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Mo, 9. September 2019, 08:11

Software::Distributionen

Manjaro stellt sich neu auf

Die Linux-Distribution gibt sich einen neuen legalen und organisatorischen Rahmen, um besser mit den vorhandenen Ressourcen umgehen zu können.

manjaro.org

Die auf Arch-Linux basierte Linux-Distribution Manjaro erfreut sich zunehmend großer Beliebtheit. Das führt dazu, dass das Projekt mit den vorhandenen Ressourcen nicht mehr als reines Hobbyprojekt betrieben werden kann. Projektleiter Phillip Müller hat sich seit einiger Zeit Gedanken darüber gemacht, wie das Projekt in seiner jetzigen Form abgesichert werden kann, und hat jetzt zusammen mit dem Rest des Teams einen Aktionsplan erstellt.

Demzufolge gibt es zwei wesentliche Änderungen. Zum einen wird für das Sammeln und Verwalten von Spenden eine gemeinnützige Organisation zwischengeschaltet, sodass sowohl rechtliche Anforderungen erfüllt als auch Transparenz bei der Verwendung der Zuwendungen gewährleistet sind. Zum anderen soll die Firmengründung der Manjaro GmbH & Co. KG dabei helfen, Entwickler in Vollzeit einzustellen und künftige kommerzielle Chancen wahrzunehmen. Dabei stellt Müller in seinem Forenbeitrag klar, dass sich dadurch für die Gemeinschaft und bei der ausgelieferten Software nichts ändern wird.

Diese Schritte sollen gewährleisten, dass Entwickler sich dem Projekt in Vollzeit widmen können. Den Projektmitgliedern soll die Teilnahme an Sprints und Linux-Konferenzen erleichtert werden. Schnellere Sicherheitsupdates und eine effizientere Reaktion auf die Bedürfnisse der Benutzer sollen ermöglicht, die Unabhängigkeit von Manjaro als von der Gemeinschaft getragenes Projekt und die Marke sollen geschützt werden. Zudem sollen die Mittel bereitgestellt werden, um als Unternehmen auf professioneller Ebene zu agieren.

Das Team stellt klar, dass das Projekt weiterhin von Spendern und Sponsoren getragen sein wird und dass diese Gelder in keinster Weise von der Manjaro GmbH & Co. KG verwendet werden. Dafür sollen die gemeinnützigen Projekte CommunityBridge und OpenCollective sorgen. Bei der Unternehmensgründung wurde das Team vom CEO von Blue Systems unterstützt, der auch weiterhin als Berater fungieren wird. Zunächst arbeiten Phillip Müller und Bernhard Landauer in Vollzeit am Projekt, weitere Beitragende sollen so bald wie möglich bezahlt werden. Mit diesen Veränderungen will Manjaro »besser für finanzielle Sicherheit gerüstet« sein sowie für »den Aufbau von Beziehungen zu Unternehmen und anderen Organisationen und die Anerkennung als ernst zu nehmender Akteur in der Linux-Welt«.

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