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Do, 5. September 2019, 09:15

Software::Grafik

Godot-Engine: Unterstützung von Vulkan schreitet voran

Wie die Entwickler der freien Spiele-Engine Godot bekannt gaben, wird die kommende Version eine volle Unterstützung von Vulkan beinhalten. Entsprechende Arbeiten sind bereits weit fortgeschritten und sollen in knapp zwei Monaten abgeschlossen sein.

Szene in Godot

godotengine.org

Szene in Godot

Godot ist eine seit knapp fünf Jahren frei verfügbare Spiele-Engine des argentinischen Spieleherstellers OKAM Studio, die mit zahlreichen Funktionen aufwartet. Ihr Schwerpunkt liegt darauf, Werkzeuge mit einem am Visuellen orientierten Arbeitsablauf zu bieten. Sie ist für PC, Mobilplattformen und Web gleichermaßen geeignet. Der Editor, die Sprache und die APIs sind laut früheren Aussagen der Entwickler »umfassend, aber dennoch einfach zu lernen«. Zum Funktionsumfang der Engine gehören unter anderem ein Editor, Engines für zwei- und dreidimensionale Darstellung, Skripte, Entwurf der Bedienelemente, Animationen, Physik-Simulation, Debug-Optionen, Code-Erzeugung für verschiedene Plattformen, darunter auch Linux, Plug-ins und Integration von Versionsverwaltungssystemen.

Über eineinhalb Jahre nach der Freigabe der aktuellen Generation bereitet das hinter der Engine stehende Team mit Godot 4.0 die Veröffentlichung einer neuen Hauptversion vor. Wie die Entwickler bekannt gaben, konzentrierte sich die Arbeit der vergangenen Monate vor allem auf die Portierung der Engine auf Vulkan.Vulkan ist ein plattform- und herstellerunabhängiger Standard für 3D-Grafik, der eine offene Schnittstelle definiert. Er ist der Nachfolger von OpenGL und soll den Zugriff auf die Grafik- und Hochleistungsberechnungs-Hardware moderner Rechner noch effizienter und besser steuerbar machen, den Treiber-Overhead minimieren und die Parallelität maximieren.

Dementsprechend verspricht sich auch Godot von einer Portierung vor allem Zuwachs an Performance. Wie Godot-Chefentwickler Juan Linietsky in einem Blog schreibt, wurde dazu der Kern des Renderers überarbeitet und die Anbindung von Alternativen erleichtert. Die Berechnung der Umgebung unter Vulkan wurde ausgebaut und hinsichtlich der Beleuchtungsmöglichkeiten erheblich verbessert. Unter anderem verbessert die kommende Variante die Einbindung von mehreren direkten Lichtquellen und bitete mit »ShaftLight« eine weitere Beleuchtungsmöglichkeit.

Wie Linietsky weiter schreibt, planen die Entwickler ihre Arbeiten an Vulkan bis Ende des kommenden Monats abzuschließen. Im Anschluss daran soll Godot um weitere neue Funktionen erweitert werden.

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