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Thema: Offener Brief der FSFE an EU-Abgeordnete

19 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Josef Hahn am Mo, 7. Oktober 2019 um 14:56 #

Solange 99% der Leute ihren kompletten Tagesablauf per Whatsapp steuern, ist die Forderung nach Open Source in öffentlichen Stellen nichts weiter als ein akademisches Gedankenspielchen.

Und jetzt fragt mich nicht wieder nach der Lösung. Wenn ich ausm Haus zum Auto gehe, kommen mir im Schnitt ein oder zwei Leute entgegen. Abends Retour. Wisst ihr, was ich nur einmal oder zweimal pro Woche erlebe? Dass mir diese Leute _nicht_ mit Smartphone in den Pranken entgegenkommen.

Und wisst ihr, was auf diesen Smartphones wahrscheinlich überhaupt keine Rolle spielt?

Genau: Freie Software. Außer dass die Hersteller sich in diesem Fundus bedienen und den Kram danach kapseln und verdongeln bis ultimo.

Wenn der Webbrowser da drauf tatsächlich noch Open Source ist, dann dient der ja auch nur noch dazu, irgendeine Datenverarbeitung in Ohio fernzusteuern damit.

Ich wundere mich gerade bei der FSF*E* dass sie dieses Thema auch so überhaupt nicht angehen will... Das will irgendwie alles niemand sehen...

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    Von linuchs am Mo, 7. Oktober 2019 um 15:24 #

    Also am besten gleich den Kopf in den Sand stecken?
    Gute Einstellung!

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      Von Josef Hahn am Mo, 7. Oktober 2019 um 15:43 #

      > Also am besten gleich den Kopf in den Sand stecken?

      Das ist ehrlicher als symbolische Quatsch-Aktiönchen, die die Stimmungslage aufhübschen, ohne dass es wirklich einen Grund dazu gäbe.

      Dann erzählt mir so eine leere Nase auf der nächsten Cocktailparty, dass die Situation ja total toll ist, und die FSFE jetzt ja sogar für Open Source in Politik und Forschung kämpft...

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    Von Michael Weimann am Di, 8. Oktober 2019 um 12:32 #
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      Von Josef Hahn am Di, 8. Oktober 2019 um 17:07 #

      Na das wäre doch schonmal ein schönes Thema für den Einstieg. Soll sich die FSFE da mal hinterfuchsen! Das ist sicher noch keine Thema in der Breite, aber es wäre schonmal ein erster Schritt, der auch ein bisschen Substanz hat.

      Danke für den Link; das muss man sich mal irgendwo wegspeichern für die nächste Offline-Diskussion mit überoptimistischen Baumkuschlern...

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    Von Sindbad am Di, 8. Oktober 2019 um 13:00 #

    Wenn ich ausm Haus zum Auto gehe...
    ich fahre mit dem ÖPNV. Seit Facebook und Whatsapp ist es wunderbar still im Bus. Keine schreiender Schüler, keine Unterhaltungen. Endlich Ruhe ;)

    ...ist die Forderung nach Open Source in öffentlichen Stellen nichts weiter als...
    Das Problem geht durch alle Sektoren der IT. Mit meinen Empfehlungen "kein Windows", "kein Google", "kein Facebook" gelte ich schon lange als extremistischer Nerd. Sei's drum. Ich installiere gerade mit meinen Nerd-Kollegen ein großes GlusterFS Storage System für unsere Forschungsdaten nachdem Microsoft Azure doch nicht genommen wurde. Man muss halt weiter kämpfen und darf die Hoffnung nicht aufgeben.

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      Von Anonymous am Di, 8. Oktober 2019 um 15:47 #

      ich fahre mit dem ÖPNV. Seit Facebook und Whatsapp ist es wunderbar still im Bus. Keine schreiender Schüler, keine Unterhaltungen. Endlich Ruhe ;)

      Wow, der war gut!

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      Von blablabla233 am Di, 8. Oktober 2019 um 15:47 #

      Nice!!! Wieso Gluster und nicht Ceph oder Coda? Frage rein aus interesse da wir auf Ceph gesetzt haben.

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        Von Sindbad am Di, 8. Oktober 2019 um 20:20 #

        der Entscheidungsprozess war sehr langwierig, da viele "Experten", inkl. einer sehr Windows-affinen Administratorgruppe überzeugt werden mussten. Neben Cephs stand auch noch Lustre und ZSF on Linux zur Auswahl.
        Nach vielen Tests und Case-Studien war klar, dass unsere Windows-Admins nur mit Support bereit waren, das neue System zu betreuen. Mit GlusterFS konnten wir RedHat-Support inkl. Schulungen einkaufen den wir nur für beschränkte Zeit (voraussichtlich 1 Jahr) benötigen werden. Gluster + Co. ist OpenSource und läuft auch mit CentOS. Alles in allem: Günstig im Vergleich anderen Systemen, die professionellen Support beinhalten.

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    Von Michael Stehmann am Di, 8. Oktober 2019 um 13:47 #

    Die Freie-Software-Bewegung ist vielfältig. Da gibt es Gruppen, die Software entwickeln, andere, die sie zu Distributionen paketieren, und schließlich auch Gruppen, die sich um die politische und gesellschaftliche Arbeit kümmern. Letzteres ist die Aufgabe der FSFE. Man sollte ihr daher nicht vorwerfen, dass sie ihren Job macht.

    Dies bedeutet aber nicht, dass es keine Unterstützer der FSFE gäbe, die beispielsweise auch an der Entwicklung eines möglichst freien Smartphones oder an der Distribution Freier Software hierfür arbeiten. Sie tun das aber eben in den jeweiligen Gruppen und nicht "unter der Flagge" der FSFE.

    Die Vielfalt der Gruppen innerhalb der Freien-Software-Bewegung ist einer vernünftigen Arbeitsteilung geschuldet, wobei niemand gezwungen ist, seine Talente ausschließlich in einem Projekt zu entfalten.

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Von Oiler der Borg am Mo, 7. Oktober 2019 um 15:38 #

aber ohne "Köfferchen" geht da gar nix

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Von Atalanttore am Mo, 7. Oktober 2019 um 16:32 #

Die Bestandsdaten in vielen Firmen und Behörden sind in proprietären Formaten von Microsoft Office gespeichert.

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Von was ist das am Di, 8. Oktober 2019 um 06:31 #

Ich denke es bringt wenig irgendwelche offenen Briefe zu schreiben, wenn die eigene Basis nicht stimmt und teilweise auch ziemlich marode erscheint. Open Source macht es bereits vor und funktioniert sehr gut. In dem man mit der Welt, statt gegen sie, agiert, gibt es heute sehr viel unabhängige Software. Diese wird geteilt und erweitert.

"Freie Software" schließt sich aber schon vorher aus, in dem sie sagt: Nur zu unseren Bedingungen! Deswegen spielt sie auch immer weniger eine Rolle. Nicht viele möchten mit ihr dann spielen.

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    Von throgh am Di, 8. Oktober 2019 um 08:58 #

    Hübsch verzerrt dargestellt: Nicht "zu unseren Bedingungen" sondern "zu Bedingungen der Allgemeinheit"! "Open-Source" hat kein sozialethisches Konstrukt und das Interesse dafür besteht auch mitnichten aus der Richtung. Die daraus resultierenden Lösungen sind mitnichten autark und unabhängig, auf mittel- bis langfristige Sicht werden sie dann auch vereinnahmt von rein zentralisierten Interessen. Bleibt Mensch dadurch "frei"? Wohl kaum, wenn dann sukzessive Schnittstellen zu proprietären Diensten wie "Google Drive", "Microsoft OneDrive" oder Anderen (einfach nur exemplarisch genannt) implementiert werden. Aber ein Hoch auf "Open-Source" - nicht!

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