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Mo, 7. Oktober 2019, 13:55

Gesellschaft::Politik/Recht

Offener Brief der FSFE an EU-Abgeordnete

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) hat einen offenen Brief an die Parlamentarier und Entscheidungsträger der Europäischen Union verfasst. Es geht darum, das durchaus vorhandene Interesse an freier Software in konkrete Beschlüsse umzusetzen.

FSFE

Ende September trafen sich Experten für freie Software aus ganz Europa in Brüssel. Das Ziel des Treffens war es laut Free Software Foundation Europe (FSFE), die führende Rolle von freier Software in der digitalen Transformation in Europa zu erörtern. Besonders ging es darum, wie die europäischen Institutionen diese Entwicklung unterstützen können.

Nach der Wahl zum Europaparlament in diesem Jahr sind viele Abgeordnete ausgeschieden und entsprechend viele neue hinzugekommen. Auch die Europäische Kommission ändert sich und wird in den kommenden Wochen umstrukturiert. Wie frühere Debatten, darunter die aus Sicht der freien Gemeinschaft vollständig falsche Copyright-Reform, gezeigt haben, ist es wichtig, die Entscheidungsträger gründlich über freie Software zu informieren. Denn weitere Gesetzesinitiativen, die auch freie Software betreffen, werden unweigerlich kommen. Laut FSFE ist innerhalb der europäischen Institutionen ein steigendes Interesse am Einsatz freier Software zu verspüren. Oft kann dies aber aufgrund des fehlenden politischen Willens nicht weiter verfolgt werden.

Aus diesem Grund haben die Teilnehmer der Treffens einen offenen Brief verfasst, der an alle Abgeordneten und Entscheidungsträger der Europäischen Union gesandt werden soll. Der Brief fasst die Positionen der FSFE zusammen und enthält Empfehlungen, freie Software im Bereich der Forschung und anderen Bereichen besser zu unterstützen, verstärkt freie Software einzusetzen und Richtlinien zu beschließen, die freie Software unterstützen oder zumindest nicht ihren Interessen entgegenstehen. Insbesondere sollte eine Organisationseinheit geschaffen werden, die für freie Software in der EU zuständig ist. Vor Entscheidungen über Gesetze sollten Vertreter von freier Software dazu konsultiert werden. Von den Behörden entwickelte Software soll unter einer freien Lizenz veröffentlicht werden und Absichtserklärungen zum Einsatz freier Software sollten umgesetzt werden.

Der offene Brief kann von allen Organisationen unterzeichnet werden, die die Forderungen unterstützen wollen. Interessenten sollten sich per E-Mail an die FSFE wenden.

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