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Thema: Umstellung von GCC auf C++11 geplant

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von cadr am Di, 1. Oktober 2019 um 10:09 #

Die GNU-Projekte wirken mittlerweile ziemlich altbacken auf mich. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass dort die Zeit schon lange stehen geblieben ist. So richtig einladend ist GNU nun nicht – eher so ein Tummelplatz für alte, verschrobene Haudegen. Das muss nichts Schlechtes sein, aber neue Leute gewinnt man so nicht. Bin ich da allein oder geht es anderen auch so?

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    Von buntstifte am Di, 1. Oktober 2019 um 11:29 #

    ja, das wollen die scheinbar gar nicht ändern. etliche programieren für ihre community und das wars. eyecandy? ästhetisch ansprechender desktop? wozu? sollen die daus gefälligst selber einstellen, wenn ses bunt haben wolln.

    so mein eindruck.

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    Von Bert am Di, 1. Oktober 2019 um 12:10 #

    Ich verwende Clang und GCC parallel. Reihenfolge hat sich umgedreht. Mein Skript nutzt erst Clang. Gibt's da ein Problem, dann nutze ich eben GCC. Ich musste längere Zeit nichts über diesen Weg kompilieren, kann also nicht sagen, ob GCC heutzutage altbacken sei. So detailliert beschäftigt mich das nicht. Aber was mir auffiel, ist, dass seit der Existenz von LLVM und Clang sich das Rad etwas schneller dreht.

    Bei Clang ist es natürlich klar, weil dort interessierte Firmen dahinterstehen, nicht nur Apple allein. Ich habe mit damals mit den Beweggründen für die Entstehung von Clang auseinandergesetzt. Ob sich das GCC-Projekt in ähnlicher Weise angepasst hat, weiss ich nicht, vermute es aber. Ich weiss nur, dass nach der quasi Fertigstellung von LLVM unter Apple-Ägide und den ersten Vorschlägen von Chris Lattner gegenüber Steve Jobs dieser ernsthaft dahinter stand und das Projekt vorangetrieben hat. Der hat sich ja gerne in alle Details eingemischt und selbst die Aussprache des Namens vorgegeben. :-) In der Folge sind dann auch andere Firmen auf Clang draufgesprungen.

    Und das ist natürlich eine andere Hausnummer als das GCC-Projekt. Dann von "altbacken" Richtung GCC zu reden, da weiss ich nicht, ob das gerechtfertigt ist. Ich bin ein Freund von Tooling und nutze das, was funktioniert. Das ist mal das Eine, mal das Andere. Die Einen gewinnen, die Anderen verlieren Anteile; wenn man nicht gegensteuert, dann eben nicht. Ich glaube aber schon, dass GCC noch sehr lange Bestand haben wird. Interessant ist die Entwicklung in der Sache allemal. Konkurrenz belebt das Geschäft. Ich denke GCC kann/konnte profitieren.

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      Von cadr am Di, 1. Oktober 2019 um 13:55 #

      Vielen Dank für deine Einschätzung. Clang und GCC sind sehr gute Beispiele. Auf jeden Fall belebt Konkurrenz das Geschäft. Ich frage mich halt zunehmend, wie GNU-Projekte auf Nachwuchsentwickler wirken. Die Jüngerne gehen da unbedarfter und auch unvoreingenommener an die Sache heran, während ich Clang lange Zeit kategorisch wegen Apple abgelehnt habe.

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    Von #! am Di, 1. Oktober 2019 um 21:16 #

    Die GCC-Entwicklung wird zum Großteil von bezahlten Entwicklern getragen.

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Von Anon am Di, 1. Oktober 2019 um 13:24 #

Finde ich super, denn durch jeden neuen Standard wurde C++ ein Stück lesbarer. Dies gilt auch für Move Semantics sowie RValue References. Vorausgesetzt man möchte sich damit auseinandersetzen, was leider bei Vielen noch nicht der Fall ist.

Für Anfänger, die dann am GCC mitprogrammieren wollen, wäre dies insbesondere hilfreich.

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Von Dauerfrage am Di, 1. Oktober 2019 um 16:47 #

Ich nutze bisher eigentlich nur GCC für C++ (v11-v14, bald v17),
für Linux Debian & Ubuntu 64Bit. (Relative Alte Rechner & ein Laptop)
Ps. Ich bin nur ein Hobby Spiele Entwickler, ganz nebenbei,
>>kein< < Experte in Irgend was von diesem. :?

Welche der Compiler ist:

* Schneller.
* Benötigt weniger Ressourcen - Beim Compilieren.
* Läuft Stabiler - Zuverlässiger & Fehlerfreier.

Kompilat:

* Gibt es wesentliche Größen Unterschiede bei den Kompilaten,
oder Laufzeit Geschwindigkeits- Unterschied.
* Gibt es Stabilitäts- & Zuverlässigkeits- Unterschiede bei den Kompilaten.

Sonstiges:

* Wie Zuverlässig sind die Sanitizer (wie bei GCC asan, ubsan, usw...)

* Welcher Compiler ist eurer Meinung insgesamt am Besten. :)

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    Von kadflkajsdklfjakls dflkasjdlkf am Di, 1. Oktober 2019 um 23:32 #

    > Schneller.

    Meinst du damit Zeit zum Kompilieren? Meiner Erfahrung nach GCC, aber es kommt stark auf den Code drauf an. Außerdem holt Clang einiges wieder raus, da es mit den super schnellen LLD-Linker mitbringt. Das kommt dann halt auf dein Projekt drauf an, wieviel Zeit dort fürs Linken drauf geht.

    > Benötigt weniger Ressourcen - Beim Compilieren.

    Du meinst Arbeitsspeicher? Ich glaube da gibt es kaum Unterschiede (mir ist es nie aufgefallen).

    > Läuft Stabiler - Zuverlässiger & Fehlerfreier.

    GCC würde ich sagen. Aber mit Clang hatte ich in den letzten Jahren auch keine Probleme mehr. Also mittlerweile sind beide sehr stabil.

    > Gibt es wesentliche Größen Unterschiede bei den Kompilaten, oder Laufzeit Geschwindigkeits- Unterschied.

    Da gibt es immer wieder Benchmarks zu und es kommt immer drauf an. Letztendlich lässt sich sagen, dass es keine *wesentlichen* Unterschiede gibt ;)

    > Gibt es Stabilitäts- & Zuverlässigkeits- Unterschiede bei den Kompilaten.

    Mir nichts bekannt.

    > Wie Zuverlässig sind die Sanitizer (wie bei GCC asan, ubsan, usw...)

    Der Support mit Clang war bei mir immer etwas besser.

    > Welcher Compiler ist eurer Meinung insgesamt am Besten.

    Clang, durch den LLD-Linker und Tools wie clangd, clang-format, clang-tidy.

    ABER: Probieren kostet nichts. Kompiliere einfach mit beiden und mach dir selbst ein Bild.

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Von George99 am Di, 1. Oktober 2019 um 18:36 #

Ich nutze gcc seit Version 2.3.3 und bin mit der Entwicklung schon zufrieden. Die Konkurrenz durch Clang hat dem Projekt gut getan, auch Clang ist ja inzwischen durchaus benutzbar.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 01. Okt 2019 um 18:37.
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Von UChef am Mo, 7. Oktober 2019 um 10:46 #

Wenn man schon eine Sprachanhebung realisieren will, wieso zum Teufel dann auf C++11? Das Teil ist mittlerweile 8 Jahre alt und hatte seine Ecken und Kanten. Man müsste ergo mindestens auf C++14 setzen (std::make_unique z.B.), wenn es denn schon etwas altes sein muss.

Wieso aber nicht C++17? Auch dies ist ein Standard, der absolut etabliert ist - da drin ist kein großes "Ding" drin und damit auch kein großes Risiko, etwas zu bleeding edge zu sein.

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