Login
Newsletter
Werbung

Do, 29. August 2019, 08:52

Software::Spiele

Assembler-Lernspiel Squally im Quellcode freigegeben

Die Entwickler des proprietären Spiels Squally haben ihre Anwendung im Quellcode veröffentlicht. Bei Squally handelt es sich um ein 2D-Puzzlespiel, das den Spieler unter anderem die Nutzung der Programmiersprache Assembler lehren will.

Squally

steampowered.com

Squally

Squally ist ein 2D-Puzzle-RPG-Spiel, das das Hacken von Videospielen lehrt – ohne dass die Nutzer Lektionen, Vorträge oder Vorkenntnisse benötigen. Stattdessen lehrt das Spiel das Programmieren mittels Assembler durch Rätsel, bei denen das Lernen eher ein Nebenprodukt des Spiels ist. Dementsprechend versteht sich die Anwendung weniger als eine Bildungssoftware, sondern vielmehr als eine Unterhaltungsanwendung. Das empfohlene Mindestalter liegt bei 12 Jahren.

Entstanden ist Squally unter anderem in Zuge einer Kampagne auf Kickstarter. Nachdem es bereits seit geraumer Zeit über Steam als ein sogenanntes »Early Access-Spiel« vertrieben wird, haben die Entwickler den Quellcode der in C++ geschriebenen Anwendung auf GitHub veröffentlicht. Wie oftmals bei den Freigaben von kommerziellen Spielen üblich, enthält die Freigabe allerdings weder die Grafik noch die Musik. Als Grund werden die fehlenden Rechte an den Daten genannt. Um eine Kopie des Resources-Ordners zu erhalten, müssen Spieler diese deshalb aus dem zuvor gekauften Spiel kopieren.

Fotostrecke: 6 Bilder

Squally
Squally
Squally
Squally
Squally
Der maßgebliche Grund für die Freigabe der Quellen ist der Glaube der Entwickler an Open Source. »Die Open-Source-Gemeinschaft scheint überall zu gedeihen, mit Ausnahme von Videospielen«, schreiben die Entwickler in ihrer Ankündigung. »Dies ist besonders tragisch, da die Spieleentwicklung davon mehr profitieren würde als die meisten anderen Bereiche«. Die Nutzung der Quellen erspart vielen Studios Zeit, ohne, dass ihnen Einnahmen entgehen. Grund dafür ist laut Aussage der Entwickler unter anderem die Tatsache, dass bei vielen Spielen die Technik sich ähnelt, was unter anderem die diversen 3D-Engines beweisen. »Sind die meisten Ego-Shooter wirklich so unterschiedlich, dass sie jedes Mal von Grund auf neu geschrieben werden sollten?«, fragen die Entwickler.

Squally steht im Quellcode auf GitHub bereit und kann käuflich im Steam erworben werden. Unter Linux werden mindestens 512 MB RAM benötigt.

Werbung
Pro-Linux
Gewinnspiel
Neue Nachrichten
Werbung