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Fr, 13. September 2019, 13:47

Software::Kommunikation

Videokonferenzprogramm Meet erreicht Version 1.0

Kopano hat das im Januar erstmals vorgestellte Videokonferenzprogramm Meet in Version 1.0 veröffentlicht. Das Programm kann auf den eigenen Servern der Benutzer oder in einer privaten Cloud betrieben werden.

Kopano Meet auf verschiedenen Geräten

Kopano

Kopano Meet auf verschiedenen Geräten

Im Januar hatte Kopano die erste Version von Meet, einer freien Videokonferenz-Anwendung für die private Cloud, veröffentlicht. Jetzt hat der Hersteller die Software auf Version 1.0 aktualisiert. Die neue Version weist nach Angaben von Kopano ein verbessertes Design auf und verfügt über Funktionen, die auf den professionellen Einsatz zugeschnitten sind. Damit wendet sich Meet vor allem an Unternehmen jeder Größe. Es läuft auf Servern des Unternehmens oder in deren privater Cloud, so dass die Nutzer nicht von einem Online-Anbieter abhängig sind und der Datenschutz besser gewährleistet werden kann. Denn die Videokonferenz funktioniert auf Peer-to-Peer-Basis und wird durchgängig verschlüsselt. Das bedeutet, dass ein Gespräch immer direkt zwischen den Teilnehmern stattfindet, ohne dass Dritte absichtlich oder unabsichtlich zuhören können.

Eine weitere technologische Entscheidung bei Meet war die Entscheidung für WebRTC. Dies ermöglicht es unter anderem, Meet von jedem Browser aus zu nutzen. Meet wurde als progressive WebApp entwickelt. Das hat für Anwender den Vorteil, dass sie nichts aus irgendeinem App-Store herunterladen müssen, sondern direkt über ihren Browser auf Meet zugreifen können. Da sich die App an die Online-Umgebung anpasst, in der sie verwendet wird, funktioniert sie unabhängig vom verwendeten Gerät immer gleich.

Die erste Version von Meet umfasste hochauflösendes Video und Audio, Einzelvideoanrufe und Gruppenanrufe. In der neuen Version können Personen ihren Bildschirm teilen, ohne ein Plugin verwenden zu müssen, Gruppenanrufe mit externen Benutzern führen und Besprechungsanfragen über Kanäle wie WhatsApp, SMS-Nachricht und Business-Chat senden. Als nächstes stehen laut Kopano die Integration mit der Kopano WebApp und das Hinzufügen von Funktionalitäten wie Benachrichtigungen bei verpassten Anrufen und eines automatischen Präsenzstatus auf dem Plan. Das Entwicklungsteam wird auch an einfacheren Möglichkeiten zur Bereitstellung und zum Testen von Meet arbeiten.

Auf der Webseite von Meet kann man die Software als Live-Demo online testen. Meet wird von Kopano als Open Source bezeichnet, der Quellcode ist derzeit aber nicht zu finden. Meet ist freie Software unter der AGPLv3. Auf den Quellcode wird anscheinend nicht explizit verwiesen, er ist in der Quellcodeverwaltung von Kopano zu finden. Als fertige Pakete stehen Testversionen zum Herunterladen bereit. Allerdings muss man sich dafür erst auf der Webseite registrieren. Dies gilt auch für die kostenlose Version, die bis zu 10 Teilnehmer in zwei parallelen Konferenzen zulässt. Versionen mit höheren Limits sind ab 900 Euro jährlich (75 Euro pro Monat) erhältlich und können auf der Webseite von Meet erworben werden.

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Kommentare (Insgesamt: 8 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[3]: Der Qt Modus (kamome umidori, Mo, 16. September 2019)
Quellcode (hjb, So, 15. September 2019)
Re[2]: Der Qt Modus (hjb, So, 15. September 2019)
Re: Der Qt Modus (kamome umidori, So, 15. September 2019)
Der Qt Modus (Josef Hahn, Fr, 13. September 2019)
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