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Thema: Chris Beard gibt seinen Posten als Mozilla-CEO auf

11 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Josef Hahn am Fr, 30. August 2019 um 10:37 #

> Dabei geht es einerseits um den Schutz der Privatsphäre

Geht's euch nicht. Firefox ist voll mit Google-Wanzen. Ein Closed Source DRM Modul musste rein. Namensauflösung bald über irgendwelche mysteriösen kommerziellen Strukturen (Cloudflare); am Betriebssystem vorbei. Deshalb Cliqz? Sagt ihr eigentlich bei Pocket einprägsam dazu, dass die Bookmarks in die Cloud gehen? Oder ist das halt "eure Cloud" - und damit okay?

> Erhaltung des Internets als einen Ort, der nicht von großen Unternehmen dominiert wird

Deshalb begrüßt mich ein frischer Firefox auf der Startseite mit Youtube und Facebook Knöpfen?? Deshalb ist euch nichts besseres eingefallen, als Addons zwangsweise Mozilla-signiert zu fordern?

Ich weiß, dass sich da wieder seeehr viele Versteher und Kopfnicker finden werden, und ich gleich wieder ganz schnell der Böse bin. Ich kann es aber nicht haben, wenn die Leute mir eiskalt ein Versprechen ins Gesicht lügen. Es ärgert mich weniger für mich selbst, sondern weil ich genau weiß, dass 99% sowas bräsig völlig ungefiltert schlucken und dann bei nächster Gelegenheit gruzen, Mozilla würde so toll deren Privacy schützen und sich so toll gegen die Großkraken ein.

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    Von Nö am Fr, 30. August 2019 um 11:00 #

    Bei aller berechtigten Kritik, die Du zum Teil übst.

    Was Du nicht verstehst (oder verstehen willst): Mozilla bewegt sich in einem Spannungsfeld aus den Idealen, die in der Stiftung festgelegt sind und an denen sich das Handeln orientiert und dem faktisch von den "Großkraken" wirtschaftlich, aber auch inhaltlich dominierten Web unserer Zeit.

    Die Interessen der Einen stehen teilweise diametral den Idealen entgegen.
    Nur sind ja die "Großkraken" in zweierlei Hinsicht wichtig: Erstens finanzieren sie zum Großteil die Entwicklung. Traurig aber wahr, aber offenbar spenden die Idealisten Mozilla nicht so viel, das die die Entwicklung damit stemmen könnten.
    Zweitens wollen (leider) 90% aller unbedarften User die "Großkraken" nutzen, somit kann Mozilla die nicht aus seinen Produkten ausblenden, als ob es die nicht gäbe.

    Ich weiß, Du hättest lieber einen Browser von Idealisten für Idealisten, sozusagen die reine Lehre. Aber erstens kann heutzutage vermutlich kein "kleines" Projekt mehr eine eigene Engine stemmen - selbst Microsoft spart sich das. Zweitens entspricht das nicht Mozillas Satzung, denn Mozilla will ja für Alle dasein, nicht nur für ein paar Nerds.

    Aber wie immer: Es ist Dir unbenommen, alles besser zu machen. Mozillas Codebasis ist freie Software.

    • 0
      Von Josef Hahn am Fr, 30. August 2019 um 11:32 #

      > Mozilla bewegt sich in einem Spannungsfeld aus den Idealen
      > Die Interessen der Einen stehen teilweise diametral den Idealen entgegen.

      Oh, ich weiß...

      Aber ich möchte, dass man das dann auch dazusagt. Alle tun so, als gäbe es dieses Spannungsfeld nicht. Tralalala hamwanichgesehen.... Jeden Tag.........

      Du nennst auch sonst ein paar Punkte, die nicht verkehrt sind. Aber ich sehe bei keinem Punkt, wo sie mir widersprechen.

      Wenn ihr in dieser Situation seid ("finanzieren sie zum Großteil die Entwicklung.", "von den Großkraken wirtschaftlich, aber auch inhaltlich dominierten Web unserer Zeit"), dann stellt es doch wenigstens ehrlich so dar! Ich weiß ja selber, dass das so ist. Du brauchst mir das nicht erklären. Aber erkläre mir bitte, warum ihr euch konsequent selbst etwas vormacht?

      Das große Privacy und Freedom Versprechen von Mozilla bleibt einfach unerfüllt. Natürlich kann man dafür nach Gründen suchen; und sie auch finden... Man könnte aber auch einfach das Versprechen mal in die Pflicht nehmen.

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    Von klopskind am Fr, 30. August 2019 um 21:28 #

    Ich weiß, es passiert selten, aber an dieser Stelle teile ich Ihre Meinung. Nur die Antizipation vermeintlicher "Versteher und Kopfnicker" etc. hätten Sie sich sparen können, wie ich finde.

    In Anbetracht der Tatsachen hätte man die von Ihnen zitierten Stellen aus meiner Sicht nicht so formulieren dürfen/sollen. Stammen die Formulierung ursprünglich von Chris Beard, von Mozilla oder der Pro-Linux Redaktion (von der Übersetzung in die deutsche Sprache einmal abgesehen)?

    Nur vergleichsweise steht Mozilla bzgl. dieser beiden Punkte etwas besser da als die direkte Konkurrenz, sozusagen das geringere Übel. Aber das wäre wie, als wenn man in der Schule eine vier (Schulnote) kassieren würde, und sich dann daheim damit rechtfertigt, dass >90% der Klasse eine fünf oder schlechter (Schulnoten) hatten...

    Meiner Meinung nach rechtfertigt es jedenfalls nicht diese Art der scheinheiligen/trügerischen Formulierung als Beschreibung für Mozillas Positionen/Zielen/Missionen.

    0
    Von Verfluchtnochmal_5987108 am Sa, 31. August 2019 um 11:29 #

    Wie würdest du das Problem der Mächtigkeit von add ons anders lösen als mit Signaturen? Der dumme User bestätigt leider alles wenn er gefragt wird

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Von LINgUistX am Mo, 2. September 2019 um 00:12 #

> In den fünf Jahren mit Beard an der Spitze konnte Mozilla sich finanziell weiter konsolidieren

Nicht Pleite was eine Leistung ist in Anbetracht der herben Verluste an Marktanteilen die Mozilla in den fünf Jahren mit Beard an der Spitze eingefahren hat.

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