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Mi, 2. Oktober 2019, 08:59

Software::Kernel

Linux mit initialer Unterstützung von USB 4.0

Knapp einen Monat nach der offiziellen Veröffentlichung von USB 4.0 wurde die erste Implementierung des neuen Standards unter Linux vorgestellt. Mit einer offiziellen Einbindung in den stabilen Zweig wird allerdings erst in ein paar Monaten gerechnet.

Larry Ewing

USB 4.0 wurde Ende August verabschiedet und wird die Geschwindigkeit der Geräte gegenüber der alten Version 3.2 signifikant erhöhen. Die neue Spezifikation ist ein gemeinsamer Nachfolger von USB 3 und Thunderbolt 3. Die Anfang 2019 an die USB-IF übergebene Thunderbolt-Spezifikation wird dazu so erweitert, dass sie unter anderem wie bei USB üblich eine verzweigende Struktur unterstützt. Die Geschwindigkeit von USB 4.0 liegt bei 40 Gbit/s, was gegenüber Thunderbolt 3 keine Erhöhung darstellt. Laut Informationen von Tom's Hardware ist mit ersten Geräten mit USB 4.0 nicht vor der zweiten Jahreshälfte des kommenden Jahres zu rechnen.

Knapp einen Monat nach der offiziellen Vorstellung steht nun eine initiale USB 4.0-Implementierung allen Linux-Nutzern zur Verfügung. Wie die Intel-Entwickler Mika Westerberg auf der Linux Kernel Liste (LKML) bekannt gab, ist der neuer Treiber ab sofort auch für die Allgemeinheit zugänglich und kann einem Review unterzogen werden. Der Entwickler bittet alle Anwender, die im Besitz von Prototypen sind, die neue Funktionalität zu testen. Laut Westerberg ist die Entwicklung als »Request for Comments« (»Bitte um Kommentare«) zu verstehen, da einige Funktionen noch nicht abgeschlossen seien. Unter anderem fehle es der Implementierung an Power-Management-Funktionen.

Nutzer, die den neuen Treiber ausprobieren wollen, finden in sysfs neue Attribute, die unter anderem die Geschwindigkeit anzeigen. Der Treiber unterstützt sowohl Verbindungen über Firmware-basierte Verbindungen, wie sie bei PCs zum Einsatz kommen werden, als auch Verbindungen über Software, wie bei Apple-Produkten. Zu den weiteren Funktionen gehören ferner PCIe-, USB 3- und Display-Port-Tunneling sowie P2P-Netzwerkverbindungen und Firmwareaktualisierungen. Mit einer offiziellen Einbindung in den stabilen Zweig wird in ein paar Monaten gerechnet.

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