht kann ich nur jeden bestärken, der es mit LibreOffice und Open Source Software generell versuchen möchte. Ich nutze LO wirklich seit vielen Jahren. Einst habe ich mal privat begonnen mit StarOffice 5.1a unter Windows. StarOffice 5.2 läuft hier heute manchmal noch unter WINE für ganz alte Sachen. Ich habe die ganze Geschichte miterlebt. Beginnend bei StarOffice (nur Windows) über OpenOffice und schließlich LibreOffice (beide unter Linux und zwischendurch auch mal unter Windows). In der Vergangenheit gab es sicher das eine oder andere Kompatibilitätsproblem beim Austausch von MS-Office-Dokumenten. Die Stabilität von LO war eigentlich immer gut. Und ja, es gab früher auch mal Abstürze. Aber erstens gab es dabei äußerst selten mal einen Datenverlust und zweitens läuft es heutzutage wirklich sehr, sehr stabil.

Mit LO habe ich inzwischen auch so gut wie keine Probleme mehr beim Austausch von Dokumenten mit Kollegen oder Kunden. Die Geschäftskorrespondenz läuft über den Writer. Auswertungen bekomme ich in Form von Excel-Tabellen welche von Calc klaglos verarbeitet werden. Alles kein Problem. Bis auf XLS-Dateien. Nachdem Calc diese in die Finger bekommen hat, stellt MS-Office als Datum formatierte Felder als Integer-Zahlen dar, anstatt als Datum. Im Formal xlsx ist alles ok. Schwierig wird es naturgemäß wenn in Excel-Tabellen Makros beinhaltet sind. Aber das kommt zum Glück selten vor. Impress nutze ich für eigene als auch für MS-Powerpoint-Präsentationen von und für Kollegen bzw. auch Kunden. Da darf nichts schief gehen. Und ich bin wirklich kein Masochist.

Mein Fazit:

Von LO 6.3, bezogen über die LibreOffice-Backports bei Launchpad, bin ich nach ersten Tests wirklich begeistert. Das Öffnen von Dokumenten war bisher tatsächlich oft etwas zäh. Aber mit der 6.3 gab es wirklich einen Boost.

Falls also mal jemand bei der Suche nach Informationen über LibreOffice und die Version 6.3 im Speziellen auf dieser Seite landet und sich die diversen Kommentare ansieht, so sei ihm aus meiner persönlichen Erfahrung heraus gesagt: Das ist alles nur Panikmache. Ich kann die Kritik überhaupt nicht nachvollziehen. Lasst euch um Himmels Willen nicht verrückt machen. LO läuft und ich bin sehr dankbar für dieses tolle Stück Software.

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