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Do, 5. September 2019, 14:53

Software::Entwicklung

Go 1.13 mit sicheren Modul-Downloads

Google hat die Systemprogrammiersprache Go in Version 1.13 freigegeben. Der Download von Modulen wird nun mit kryptografischen Hashes abgesichert und TLS 1.3 wird zur Standardeinstellung.

Mirko Lindner

Go 1.13 bringt ein halbes Jahr nach Go 1.12 wiederum viele Änderungen, die allerdings weitgehend kompatibel mit früheren Versionen sind. Nur in ungewöhnlichen Fällen könnten Änderungen am Quellcode erforderlich sein.

Eine der wichtigsten Änderungen in Go 1.13 ist, dass TLS 1.3 zur Standardeinstellung wird. Außerdem werden mit dieser Version Module, die von den Go-Servern heruntergeladen werden, standardmäßig auf die korrekte Checksumme geprüft. So soll verhindert werden, dass manipulierte Module verteilt werden. Wer Module aus privaten Repositorien bezieht, kann die Prüfung abschalten.

Die größte Änderung an der Sprache sind erweiterte Präfixe zur Kennzeichnung der Basis von Zahlen. So lassen sich Binärzahlen mit dem Präfix 0b schreiben, Oktalzahlen mit dem Präfix 0o oder auch wie bisher einfach mit 0, die Notation 0x für Hex-Zahlen wurde auf Gleitkommazahlen erweitert, das Suffix i kennzeichnet den Imaginärteil von Zahlen Ziffern können mit Unterstrichen gruppiert werden. Die Shift-Operatoren arbeiten nun auch mit negativen Verschiebungen.

Go-Programme sind nun kompatibel mit Android 10. Letztmalig läuft Go auf dem Native Client (NaCl), diese Funktionalität wird künftig abgeschafft. Neu ist die Unterstützung von Illumos. Einzelheiten dazu lassen sich den ausführlichen Anmerkungen zur Veröffentlichung entnehmen. Aus diesen geht auch hervor, dass Go 1.13 darüber hinaus viele weitere Erweiterungen, Verbesserungen und Korrekturen bringt.

Go wurde 2007 bei Google von den Unix- und C-Veteranen Rob Pike, Robert Griesemer und Ken Thompson ersonnen, zu denen dann noch Russ Cox und Ian Lance Taylor stießen. Im März 2012 veröffentlichte das Team Version 1.0 von Go. Go ist als moderne Alternative zu C und C++ für die Systemprogrammierung konzipiert. Es ist statisch typisiert, modular und objektorientiert und bietet automatische Speicherverwaltung, Konstrukte zur Parallelausführung von Code und vieles mehr. Skalierbarkeit war von Anfang an ein wichtiges Ziel. Sowohl sehr große Software als auch solche, die auf vielen Rechnern parallel läuft, sollte mit Go zu bewältigen sein.

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