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Thema: Google testet DNS over HTTPS in Chrome 78

44 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von blindcoder am Mi, 11. September 2019 um 11:28 #

Kann mir mal jemand erklaeren, wo der Nutzen fuer den Anwender ist?
Irgendwie unterlaeuft das doch nur DNS basierte Werbe-, Malware- und Trackingblocker auf dem heimischen Router sowie /etc/hosts Eintraege fuer lokales Development.

Sorry, bei mir bleiben weiterhin 1.1.1.1, 8.8.8.8, 8.8.4.4 und alle weiteren, die ich finde, fuer Port 443 auf dem Router gesperrt.

  • 4
    Von Josef Hahn am Mi, 11. September 2019 um 11:36 #

    > Kann mir mal jemand erklaeren, wo der Nutzen fuer den Anwender ist?

    Gibt keinen. Der Anwender war nur zu blöd, sich dagegen sichtbar zur Wehr zu setzen.

    > Irgendwie unterlaeuft das doch nur DNS basierte Werbe-, Malware- und Trackingblocker

    Ja, genau darum geht es. Du sollst nicht selbst an der Infrastruktur fummeln! Du sollst konsumieren, was die großen Klubs dir geben!

    > Sorry, bei mir bleiben weiterhin 1.1.1.1, 8.8.8.8, 8.8.4.4 und alle weiteren, die ich finde, fuer Port 443 auf dem Router gesperrt.

    Warten wir mal das nächste Jahrzehnt ab. Da wird sich vermerkt auch die Justiz diesen Themen annehmen. Und da könnte es dir passieren, dass sowas justiziabel wird!


    ... aber: Schweig still. Das will _niemand_ hören! Es führt nur "unter den Threshold"!

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    Von Anonymous am Mi, 11. September 2019 um 15:06 #

    Du wirst es ohnehin wissen, aber ich ätze trotzdem mal herum:

    Die kommerziellen Browser werden nicht für Anwender gebaut, sondern zum Nutzen der Internet-Konzerne. Die liefern den Anwendern Bespaßung im Tausch gegen ihre Daten. Leute, die sich zu verstecken versuchen, während sie bespaßt werden, gefährden das Geschäftsmodell.

    Vermutlich hat das Ad-Blocking so große Ausmaße angenommen, dass jetzt andere Saiten aufgezogen werden müssen ;)

    • 1
      Von kamome umidori am Mi, 11. September 2019 um 16:38 #

      Wer auf Sicherheit aus ist, blockiert aber auch nicht nur „Ads“!

      • 1
        Von Anonymous am Mi, 11. September 2019 um 17:55 #

        Stimmt und ist mir klar; ich wollte mich jedoch kurz fassen. AdBlocker blockieren ja nicht nur Ads, sondern beeinträchtigen auch das tracking, stalking und profiling, mit dem die Branche zunehmend ihr Geschäft macht. Aus Nutzersicht erhöhen sie damit auch die Sicherheit.

      1
      Von Anonymous am Mi, 11. September 2019 um 18:09 #

      Auf Heise gabs gerade einen interessanten Stimmungsbericht aus der
      deutschen Werbebranche. Danach macht die sich mehr Sorgen um die Anti-Stalking-Bemühungen von Firefox und Safari als um die von Chrome.

      Und speziell in Deutschland steht Firefox beim Marktanteil besser da als im Welt-Durchschnitt (ein Werbefuzzi sprach von 45% für Firefox und Safari auf seiner Webe-Platform).

      • 0
        Von Grütze 2.0 am Do, 12. September 2019 um 20:09 #

        > Firefox beim Marktanteil [...] 45% für Firefox und Safari

        Firefox, Chrome und Safari kommen sogar zusammen auf 95% Markanteil!

        • 0
          Von Anonymous am Do, 12. September 2019 um 23:36 #

          Also gut, das Ganze noch mal ausführlich:

          Wenn der Marktanteil von Firefox plus Safari aus Sicht dieses deutschen RTL-Werbenetzwerks bei 45 Prozent liegt, dürfte Firefox bei ca. 40 Prozent liegen, denn Safari ist ja auf die Äppel-Platform beschränkt.

          Das finde ich überraschend viel, wo doch ein paar Auguren hier den Untergang von Mozilla herbeischreiben.

          • 0
            Von DotzlerMotzilla am Fr, 13. September 2019 um 13:34 #

            […] dürfte Firefox bei ca. 40 Prozent liegen […]
            Die Zeiten sind schon lange vorbei.

            Aus dem verlinkten Artikel:

            So betrage der durchschnittliche Marktanteil von Firefox in Deutschland 26 Prozent

            Dabei dürfte es sich nur um die Desktop-Zahlen handeln. PCs machen aber bei den Browser-Installationen mittlerweile knapp weniger als die Hälfte aus. Die meisten Zugriffe erfolgen über Mobilgeräte. Und da rangiert Firefox unter "ferner liefen". Nur auf dem Desktop können sich die Anwender noch einigermaßen gegen die Angriffe der Werbetreibenden wehren. Firefox spielt hier im einstelligen Bereich aber weltweit keine Rolle mehr. Neu… Deutschland hinkt hier wie üblich nur zurück. Jetzt trotzig "zum Glück" zu denken hilft nicht weiter. Es zeigt nur, dass die Mozilla-Fans sehenden Auges in den Untergang rennen.

            0
            Von kamome umidori am Mo, 16. September 2019 um 07:58 #

            Auf https://caniuse.com/ kannst Du auch eine deutsche Statistik laden („Settings“ oben). Da landet FF (alle Versionen) selbst mit Android zusammen unter 10 % :(

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Von schmidicom am Mi, 11. September 2019 um 12:44 #

Bald werden noch etliche weitere Anwendungen ihr ganz eigenes DNS-Chaos fahren...
Und als ob das allein nicht schon schlimm genug wäre wird auch noch ein Protokoll im Protokoll benutzt anstatt es gleich richtig zu machen.
:(

  • 1
    Von Josef Hahn am Mi, 11. September 2019 um 16:38 #

    Zu MSDOS Zeiten hat jedes Progrämmchen seinen eigenen Druckertreiber mitgebracht.

    In der Technik ist es vielleicht, wie in Gesellschaft und Politik auch derzeit zu beobachten ist: Die Bewegungen sind nicht immer nur aufwärts. Es ist eine Wellenform...

    Und den letzten Kopf dieser Welle haben wir vielleicht vor ~ zehn Jahren gesehen?! Seitdem macht vieles imho die Abwärtsbewegung...

    • 0
      Von schmidicom am Mi, 11. September 2019 um 17:01 #

      Mag sein...
      Ich verstehe nur nicht warum die Devs hinter den üblichsten Betriebssysteme (allen voran Windows, weil am weitesten verbreitet) nicht ein bisschen eher aktiv wurden. DNSoverTLS in den Standard-Resolver des Betriebssystem und eine neue Option in das DHCP-Protokoll hätten genügt um diesen Unsinn zu verhindern.

      • 1
        Von Josef Hahn am Mi, 11. September 2019 um 17:23 #

        Vielleicht auch einfach, weil DoH technisch ziemlicher Blödsinn ist...

        Da gibt es ja Befürworter und Gegner auch in der technischen Umsetzung. So von wegen "Protokoll im Protokoll". Ist ja auch ein Komplexitätsmonster.

        ... okay; damit bleibt ungeklärt, warum's in Windows nicht drin ist. ^^

        • 1
          Von Anonymous am Mi, 11. September 2019 um 18:55 #

          Ihr redet wohl aneinander vorbei; "schmidicom" sprach von DoT, nicht von DoH.

          Zu "schmidicoms" Frage: Für Microsoft (und andere Betriebssystem-Anbieter) ist ein ganzheitlicher Blick auf security wohl nicht so wichtig, so lange keiner auf sie wegen Sicherheitslücken in MS-Software mit dem Finger zeigen kann.

          Ausserdem muss DoT ja auch in Weltgegenden funktionieren, in denen viele Nutzer nur über Tröpfel-Verbindungen am Internet hängen, z.B. über Mobilfunknetze und/oder NAT im Provider-Subnetz. Da könnte es an so mancher Stelle krachen oder zu störenden Latenzen kommen.

          Dass die damit keine Eile haben, kann man schon fast verstehen ;)

          0
          Von schmidicom am Mi, 11. September 2019 um 19:19 #

          Bitte verwechsle nicht DoT mit DoH, denn auf letzteres trifft meine Bergbeschreibung ziemlich gut zu. Nach allem was ich so gelesen habe wird bei DoH eine normale DNS-Abfrage in ein HTTPS gekapselt.

          Um es im Fall von Firefox mal ganz unverblümt zu sagen:
          Es wird Scheiße in Gold verpackt quer durchs Internet getrieben und schlussendlich bei einer ohnehin schon großen US-Datenkrake abgeladen, bei der man sich dann auch noch darauf verlassen muss das sie mit den erhaltenen Informationen kein Schindluder treibt.
          Ganz toll, und es wird noch toller wenn man bedenkt das Google nun ins selbe Horn bläst.

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Von Andy_m4 am Mi, 11. September 2019 um 13:40 #

Zum Glück gibts ja Alternativen wie Firefox, die so ein Blödsinn nicht machen. :-)

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