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Thema: Ubuntu will ZFS ganzheitlich unterstützen

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Von klopskind am Di, 13. August 2019 um 09:48 #

Pauschal kann man ohnehin gar nichts sagen. Aber auch ohne Deduplikation (oder transparenter Kompression) gilt:

a) ZFS ist ein CoW-Dateisystem, XFS standardmäßig nicht (Es erhielt gerade die nötigen Grundlagen, um auch CoW zu unterstützen). Ohne einen Cache schreibt ZFS also bestenfalls genauso viel/schnell wie XFS es für die selbe Last/Aufgabe tun würde, in der Regel aber mehr/langsamer. Analoges gilt, würden ZFS und XFS das selbe Caching verwenden.

b) Die Linux-Implementierung von XFS benutzt die Virtual-Memory-Schicht des Kernels. ZFS tut das bis heute meines Wissens nach nicht (unter FreeBSD und Linux), unter Solaris bzw. OpenSolaris und deren Derivate wie illumos schaut das möglicherweise ganz anders aus. Stattdessen verwaltet ZFS den Cache eigenständig und großzügig via ARC und optional L2ARC oder ZIL.
Laut Wiki (siehe Quellenangaben/Fußnoten):

ZFS may require a large amount of memory (typically for the adaptive replacement cache (ARC)[17], and [...]
ZFS uses copy on write for data storage; its performance may suffer if the disk pool gets too close to full. Around 70% is a recommended limit for good performance. Above a certain percentage, typically set to around 80%, ZFS switches to a space-conserving rather than speed-oriented approach, and performance plummets as it focuses on preserving working space on the volume.
for example, ZFS can cache read data in RAM ("ARC") or a separate device ("L2ARC"); in some cases adding extra ARC is needed, in other cases adding extra L2ARC is needed, and in some situations adding extra L2ARC can even degrade performance, by forcing RAM to be used for lookup data for the slower L2ARC, at the cost of less room for data in the ARC.

c) ZFS erstellt und nutzt Prüfsummen auch für die Daten selbst, XFS tut das nicht. Das benötigt mehr Rechenaufwand. Prüfsummen für Metadaten nutzen beide

Ergo: Dass - unter Linux - ZFS weniger Ressourcen als XFS benötigt, ist eher die seltene Ausnahme.

p.s.: Praktisch ließe sich das am einfachsten auf einer Plattform nachweisen, die beide Dateisysteme gut bis sehr gut unterstützt. Mir fällt da aus dem Kopf nur Linux ein.

  • 1
    Von Andy_m4 am Di, 13. August 2019 um 10:00 #

    Pauschal kann man ohnehin gar nichts sagen. Aber auch ohne Deduplikation (oder transparenter Kompression) gilt:
    Ist alles richtig. Ich wollte auch nur dem "Mythos" entgegentreten, das ZFS generell ressourcenhungrig ist.

    Ist es sicherlich. Muss aber je nach Konfiguration eben nicht so stark ins Gewicht fallen.

    Unbenommen bleibt natürlich, das man (auch je nach Szenario) trotzdem noch Ressourcensnachteile hat / haben kann.

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