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Do, 12. September 2019, 11:32

Gemeinschaft::Organisationen

Reactive Foundation zur Förderung reaktiver Systeme gegründet

Die Unternehmen Alibaba, Lightbend, Netifi und Pivotal haben die Reactive Foundation gegründet. Ihr Anliegen ist es, die freie RSocket-Spezifikation zu pflegen und zu implementieren. Durch die Anwendung dieser Spezifikation können Systeme reaktiv, das bedeutet verzögerungs- und ausfallfrei arbeiten.

Reactive Foundation

Die jetzt gegründete Reactive Foundation ist eine weitere Organisation unter dem Dach der Linux Foundation, dem Industriekonsortium zur Förderung von Linux und freier Software. Die Organisation wurde von den Unternehmen Alibaba, Lightbend, Netifi und Pivotal gegründet, der Beitritt steht anderen Interessenten offen. Sie konzentriert sich auf Entwicklungen rund um RSocket, ein offenes Protokoll, das bei Netflix entwickelt wurde.

Wie andere Projekte unter dem Dach der Linux Foundation soll die Reactive Foundation ein Leitungsteam, einen technischen Beirat und technische Leiter für jedes Projekt erhalten, die anfänglich von den Mitgliedern ernannt, später in bestimmten Abständen neu gewählt werden. Die Reactive Foundation will eine neutrale Organisation zur Unterstützung freier Projekte mit Bezug zu reaktiver Programmierung sein.

Während früher große Systeme Reaktionszeiten im Sekundenbereich hatten und bei Wartungsarbeiten oder Netzwerkausfällen längere Zeit nicht verfügbar waren, erwarten die Benutzer heutzutage Reaktionszeiten im Millisekundenbereich und jederzeitige Verfügbarkeit, selbst wenn die Systeme millionenfach umfangreichere Datenmengen verarbeiten. Solche Systeme lassen sich mit »Reaktiver Programmierung« realisieren, die nach Ansicht der Verfasser des Reactive-Manifests die beste und bewährteste Option darstellt. In solchen Systemen soll jede einzelne Komponente von Grund auf reaktiv sein. Dazu soll sie vier grundlegende Eigenschaften aufweisen. Sie soll responsiv sein, also auf alle Eingaben schnell reagieren, mit einer zuverlässigen Obergrenze der Reaktionszeit. Sie soll widerstandsfähig gegen Netzwerk- und andere Störungen sein, wofür unter anderem Replikation und Isolation genutzt werden. Sie soll elastisch sein, was bedeutet, dass die Reaktionszeit auch unter hoher Last begrenzt bleibt. Ferner soll sie ereignisgesteuert sein, jede Kommunikation findet asynchron statt.

Diese Eigenschaften beschreiben recht genau das, was Cloud-Anwendungen heute versprechen. Die reaktive Programmierung bezieht zusätzlich noch den Client mit ein, da es das Ziel ist, dem Benutzer ein konsistentes Verhalten zu präsentieren.

Eine der Grundlagen der Reactive Foundation ist das offene Protokoll RSocket, das bei Netflix entwickelt wurde. Das Protokoll baut auf »reaktive Datenströme« auf und will letztlich ein schnellerer Ersatz für HTTP im Bereich der reaktiven Programmierung sein. RSocket kommt mit einer einzelnen Verbindung aus, über die Nachrichten als Datenströme übertragen werden. Langlebige Datenströme können nahtlos zwischen verschiedenen Transportverbindungen wechseln, wenn es die Gegebenheiten erfordern.

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Kommentare (Insgesamt: 8 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: Ist etwas mehr als nur Buzzword Bingo - funktionales Statemanagement (kamome umidori, Fr, 13. September 2019)
Ist etwas mehr als nur Buzzword Bingo - funktionales Statemanagement (Falk, Fr, 13. September 2019)
Re[2]: Bullshit Bingo? (kamome umidori, Do, 12. September 2019)
Re[2]: Bullshit Bingo? (kamome umidori, Do, 12. September 2019)
Re: Bullshit Bingo? (Andy_m4, Do, 12. September 2019)
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