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Mo, 23. September 2019, 13:39

Software::Distributionen::Red Hat

Red Hat OpenStack Platform 15 angekündigt

Der Linux-Distributor Red Hat hat Version 15 seiner OpenStack-Distribution vorgestellt. Sie integriert die zahlreichen Neuerungen von OpenStack Stein, beschleunigt viele Netzwerk- und Kryptografie-Operationen und unterstützt den Einsatz von Nvidia-GPUs für künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen besser.

Red Hat

Red Hat OpenStack Platform 15 ist ein großes Update gegenüber dem Vorgänger, da der Distributor mit dieser Version auf Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 8 als Basis umsteigt. Das System enthält als Verwaltungsprogramm Red Hat CloudForms und lässt sich in enger Integration mit Red Hat Ceph Storage, einem hochgradig skalierbaren Speicherungssystem, einsetzen.

Die neue Version 15 von Red Hat OpenStack Platform bringt den Anwendern rund zehn Monate nach Version 14 eine Reihe von Neuerungen. Die zentrale Komponente OpenStack wurde auf die im April erschienene Version »Stein« aktualisiert. OpenStack dient zur Verwaltung privater und hybrider Clouds jeder Größe und ermöglicht es, neben virtuellen Maschinen auch physische Rechner einzurichten und zu verwalten.

Die neue Version stellt weitere Kernfunktionalität für Kubernetes bereit, was die bereits verbreitete Nutzung von Kubernetes unter OpenStack verbessert. So kann Magnum, ein zertifizierter Kubernetes-Installer, einen Kubernetes-Cluster deutlich schneller starten. Der OpenStack Cloud Provider ermöglicht den Start eines vollständig integrierten Kubernetes-Clusters unter Nutzung der Dienste Manila, Cinder und Keystone. Der Netzwerkdienst Neutron kann Netzwerk-Ports für Container schneller bereitstellen und Ironic, der Dienst zum Aufsetzen eines OpenStack-Knotens auf neuer Hardware, besitzt verbesserte Templates. Als weitere Neuerungen enthält OpenStack Stein Verbesserungen im Netzwerkbereich, die für 5G-Netzwerke, Edge-Computing und Netzwerkfunktions-Virtualisierung (NFV) benötigt werden, sowie verbesserte Ressourcenverwaltung und Ressourcen-Buchführung.

Red Hat OpenStack Platform 15 wurde zu einer leistungsfähigen Plattform für künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen ausgebaut. Dazu unterstützt es Nvidia-Grafikchips, auch virtualisiert, deren massive Rechenleistung dafür benötigt wird. Erweiterte Sicherheit kann nun ohne Einbußen bei der Leistung erreicht werden, da sich die kryptografischen Operationen auf geeignete Hardware auslagern lassen. Die kann beispielsweise IPSec-basierten VPNs zugute kommen. Doch wurde durch den neuen Kernel von RHEL 8 auch eine generelle Leistungssteigerung der TCP-Vernetzung erreicht. Ferner unterstützt das System Hardware Security Modules (HSM), die kryptografische Schlüssel erzeugen und verwalten können. Außerdem wurde es auf die IBM POWER9 LE PowerVM-Hardware portiert.

Red Hat OpenStack Platform 15 soll in wenigen Tagen für die Architekturen x86 und Power erhältlich sein. Wie alle Red Hat-Produkte wird sie als Abonnement vertrieben, das eine jährliche Gebühr für Support und Updates umfasst. Nachdem Version 13 eine Ausgabe für langfristige Stabilität war, ist die neue Version 15 wie ihr Vorgänger an Anwender gerichtet, die die neueste Funktionalität benötigen. Sie wird ein Jahr lang mit Updates versorgt, zu diesem Zeitpunkt sollte bereits Version 16 zur Verfügung stehen. Wie Red Hat allerdings ankündigt, ist OpenStack jetzt als ausgereift anzusehen, was sich in der OpenStack Platform widerspiegeln muss. Daher wird von Version 16 an jede Version der OpenStack Platform drei Jahre lang unterstützt werden. Die Frist kann gegen einen Aufpreis auf vier oder fünf Jahre verlängert werden.

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