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Thema: Nextcloud 17 führt Remote Wipe ein

19 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Bürgerin Paula am Di, 1. Oktober 2019 um 08:54 #

Schade, daß Nextcloud aktiv Digital Restriction Management unterstützt und bewirbt, unter dem euphemistischen Tittel "Secure".bzw. "virtual data room".
Da bekommt "Protecting your data" eine ganz andere Bedeutung. Will man ja schon wissen, wer da der Whistleblower ist. Copyleft, mit uns doch nicht.

Kein Wunder, daß Frank Karlitschek die Vertreibung von Stallmann gefeiert hat (Tweet inzwischen gelöscht, interessant...)

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    Von Bürgerin Paula am Di, 1. Oktober 2019 um 09:04 #

    Doch nicht gelöscht, war wohl nur schlecht im Twitter-Absuchen (weil, Nichtnutzerin):
    https://twitter.com/fkarlitschek/status/1173890725739675648
    "I am happy that RMS finally stepped down as FSF president. The Free Software and Open Source movement deserves a new and better leadership which understands diversity, community, business and decency."

    • 1
      Von Wiesensohle am Di, 1. Oktober 2019 um 10:23 #

      Was genau hat Stallmann mit DRM in Nextcloud zu tun?

      • 1
        Von Wetterhase am Di, 1. Oktober 2019 um 11:01 #

        Stallman (echt nur mit einem n) ist/war eines der Gesichter/einer der Streiter gegen die Förderung von Digital-Restriction-Management-Systemen.
        Siehe https://www.fsf.org/campaigns/drm.html, aber bspw. auch hier auf Pro-Linux: https://www.pro-linux.de/news/1/19769/stallman-kein-drm-in-webstandards.html

        RMS würde das nicht gutheißen was Nextcloud hier fördert, aber sein Wort hat nun weniger Gewicht, dank erfolgreicher Schmutzkampagne.

        • 1
          Von Naja am Di, 1. Oktober 2019 um 12:54 #

          Schmutzkampagne
          Holy shit, muss denn wirklich hinter allem immer die große, böse Weltverschwörung stecken?

          Der Typ hat Zwangsprostitution mit einer Minderjährigen verharmlost. So einer kann mir gern gestohlen bleiben, dazu brauch ich keine "Schmutzkampagne".

          • 3
            Von Wetterhase am Di, 1. Oktober 2019 um 14:49 #

            Das er das verharmlost hätte, ist die Schmutzkampagne, in Form böswilliger(?) Interpretation seiner Originalaussagen, mit offensichtlich vorgefasster Meinung. Das hat nichts mit großer, böser Weltverschwörung zu tun, sondern mit Zusammenspiel Eiferern, rücksichtslosen Aktivisten und skandalsüchtiger Presse und einer Person ohne mächtiges Netzwerk,
            Nach nicht nur meiner Lesart waren seine Aussagen eigentlich nüchternnaive Analyse und juristische Begriffsordnung. Wo andere scheinbar gerne nur Heuchelei sehen würden und Empörungsbekundungen, statt sachlicher, rechtsstaatsorientierte Aufklärungsarbeit.

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              Von Naja am Di, 1. Oktober 2019 um 15:26 #

              Ich bin nicht böswillig, auch nicht skandalsüchtig, interpretiere seine Aussage aber trotzdem als Verharmlosung/Entschuldigung von Zwangsprostitution. Schließlich berufen sich die "Freier" hinterher immer drauf, sie hätten nichts gewusst, sie hätte es ja auch gewollt... Das entschuldigt m.E. gar nichts

              • 1
                Von Wetterhase am Di, 1. Oktober 2019 um 16:24 #

                Wir werden hier OT. Aber Verharmlosung/ oder gar Entschuldigung(?) von Zwangsprostitution, mein Englisch ist zwar nicht das beste, aber das kann ich da nicht lesen.
                Und ja, in einem Rechtsstaat gilt In dubio pro reo. Wenn nicht klar ist, ob der Minsky überhaupt was getan hat, oder ob er wußte mit wem er es da zu tun hatte, dann ist er anders zu behandeln als jemand, bei dem das bewiesen ist, daß die Person bei vollem Bewußtsein sexuelle Gewalt und zumal an Minderjährigen ausgeübt hat. Und klar, der Worst Case muß auch betrachtet werden, aber nicht als ausschließlich anzunehmender. Und wenn ein Bekannter von einem angeschuldigt wird, bei dem man sich den Worst Case nicht vorstellen kann, dann argumentiert man zuerst für die Person, soweit es keine eindeutigen Belege gibt.
                Wenn Bekannte Familienbilder im Album haben vom FKK-Urlaub, da geht man auch nicht nur von einem aus.
                Bei der Person Epstein ist der Worst Case wohl gut belegt. Und es ist sehr ärgerlich, daß die Ermittlung von weiteren, echten Tätern mit seinem Ableben erschwert wird, um sie auch dann vor Gericht zu bekommen. Aber den hat, anders als von den Medien angedichtet, der Stallman auch nirgendwo verteidigt. Ganz im Gegenteil. Aber genau diese Behauptung war der öffentliche Druck (bis hin zu Fox News), unter dem man Stallman genötigt hat, seine Ämter niederzulegen, um "Schaden" von den Institutionen abzuwenden, statt sich schützend vor diesen zu stellen angesichts der Falschbehauptung. Und vielleicht einmal das eigentliche angebliche soziale Fehlverhalten von Stallman aufzuarbeiten, das all die Zeit toleriert wurde (keine Ahnung, aber es gab wohl Unfrieden). Was für Heuchler.
                Strukturprobleme nicht beseitigt, echte Täter nicht richtig verfolgt. Und morgen wird die nächste falsche Sau durchs Dorf getrieben. Aber anderen Gelegenheit gegeben, anderweitig mißliebige Personen loszuwerden. Amazon, Facebook, Microsoft, bestimmt demnächst Premium-Mitglieder bei FSF, Gnome & Co. Die Datenkrake Google hat sich ja schon eingekauft mit GSoC und ihrer "Open Source"-.Software.

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                  Von Naja am Di, 1. Oktober 2019 um 17:13 #

                  In dubio pro reo zieht hier nicht, denn Stallman selbst geht in dem Post davon aus, dass Minsky Sex mit der Minderjährigen hatte:

                  The accusation quoted is a clear example of inflation. The reference reports the claim that Minsky had sex with one of Epstein’s harem. (See [den Link lässt mich diese Forumssoftware nicht posten])
                  Let’s presume that was true (I see no reason to disbelieve it)

                  Und versucht dann eben das ganze zu relativieren.

                  Jeder (aus meiner Sicht) vernünftige Mensch hätte gesagt, ach du Kacke, das war aber richtig Scheiße von Minsky, falls er es wirklich gemacht hat. Da hab ich jetzt auch keine Entschuldigung dafür.

                  Damit hätte er den Typ nicht verraten und alles wäre ok gewesen. Aber er scheint ja schon davon auszugehen, dass Minsky nicht unschuldig ist und versucht das noch weißzuwaschen.

                  Aber unsere Standpunkte sind ausgetauscht. Von mir aus EOD hier.

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                    Von Wetterhase am Di, 1. Oktober 2019 um 19:08 #

                    In der Tat geht er davon aus, da war ich abgerutscht in die allgemeine Diskussionen, in der das auch getan wurde, obwohl es wohl nicht handfest bewiesen scheint und auch Gegendarstellungen hehauptet werden ("I know; I was there. Minsky turned her down"). Aus der Ferne: man weiß nix..
                    Schon ein paar Tage her, da war die Erinnerung unscharf, danke für die Korrektur.

                    Jedoch, genau diese "Relativierung" ist eben das in dubio pro reo an das ich mich erinnere:
                    unter der Annahme, daß es zu sexuellen Handlungen kam, kann es sein, daß sich beide Seiten interessiert gezeigt haben und Minsky nicht davon ausging, hier wäre jemand geschickt worden (und außerdem das juristische Alter vielleicht falsch eingeschätzt hat). Ich denke das selbst, vor dem Hintergrund von Dingen, die ich bei anderen erlebt/gesehen habe, die ich mir selbst nicht vorstellen kann in Sachen Altersunterschied, in beide Richtungen, die mich aber gelehrt haben, das vieles zwanglos möglich scheint zwischen Postpubertären in Sachen Sex und z..B. physische Erscheinung nebensächlich.
                    In dem Falle wäre dann die Bezeichnung "Assault" als Anklage gegen Minsky nicht korrekt, sagte Stallman,. Und wenn man Personen annimmt, denen altersbasiert Einwilligungsfähigkeit zugestimmt wird, dann kann man das so sehen. Das es Gewalt immer noch für das Opfer ist, ist etwas anderes, denn der zwangausübende Täter wäre ja Epstein.

                    Das nur als "relativierend" abzutun, ist meinem Rechtsempfinden nach falsch, selbst wenn die Möglichkeit weniger wahrscheinlich ist (da würde ich zustimmen).
                    Solange es aber nicht unwahrscheinlich ist (und nicht nur nach eigenem Empfinden), ist es eine Möglichkeit, die im Zweifel in Betracht zu ziehen sein sollte. Und in einer zivilisierten, aufgeklärten, gerechten Gesellschaft sollte das auch ausgesprochen werden können.

                    So, Standpunkt gefixt. EOD dann auch für mich.

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            Von Anonymous am Di, 1. Oktober 2019 um 16:09 #

            Von "Zwang" habe ich in der Berichterstattung eher nichts gelesen. Eher davon, dass die US-Gesetze Minderjährige vor sich selber schützen sollen.

            Und dass der Typ, den RMS verteidigt hat, sich nicht den Ausweis (bzw. in den USA: Führerschein) hat zeigen lassen.

            Prostitution Minderjähriger will ich keinesfalls verteidigen oder verharmlosen, aber üble Nachrede ist auch nicht "ohne". Pass mal besser auf, dass Dir Deine grosse Moralkeule nicht auf die Füße fällt.

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              Von Naja am Di, 1. Oktober 2019 um 16:44 #

              Und du denk mal nach. Zuhälterei mit Minderjährigen kann gar nichts anderes sein als Zwangsprostitution. Weil sie eben minderjährig sind.

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                Von Anonymous am Di, 1. Oktober 2019 um 21:16 #

                Zunächst hat RMS nicht den Zuhälter verteidigt, sondern einen Kunden der jungen Dame, die erst 17 war; wäre sie 18 gewesen, wäre das Ganze rechtlich nicht zu beanstanden gewesen, wenn ich das recht verstanden habe.

                Und die hat es bewusst und freiwillig für Geld und aus "Sehnsucht nach was besseres" (Titel einer NDR-Fernsehserie) ;) gemacht.

                Du willst offenbar alle Leute unter 18 für unzurechnungsfähig erklären.

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                  Von Unkundiger am Mi, 2. Oktober 2019 um 13:34 #

                  "bewusst und freiwillig" (citation needed)

                  Oder bringt hier jemand eigene Erfahrungen ein? Wie ist es so mit 17 Jahren auf dem Strich? "Gemanaged" von anderen, die Druckmittel haben (z.B. fehlende Aufenthaltgenehmigung dank gesetzwidrig eingewanderter Eltern)? Die einem "Kunden" zuweisen, statt daß man sie sich aussuchen kann?
                  Was Unzurechnungsfähigkeit angeht, die ist nicht nur für Unter-18-jährige ein Fall...

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                Von Verfluchtnochmal_5987108 am Do, 3. Oktober 2019 um 19:54 #

                Und du lässt dir vor dem Sex ganz sicher immer und ohne Ausnahme einen Ausweis zeigen? Ich bezweifle das genauso wie dass du dich nicht mal grob verschätzten kannst

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    Von wagnbeu0 am Mi, 2. Oktober 2019 um 13:17 #

    Es gibt nun einfach mal Situationen, wo man das benötigt. Freiheit an sich ist gut, aber es gibt vor allem in Firmen Situationen, wo ich sicherstellen muss, dass derjenige, der etwas erhält, nicht damit machen kann, was er will.

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Von wagnbeu0 am Mi, 2. Oktober 2019 um 13:23 #

Hallo, hat jemand schon Erfahrungen mit dem neuen Client, der das Virtual Drive unterstützt?

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