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Thema: Ubuntu will ZFS ganzheitlich unterstützen

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Andy_m4 am Mo, 12. August 2019 um 14:26 #

Was an der GPL ist nicht frei?
Kommt halt immer darauf an, was man unter Freiheit versteht.

Ich verstehe unter Freiheit, das man mit dem Quellcode machen kann was man will. Und wenn jemand daher kommt und macht aus dem Code ein Closed-Source-Programm, dann mag man das von mir aus blöd finden aber wahre Freiheit bedeutet eben auch, das man das damit machen kann.

Die GPL erlaubt auch schon viele Freiheiten. ZUm Beispiel das ich den Code einsehen und modifizieren darf. Aber endet zum Beispiel da, wo ich die modifizierte Variante weiter geben will. Das muss dann auch wieder unter den Bedingungen der GPL geschehen. Ist aber für mich natürlich erst mal eine Einschränkung der Verwendungsmöglichkeit.

Ich als Nutzer des GPLed Projektes hab also nicht die volle Freiheit zu tun oder zu lassen was ich will.

Was die GPL sicherstellt ist die Offenheit des Codes. Ein abgeleitetes Werk muss halt bei Weitergabe auch immer offen sein oder genauer gesagt, unter den gleichen Bedingungen wie das ursprüngliche Werk weitergegeben werden.

Das wird auch manchmal auch als die "Freiheit des Codes" bezeichnet. Wobei ich diese Bezeichnung etwas unglücklich finde. Code kann schon deshalb nicht freiheitlich sein, weil Code ja keinen eigenen Willen hat in dem sich die Freiheit ausdrücken könnte.

Aber Freiheit klingt halt besser als wenn man einfach ehrlich sagen würde: Aus GPL-Code muss immer GPL-Code hervorgehen.
Ich finde, das Wort Freiheit wird hier so ein bisschen als Verschleierung des wirklichen Charakters benutzt.

Deshalb sollte man mit dem Wort Freiheit da doch etwas sorgfältiger umgehen. Gerade dann, wenn man wieder versucht ist das im Zusammenhang mit der GPL zu benutzen. :-)

  • 2
    Von Nö am Mo, 12. August 2019 um 16:02 #

    Ich bin zu 95% bei Dir.

    Kleine Anmerkung meinerseits: Die Freiheit der GPL ist eben auch die Erhaltung der Freiheit für die Nutzer der Software (siehe meine Ausführungen weiter oben in der Diskussion).
    Ich sehe die GPL bzw. Copyleft-Lizenzen daher als "soziale" Lizenzen.

    Und ja, die GPL schränkt die Freiheit der Entwickler ein, ALLES mit dem Code zu tun (insbesondere, die weiterentwickelte Variante wieder proprietär zu machen). Sie erzwingt ein "Wie ich Dir, so Du mir".
    Ich finde das gut und ich halte das sogar für einen wesentlichen Faktor des Erfolgs von Linux. Ohne DIESEN Zwang hätten wir schon längst hunderte von Linux abgeleitete proprietäre Varianten und Mainline wäre bei weitem nicht so gut entwickelt, wie es ist.

    • 1
      Von Ghul am Di, 13. August 2019 um 00:22 #

      Die Freiheit der GPL ist eben auch die Erhaltung der Freiheit für die Nutzer der Software (siehe meine Ausführungen weiter oben in der Diskussion).

      Das passiert in der Praxis nicht.

      Wenn eine Firma die Intention hat, ein proprietäres Produkt zu erstellen um mit den verkauften Lizenzen Geld zu verdienen, dann wird sie keinen GPL Code anrühren.
      D.h. das GPL Produkt, dass dir vorschwebt, weil die GPL den Nutzer dazu zwingt, das Produkt ebenfalls wieder unter die GPL zu stellen, fängt erst gar nicht zu existieren an.

      Jemand der die GPL nutzt, der war schon von Anfang an mit den Bedingungen der GPL einverstanden. D.h. es war ihm Recht, dass sein Code Open Source ist und ihn jeder beliebig nach den Bedingungen der GPL vervielfältigen kann.
      Also ein ganz anderes Ausgangsszenario.

      D.h. in der Praxis zwingt die GPL niemanden dazu, dass derjenige seinen Code auch unter der GPL stellt, weil derjenige dies nicht aus Zwang tut.
      Wäre es Zwang, dann hätte er GPL Code erst gar nicht benutzt.

      Insofern, nein, du bekommst durch diese Copyleft Klausel nicht mehr Software. Das zu glauben ist ein Trugschluss.

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      Von Andy_m4 am Di, 13. August 2019 um 00:29 #

      Ich finde das gut und ich halte das sogar für einen wesentlichen Faktor des Erfolgs von Linux.
      Mir fallen viele Gründe ein. Die GPL würde ich da eher weniger sehen. Den Open-Source-Aspekt schon. Das Copyleft nicht unbedingt.

      Ohne DIESEN Zwang hätten wir schon längst hunderte von Linux abgeleitete proprietäre Varianten und Mainline wäre bei weitem nicht so gut entwickelt, wie es ist.
      Schwer zu sagen. Es gibt ja auch viele Projekte die Open-Source sind aber nicht Copyleft und wo der von Dir beschriebene Effekt auch nicht auftritt.

      Der Grund ist Folgender. Natürlich könnte bei einer BSD, MIT-Lizenz oder ähnlich liberalen Lizenzen eine Firma einfach den Code nehmen und dann ihr eigenes Produkt draus machen ohne Code zurückzugeben.
      Nur das ursprüngliche Projekt entwickelt sich ja weiter. Die Firma die den Code für ihr proprietäres Produkt genommen hat ist nun in der Schwierigkeit diese Weiterentwicklungen immer wieder selbst mit einbauen zu müssen, wenn sie davon profitieren wollen.
      Geben sie stattdessen den Code ans ursprüngliche Projekt zurück, dann fällt diese Arbeit weg weils dann automatisch die Projekteigner mit machen.

      Und das die GPL vor Forks nicht schützt sieht man ja z.B. an MySQL. Nachdem es von Oracle gekauft wurde, entstand relativ schnell der Fork MariaDB, obwohl MySQL nach wie vor GPL ist.

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