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Mo, 30. September 2019, 13:14

Software::Systemverwaltung

RPM 4.15.0 freigegeben

Nach gut einem Jahr Entwicklungszeit bringt die neue Version 4.15.0 des Paketmanagers RPM zahlreiche Verbesserungen gegenüber 4.14.

Open Source Symbolbild

Mirko Lindner

Open Source Symbolbild

RPM, ursprünglich von Red Hat entwickelt, ist der primäre Paketmanager von Fedora, Red Hat, Opensuse, Suse, OpenMandriva, Mageia und allen darauf aufbauenden Linux-Distributionen. In den meisten anderen Distributionen ist er zum Arbeiten mit RPM-Paketen verfügbar. Die neue Version 4.15 war gut ein Jahr in der Entwicklung und wurde nach einer Alpha- und einer Betaversion jetzt freigegeben.

RPM 4.15.0 unterstützt erstmals chroot-Operationen, für die man keine Root-Rechte benötigt. Dies dürfte nur das Erstellen von Paketen betreffen. Als Datenbank kann jetzt auch eine »Dummy«-Datenbank eingesetzt werden, was Systemen wie Debian hilft, die rpmdb nicht enthalten. Die Erkennung der ARM-Architektur wurde verbessert und ARMv8 wird nun unterstützt. Ferner wurden die Architekturnamen aarch64 und arm64 gleichgesetzt. Auch die Dokumentation wurde aktualisiert.

An der Kommandozeile hat sich wenig geändert, lediglich falsche Ausgaben, die in manchen Situationen bei RPM oder seinen Hilfsprogrammen auftreten konnten, wurden korrigiert. Daneben wurden zahlreiche weitere Fehler korrigiert. Bei der Paketerstellung werden mehr Operationen parallel ausgeführt, um die Vorgänge zu beschleunigen.

Jedes RPM-Paket besitzt eine Spec-Datei, in der die Erstellung des Paketes, aber auch Metadaten und Abhängigkeiten beschrieben sind. Zahlreiche Erweiterungen und Korrekturen flossen in diesen Bereich in RPM 4.15.0 ein. So gibt es nun dynamische Abhängigkeiten beim Generieren von Paketen. Bedingte Anweisungen wurden durch %elif, %elifos und %elifarch erweitert. Die Sektionen %patchlist und %sourcelist kamen neu hinzu, was die Angabe von Patches und Quellen verkürzt. Neu ist die Variable $RPM_BUILD_NCPUS, die in allen Umgebungen zur Verfügung steht. Patches und Quellen können nun automatisch nummeriert werden. Strings werden jetzt standardmäßig als UTF-8 behandelt und undruckbare Zeichen dürfen nicht mehr in Dateinamen verwendet werden. Auch eine Reihe von Makros kam neu hinzu.

Auch das Paketformat erhielt Erweiterungen, so kann nun ein SHA256-Hash auch zu gpg-pubkey-Headern hinzugefügt werden. Die komplette Liste der Änderungen, die auch die internen Schnittstellen, Schnittstellen zu Python und Lua und weiteres umfasst, kann in der Ankündigung von RPM 4.15.0 nachgelesen werden.

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Kommentare (Insgesamt: 11 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[5]: RPM (blablabla233, Do, 3. Oktober 2019)
Re: RPM (Verfluchtnochmal_5987108, Mi, 2. Oktober 2019)
Re[4]: RPM (cadr, Di, 1. Oktober 2019)
Re[3]: RPM (blablabla233, Di, 1. Oktober 2019)
Re[3]: RPM (blablabla233, Di, 1. Oktober 2019)
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