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Thema: Proton: Wine profitiert

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von throgh am Do, 22. August 2019 um 23:11 #

Immerhin weit mehr als man beim Lobgesang auf kapitalistische Eigeninteressen hier so lesen kann und eine zumindest kritische Gesamtbetrachtung. Sicherlich kann man über die Ausformulierung sprechen wie auch die Art der Argumentation. Aber genau dazu kommt es ja erst einmal überhaupt nicht denn faktisch geht es nur darum den Gegenüber mitsamt seiner Perspektive tatsächlich nur wegzuschieben und zwar sehr weit hinaus, so dass man sich auch nicht weitergehend mit der dargebotenen Perspektive befassen muss.

Nehmen wir doch erst einmal die immer weiter schwindenden Wahlmöglichkeiten: Schon der Blick in die Regale des Elektronikfachmarktes des persönlichen Vertrauens spricht defakto Bände was die Wahlmöglichkeiten anbelangt. Unterhaltungssoftware ohne Steam? Eher eine Seltenheit. Und alleine darüber gilt es zu debattieren: Das Monopol und das gegebene Alleinstellungsmerkmal der Plattform "Steam", welches die Kundschaft wissentlich und willentlich gewährt. Und wir sprechen noch nicht einmal von den sog. "Sales", wo dann Spiele oder Unterhaltungssoftware zu absoluten Tiefstpreisen dargeboten werden und nur gekauft werden, um eine möglichst ansehnliche Anzahl in der "persönlichen Bibliothek" haben zu können. Ganz zu schweigen davon, dass man die Software auch nur "mietet" und sie jederzeit aberkannt werden kann.

Und dann sollte man nicht kritisch verbleiben? Sollte mitnichten diesen immer weiter verzerrenden Faktor hervorheben, weil ja Valve, Facebook, Google und Co. "Linux" angeblich voranbringen? Was bringen sie denn voran? Freie, quelloffene Software? Wohl kaum. Und genau um Letztgenannte geht es dann auch gar nicht sondern nur um "Open-Source". Ein hübsches Argument entdeckt vom Marketing!

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    Von Nur ein Leser am Fr, 23. August 2019 um 09:15 #

    so dass man sich auch nicht weitergehend mit der dargebotenen Perspektive befassen muss.
    Wer sagt, das "wir" das nicht tun?
    Aber die "Argumentation" von "Josef Hahn" ist hier mal wieder extrem schief. Statt das er sagt: "Ich finde Valve nicht gut, weil ... auch wenn diese einen tollen Beitrag zu Wine leisten" (was, nebenbei, auch schon ziemlich off Topic wäre), unterstellt er sinngemäß "hey, Valve kauft sich gerade Wine und macht daraus ein vergiftetes Lockvogelangebot". Und das ist nun mal durch nichts belegter Schwachsinn.
    Das ist Trollerei, nichts weiter. Und wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück.

    Nehmen wir doch erst einmal die immer weiter schwindenden Wahlmöglichkeiten: Schon der Blick in die Regale des Elektronikfachmarktes des persönlichen Vertrauens spricht defakto Bände was die Wahlmöglichkeiten anbelangt. Unterhaltungssoftware ohne Steam? Eher eine Seltenheit. Und alleine darüber gilt es zu debattieren: Das Monopol und das gegebene Alleinstellungsmerkmal der Plattform "Steam", welches die Kundschaft wissentlich und willentlich gewährt. Und wir sprechen noch nicht einmal von den sog. "Sales", wo dann Spiele oder Unterhaltungssoftware zu absoluten Tiefstpreisen dargeboten werden und nur gekauft werden, um eine möglichst ansehnliche Anzahl in der "persönlichen Bibliothek" haben zu können. Ganz zu schweigen davon, dass man die Software auch nur "mietet" und sie jederzeit aberkannt werden kann.

    Und dann sollte man nicht kritisch verbleiben?

    Doch, total.
    Ich habe keinen Account bei Facebook.
    Ich habe noch nie etwas bei Valve gekauft und habe keinen Steam Account.
    Ich lehne DRM-belastete Musik-"Käufe" ab.
    Ich nutze möglichst wenig Google-Services und habe kein Google-Konto.
    Ich unterstütze viele freie Projekte durch Spenden.

    Aber das hat nichts, NICHTS mit dem Code freier Software zu tun!
    Wenn Valve Geld investiert, um ein besseres Wine zu erhalten und wir alle diesen Code nutzen können - immer her damit!
    Wenn Google Geld investiert, um diverse freie Software voranzubringen: Immer her damit. Usw.

    Noch mal, auch wenn ich mich wiederhole: Genau das ist die originäre Idee hinter freier Software und Copyleft.

    Was bringen sie denn voran? Freie, quelloffene Software? Wohl kaum.
    Und das ist Schwachsinn.
    Natürlich bringen sie freie Software voran. Sie bezahlen Entwickler, pflegen freie Software und jeder bekommt den verbesserten Quelltext.
    Oder welche konkreten Beispiele hast Du, bei denen dies nicht so ist?

    Ein hübsches Argument entdeckt vom Marketing!
    Bla.

    Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 23. Aug 2019 um 09:19.
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      Von throgh am Fr, 23. August 2019 um 10:02 #

      Ich gehe auf die letzten beiden Abschnitte nur noch ein, der Rest ist das obligate Geplänkel, welches ich schon in zahlreichen DRM-Debatten hatte. Es ist mitnichten Schwachsinn: Mehr als genug Projekte haben bereits heute auch ohne die Einbeziehung von Unternehmen und ihren Strukturen sowie auch Beauftragten (Mitarbeitern) Problemstellungen. Damit meine ich meritokratische Grundsätze, die in höchstem Maße fragwürdig und zudem auch noch tiefblickende Menschenverachtung aufzeigen.

      Der Grundsatz hier: Leiste etwas, dann bist du etwas wert und darfst dir übelste Verleumdungen und Diffamierungen ohne Folgen erlauben. Und nun folgen dann auch kommerzielle Grundlagen: Die Verbindung von freier Software mit Kommerzialisierung. Das gilt es zu hinterfragen und kritisch zu beleuchten und mitnichten nur als "Schwachsinn" abzuwerten. Als wäre es mitnichten möglich auch mit freiwilligen Spenden und wirklichem Engagement abseits von kapitalistischen Grundinteressen auch die Code-Qualität zu verbessern.

      Zu dem letzten Absatz: Du magst das als "Bla" ansehen und ignorierst dennoch weiterhin wie sehr Unternehmen nun das Schlagwort "Open-Source" für sich entdeckt haben. In Kombination mit dem Mythos, dass quelloffene Software auf einmal die Perfektion an sich ist, werden so hübsche Verzerrungen in Umlauf gebracht und zudem die grundlegend idealistischen Betrachtungsweisen unter der weitergehenden Kommerzialisierung begraben!

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