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Mi, 4. September 2019, 09:59

Software::Browser

Mozilla äußert sich zu Einschränkungen bei Chrome hinsichtlich Werbeblockern

Google arbeitet seit einiger Zeit an Manifest v3, einer neuen Sammlung von APIs für Erweiterungen, die unter Umständen die Funktionalität von Werbeblockern einschränkt.

Mozilla

Google und Mozilla halten ihre APIs für Erweiterungen weitgehend kompatibel, sodass Entwicklern von Add-ons zusätzliche Arbeit erspart bleibt. Die derzeit aktuelle Version dieser API-Sammlung von Google trägt die Versionsnummer v2. Die Firefox WebExtensions-API ist fast zu 100 Prozent kompatibel mit dieser Version. Ende letzten Jahres schlug Google ein Update für ihre API vor. Dieses Update enthält eine Reihe von Änderungen, die nicht rückwärtskompatibel sind und von den Entwicklern von Erweiterungen verlangen, dass sie Maßnahmen ergreifen, um kompatibel zu bleiben. Die neue API, die auf den Namen Manifest v3 hört, ist derzeit noch in der Entwurfsphase.

Da bereits Entwickler bei Mozilla nachfragten, was von deren Seite hinsichtlich Manifest v3 zu erwarten sei, erschien im Mozilla Blog für Add-ons jetzt eine FAQ, die versucht, Fragen rund um das Thema zu beantworten. Für klare Handlungsanweisungen sei es allerdings noch zu früh, so der Beitrag. Bekannt ist, dass Google beabsichtigt, die sehr mächtige API blocking webRequest einzustellen. Diese API gibt Erweiterungen die Möglichkeit, den gesamten eingehenden und ausgehenden Datenverkehr vom Browser abzufangen, zu blockieren, umzuleiten oder zu modifizieren. Sie kann einzelne Inhalte bereits vor dem Herunterladen blockieren.

Als Ersatz plant Google die neue API declarativeNetRequest. Diese API wirkt sich auf die Funktionen von Werbeblockern aus, indem sie die Anzahl der Regeln sowie die verfügbaren Filter und Aktionen begrenzt. Diese Einschränkungen wirken sich negativ auf Inhaltsblocker generell aus, da diese heutzutage Algorithmen verwenden, um beispielsweise Werbung nicht nur zu erkennen und zu blockieren, sondern sich auch vor den Werbenetzwerken selbst zu verstecken. Googles Absichten hinsichtlich dieser Einschränkungen ist kein Geheimnis, bedenkt man, dass Chrome nicht nur der weltweit meistverwendete Browser ist, sondern Google selbst auch das größte Werbenetzwerk besitzt.

Einige Entwickler haben bereits erklärt, ihre Erweiterungen nicht mehr weiter betreuen zu können, wenn Google seine Pläne umsetzt. Andere Entwickler müssen eventuell die Funktionalität ihrer Add-ons zurückschrauben. Mozilla sagt dazu, dass es derzeit ihrerseits keine Pläne gebe, die API blocking webRequest einzustellen. Gespräche mit betroffenen Entwicklern sollen helfen, deren Bedürfnisse zu klären. Generell wird Mozilla versuchen, kompatibel mit Manifest v3 zu sein, jedoch wird es auch bei dieser Version wieder Abweichungen geben. Sobald Google seine Änderungen abgeschlossen hat und Firefox die Teile implementiert hat, die für die Entwickler und Benutzer sinnvoll sind, will Mozilla eine Dokumentation für Erweiterungsentwickler zur Verfügung stellen.

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