Login
Newsletter
Werbung

Thema: Richard Stallman soll den alleinigen Vorstand des GNU-Projekts aufgeben

65 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
0
Von Josef Hahn am Di, 8. Oktober 2019 um 11:04 #

In unserer festgefahrenen und oft sehr ärgerlichen Welt ist es doch schön, wenn man zwischendurch mal so Themen reinbekommt, die jeden mitnehmen. Da kann jeder der will eine zu Meinung haben (man braucht keinerlei Sachkenntnisse in irgendwas und kann das praktisch auswürfeln oder einfach aus der Facebook übernehmen), man macht sich das gute Gefühl, für eine bessere Gesellschaft zu kämpfen, und ein definitives 'Falsch' gibt es am Ende auch nicht (mal vorausgesetzt die eigenen Meinung verlässt nicht völlig die Sphäre des guten Geschmacks).

Da kann sich Richie ja jetzt freuen auf Meetings mit seinen Wing(wo)men in der GNU WhatsApp Gruppe oder im SlackTeams. Wenn ich Richie wäre, wäre mir der Scheiss vielleicht auch zu blöd. Van Rossum habt ihr ja auch davon überzeugt bekommen, dass er auch noch andere Hobbys hat. :)

  • 0
    Von throgh am Di, 8. Oktober 2019 um 11:32 #

    Kritik ist bisweilen ja in Ordnung. Jedoch stelle ich mir die Frage wohin das Ganze noch führen soll: Defakto sind "Open-Source" und "freie Software" ja schon vor langer Zeit getrennte Wege gegangen. Das waren aber noch andere Zeiten und unternehmerischer, kapitalistischer wie auch neoliberaler Müll hatte die Denkweise Vieler noch nicht so unterlaufen wie heute. Heute dagegen lässt sich mit einer Meldung auf einem anti-sozialen Netzwerk der persönlichen Wahl (gleichgültig ob quelloffen oder nicht) so dermaßen viel Sturm verbreiten, dass dies ein beträchtlicher Teil der täglichen "Neuigkeiten" geworden ist - und ich meine mitnichten üble Konstrukte oder Beleidigungen sondern immer weiter gehende Unterstellungen.

    Und Unternehmen haben gelernt auf dieser Blockflöte hoch wie runter zu spielen. Das sind keine einfachen Werbeanzeigen mehr, über welche Microsoft versucht GNU/Linux zu verunglimpfen. Nein, hier werden Prinzipien unterlaufen und global attackiert.

    0
    Von Anonymous am Di, 8. Oktober 2019 um 12:59 #

    Ja, so geht Meinungslenkung.

    Mit solchen billigen Empörungsgeschichten kann man die Leute davon abbringen, sich für den wahren Skandal unserer Zeit zu interessieren.

    Sogar die New York Times berichtet über die Tatsache, dass ein paar Superreiche die staatlichen Institutionen erfolgreich gekapert haben:

    In den USA zahlen inzwischen die 400 Reichsten einen geringeren Steuersatz als die Ärmsten und die Mittelklasse, und die Wirtschaft stockt, weil die "Normalos" zu wenig Geld haben, das sie ausgeben könnten.

    Solche Nachrichten, die Sprengkraft entwickeln könnten, müssen unbedigt unter irgendwelchen Bullshit-News beerdigt werden.

    • 0
      Von msi am Di, 8. Oktober 2019 um 15:09 #

      Der wahre oder vielmehr wirkliche „Skandal unserer Zeit“ ist nicht, dass es einige Superreiche gibt, die erfolgreich Steuern hinterziehen und erheblichen politischen Einfluss haben, sondern etwas viel Grundlegenderes: Nämlich, dass der überwiegende Teil der Menschen in dieser Gesellschaft darauf angewiesen ist, sich selbst fortwährend als Arbeitskraftbehälter zu verscherbeln und dann seine Arbeitskraft für Zwecke, die weder autonom gesetzt noch grundlegend (oder überhaupt) vernünftig sind, unter der Privatherrschaft eines Arbeitsherrn (wie immer gesetzlich beschränkt und scheinverfreundschaftlicht die auch sein mag) zu verausgaben. (Wobei im Übrigen auch jener Arbeitsherr seine Zwecke nicht autonom gesetzt hat.)

      Grundlegend unvernünftig sind diese Zwecke und damit das ganze Verhältnis, weil die Bedienung menschlicher Bedürfnisse in diesem ganzen Zirkus lediglich ein Abfallprodukt ist. Und wer davon schreibt, dass „die Wirtschaft stockt, weil die "Normalos" zu wenig Geld haben, das sie ausgeben könnten“ und das als Kritik versteht, stellt sich auf den Standpunkt des Kapitals.

      Dieses Verhältnis aufzuheben, liegt außerdem nicht im Machtbereich von 300 Superreichen, weswegen die allenthalben mindestens implizit geforderte „Beseitigung“ des „einen Prozent“ daran auch nichts Wesentliches ändern würde. Wo bspw. Leute, die Steuern hinterzogen oder sich unlauterer Geschäftspraktiken bedient haben, rechtlich zur Verantwortung gezogen werden, handelt es sich dem Grunde nach stets um ein Nachjustieren einer der Ideologie nach freien Konkurrenz der Warenproduzenten, die sich aus sich heraus nicht erhalten könnte (wie man sieht).

      Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert. Zuletzt am 08. Okt 2019 um 15:13.
      • 0
        Von Anonymous am Di, 8. Oktober 2019 um 15:44 #

        Hey,

        halt' Dich mal an die Spielregeln. Nach der deutschen Verkehrsordnung ist im politischen Bereich das "Links überholen" inzwischen verboten ;)

        0
        Von Naive Vorstellungen... am Mi, 9. Oktober 2019 um 07:54 #

        ... vom Kapitalimus prägten diesen Post.

        Ich fass mich mal kurz mit einem Klassiker von Brecht:

        Reicher Mann und armer Mann
        standen da und sahn sich an.
        Und der Arme sagte bleich:
        »Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich«.

        • 0
          Von Alpabetiker am Mi, 9. Oktober 2019 um 09:23 #

          Wenn das Gedicht das eigentliche Problem umschreibt, dann ist die Lösung einfach:
          bei den Reichen mehr nehmen und bei den Armen verteilen. Das sollte auf Dauer helfen. (Warum wurde die Vermögenssteuer nochmal abgeschafft?)

          • 0
            Von Josef Hahn am Mi, 9. Oktober 2019 um 10:45 #

            >> »Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich«
            > Wenn das Gedicht das eigentliche Problem umschreibt, dann ist die Lösung einfach

            Aber so einfach ist es ja nicht. Es gibt natürlich tragische Ausnahmen und Ungerechtigkeit. Man kann auch das Bildungssystem durchkauen im Zuge dieser Debatte. Aber handvoll Leute, die reich sind, zeichnet wahrscheinlich eines aus: Es sind keine naiven Kopfnicker, die das um sie herum alles irgendwie passiv zur Kenntnis nehmen und halbwegs toll finden. Sondern das sind Leute, die irgendwann mal ausm Quark gekommen sind und die Initiative ergriffen haben. Und zwar für sich selbst. Greta macht's für's Klima und für Youtube, der "reiche Mann" hat's halt einfach nur für sich getan. Vorallem weiß er ja auch, dass er das Spielchen mit dem "armen Mann" machen kann. Die meisten Leute machen aber halt hauptsächlich Netflix und nicken Kopf.

            • 0
              Von msi am Mi, 9. Oktober 2019 um 13:57 #

              Aber handvoll Leute, die reich sind, zeichnet wahrscheinlich eines aus: Es sind keine naiven Kopfnicker, die das um sie herum alles irgendwie passiv zur Kenntnis nehmen und halbwegs toll finden. Sondern das sind Leute, die irgendwann mal ausm Quark gekommen sind und die Initiative ergriffen haben.

              Allerdings spielen da die Verfügungsgewalt über kapitalproduktiv einsetzbares Eigentum, also Eigentum, mit dem sich aus Geld mehr Geld machen lässt – worin ja der ganze Zweck der Akkumulation besteht –, ebenso wie die bereitschaft, sich einigermaßen rücksichtslos in der kapitalistischen Konkurrenz zu behaupten, schon auch eine entscheidende Rolle.

          0
          Von msi am Mi, 9. Oktober 2019 um 13:48 #

          Auf meine vermeintlich naiven Vorstellungen vom „Kapitalismus“ mit einem Klassiker von Brecht zu antworten, in dem das aktuelle gesellschaftliche Verhältnis darauf runtergebrochen wird (und zwar von dem, der diesen Klassiker zitiert), dass Einige reich sind, weil Andere arm sind (was allerdings stimmt), ist leider ein schlechter Scherz.

          Ich fass mich mal kurz mit einem abgewandelten Klassiker von Horkheimer: Wer von Warenform nicht reden will, der soll auch vom Kapitalismus schweigen.

        0
        Von pointer am Mi, 9. Oktober 2019 um 17:48 #

        Wow! Daneben erscheint der Kommunismus doch eher als "rechte" Ideologie.

      0
      Von pointer am Mi, 9. Oktober 2019 um 17:45 #

      In den USA zahlen inzwischen die 400 Reichsten einen geringeren Steuersatz als die Ärmsten und die Mittelklasse, und die Wirtschaft stockt, weil die "Normalos" zu wenig Geld haben, das sie ausgeben könnten.

      Die Arbeitslosenquote in den USA hat im September ein 50-Jahre-Tief erreicht: 3,5 %. Soviel zu "Wirtschaft stockt".

    0
    Von akf2 am Di, 8. Oktober 2019 um 16:58 #

    Wie der Lateiner sagt: »divide et impera« - »Spalte und herrsche«.

    • 0
      Von klopskind am Di, 8. Oktober 2019 um 23:08 #

      Aber wer spaltet und wer herrscht hier? Cui bono?

      • 0
        Von klopslehrer am Mi, 9. Oktober 2019 um 09:28 #

        Die Antwort ist einfach:
        Die Mächtigen/Einflussreichen/Vermögenden die Ohnmächtigen/Harzbezieher/Unvermögenden.
        Gretchenfrage: Wer hat in einer Demokratie das Sagen/die Macht/das unbeeinflussbare Volkswohl im Blick? Die Antwort hierauf zeigt die Lösung auf ...

        • 0
          Von klopskind am Mi, 9. Oktober 2019 um 10:20 #

          Die Antwort ist einfach:
          Ich finde es nicht einfach, das zu beantworten. Deshalb fragte ich ja. ("Wer nicht fragt, bleibt dumm.")

          Gibt es in diesem Fall überhaupt die Antwort?

          Die Mächtigen/Einflussreichen/Vermögenden die Ohnmächtigen/Harzbezieher/Unvermögenden.
          Sprich alle... oder nehmen Sie die Mittelschicht aus? Falls ja, wie definieren Sie diese?

          Wer hat in einer Demokratie das Sagen/die Macht/das unbeeinflussbare Volkswohl im Blick? Die Antwort hierauf zeigt die Lösung auf ...
          Idealerweise herrscht in einer Demokratie das Volk. In der Praxis sieht das meistens etwas anders aus, sobald man ein wenig hinter die Kulissen blickt.

          Und genau deshalb liegt die Antwort meiner Frage nicht auf der Hand. In diesem Sinne:

          Da steh ich nun, ich armer Tor!
          Und bin so klug als wie zuvor;
          Heiße Magister, heiße Doktor gar
          Und ziehe schon an die zehen Jahr
          Herauf, herab und quer und krumm
          Meine Schüler an der Nase herum –
          Und sehe, daß wir nichts wissen können!
          Johann Wolfgang von Goethe, "Faust - Der Tragödie erster Teil" (1808), Der Tragödie
          Erster Theil. - Nacht. (358)

          • 0
            Von pointer am Mi, 9. Oktober 2019 um 18:05 #

            Und hier die Lösung:

            Es möcht' kein Hund so länger leben!
            Drum hab' ich mich der Magie ergeben.
            Ob mir durch Geistes Kraft und Mund
            nicht manch' Geheimnis werde kund.
            Dass ich nicht mehr mit sauerm Schweiß
            zu sagen brauche, was ich nicht weiß.
            Dass ich erkenne, was die Welt
            im Innersten zusammenhält
            schau alle Wirkenskraft und Samen
            und tu nicht mehr in Worten kramen!

            Mit freundlichen Empfehlungen! ;)

            p.s.: Aus dem Gedächtnis rezitiert - die Interpunktion mag nicht ganz stimmen.

            Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 09. Okt 2019 um 18:29.
    0
    Von 1 am Di, 8. Oktober 2019 um 23:07 #

    ... wie Sie es sind. ;)

0
Von Henry am Di, 8. Oktober 2019 um 11:17 #

Es geht schon einige Zeit hoch her. Nicht nur bei GNU und in der FSF, sondern auch im europäischen Ableger FSFE. Ohne Mitglied zu sein und nur Subscriber auf einigen FSFE-Mailinglisten bekomme ich schon genug mit um das alles nur noch abstoßend zu finden. Da gehts um (angebliche) Konspirationen, Erpressungen, usw. Die Aussagen und der Rücktritt von RMS war nur der Anlass, der alles zum überlaufen brachte.

M.E. bräuchte es eine komplette Neuorganisation der Freien Software Bewegung. Ohne einen alles beherrschenden Übervater. Ob das im Rahmen der Organisationsstruktur der FSF und FSFE noch möglich ist wage ich zu bezweifeln.

PS: Hier noch ein Link zur Mailingliste, als Quellennachweis und für Leute, die sich das antun möchten. Persönlich habe ich alle FSFE-Listen abbestellt.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 08. Okt 2019 um 11:37.
  • 0
    Von Josef Hahn am Di, 8. Oktober 2019 um 11:29 #

    Ich will nicht sagen, dass das nicht stattfindet. Ehrlich gesagt bin ich auf dieser Liste nicht. Was ich aber weiß: Millennials und noch Jüngere sehen schnell "Konspirationen, Erpressungen", wo man sie eigentlich nur mal versucht hat, fachlich zu korrigieren. Da ist alles immer Big Big Drama. Nur in der Sache geht nie irgendwas vorwärts. Wie gesagt, ich weiß nix Konkretes dazu. Aber ich würde mich nicht wundern, wenn die Abwägung "Mitglied" vs. "beherrschenden Übervater" doch eher in der Graustufe liegt.

    0
    Von CS am Di, 8. Oktober 2019 um 11:32 #

    Die ganze Szene ist nur noch peinlich und anstrengend. Das fängt bei den Dachorganisationen an und hört bei den Einzelprojekten noch nicht auf.

    0
    Von Alphager am Di, 8. Oktober 2019 um 12:14 #

    Das ist keine FSF-Mailingliste, sondern eine Liste die (mit gestohlenen Emailadressen) von einer Privatperson betrieben wird.

    1
    Von blablabla233 am Di, 8. Oktober 2019 um 12:46 #

    Wir befinden uns im Jahre 2019 n.Chr. Die ganze freie Software ist von den Enterprise`lern besetzt... Die ganze freie Software? Nein! Ein von unbeugsamen BSD`ler bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Mainstream und deren Rechtsgelehrte Widerstand durch nichtbeachtung zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die Enterprise-Legionäre, die als Besatzung in den befestigten Lagern Googleurum, Amazonix, Facebooknix und Microsoftum liegen...

    • 1
      Von Anonymous am Di, 8. Oktober 2019 um 13:04 #

      Tzzz, Dein Kompass ist wohl defekt.

      Die Enterprise-Legionäre haben auch seit jeher das BSD-Dorf ausgeplündert, sogar mit ausdrücklicher Erlaubnis der Bewohner.

      • 1
        Von blablabla233 am Di, 8. Oktober 2019 um 15:44 #

        Eben NICHT ausgeplündert. ZFS und DTrace wurde als Hinkelstein importiert. Sag bitte was geplündert wurde und vorallem was es der BSD'lern geschadet hat (komm nicht mit Apple, die gaben den llvm)

        • 0
          Von throgh am Di, 8. Oktober 2019 um 17:13 #

          Schön, dass du von Anbeginn Namen von Unternehmen ausschließt - macht die Debatte gleich noch einfacher, da es genau das Problem beschreibt. "Apple" ist auf einmal außen vor weil sie "beigetragen" haben? "Google", "Facebook" und "Microsoft" dann auch sogleich? Danke, gut demonstriert. Denn steigt der Anteil an Nutzer*Innen hinsichtlich BSD? Eher weniger. Gibt es eine Umorientierung und die besagten Unternehmen legen wesentliche Belange offen, so dass sie auch adaptiert und erweitert werden können als freie Softwarepakete? Schnittstellen seitens DirectX beispielsweise? Hach, auch nicht. Tja, aber Pragmatismus ist halt was "Feines" und Prinzipien genau da nur "hinderlich". ;-)

          Aber Brotkrumen, die gibt es dann halt doch einmal zwischendurch.

          • 0
            Von kraileth am Mi, 9. Oktober 2019 um 08:15 #

            Wie gut, daß Du nicht pauschal über die Bank urteilst und dabei etwa unterstellst, man würde keine Prinzipien haben oder sich nur wenig darum scheren. Denn das ist grundfalsch. FreeBSD betreibt seit Jahren einen riesigen Aufwand, um ein GPL-freies Basissystem liefern zu können. Das schmeckt dem gemeinen GNU-Anhänger freilich ganz und gar nicht, aber es ist ein Punkt, an dem sich unzweifelhaft zeigen läßt, daß man Prinzipien hat, die man sehr wohl hochhält. Von OpenBSD wollen wir gar nicht erst anfangen - die sind bei ihren Prinzipien derart eisern, daß man sie wohl als Fanatiker (aus meiner Sicht allerdings im guten Sinne) ansprechen darf.

            Aber zur Sache: Der Abwehrreflex „fang nicht mit Apple an“ hat gute Gründe, da man als BSD-Freund genau dieses Lied immer und immer wieder vorgesungen bekommt, obwohl es blödsinnig ist (außer LLVM wäre noch z.B. noch CUPS zu nennen). Ja, diese Art der Vorwärtsverteidigung mag hier nicht extrem hilfreich gewesen sein, aber sie ist - wenn man etwas guten Willen aufbringt, die andere Seite zu verstehen - absolut nachvollziehbar.

            Geplündert hat im Übrigen keine der genannten Firmen. Dieses Wort ist und bleibt falsch. Denn ich behaupte, daß ich nicht der einzige sein dürfte, dem nichts fehlt - einfach, weil man uns nichts weggenommen hat. Plündern setzte aber voraus, daß wir hinterher mit weniger dastünden als zuvor, was so aber nicht der Fall ist.

            Wie es sich hinsichtlich der Nutzer*innen verhält, kann ich Dir nicht sagen. FreeBSD hat zwar einen feministischen CoC angenommen und es gibt mindestens auch bei OpenBSD mindestens eine mir bekannte Person mit SJW-Syndrom und teilweise seltsamen Anwandlungen - aber der Mann ist zumindest unbestreitbar technisch gut und es darf sicherlich jeder irgendwo seinen Spleen haben. Aber nach meinem Gefühl hält sich der Zustrom von Menschen mit besonderen Wehwehchen, die sonst aber nichts können, in engen Grenzen. Was es hingegen tatsächlich gibt, sind normale Leute, welche die BSDs für sich entdecken. Da gibt es schon ein gesundes Wachstum.

            Was Deinen Einwurf mit den Schnittstellen angeht - der wohl auf das beliebte „Einbahnstraßen“-Argument hinauslaufen dürfte, muß ich Dich enttäuschen: Doch, das gibt es durchaus. Kannst Du z.B. bei AMD wahrnehmen, wo man sich sehr bemüht hat, den Open Source-Treiber für die Grafikkarten zu verbessern. Sogar nVidia gibt sich nicht mehr ganz so verschlossen wie einst (auch wenn sie noch einen ziemlich langen Weg vor sich haben...). Valve hat den Wine-Fork Proton angeschoben und unterstützt die Sache - und Proton ist Open Source. Wenn Du spezifisch BSD im Blick hast - Intel hat nach dem Meltdown-Debakel, als kleine Entschuldigung, eine Abteilung in seinem Open Source Center eingerichtet, die für Verbesserungen an FreeBSD zuständig ist und dabei angefangen, z.B. die Energieverwaltung auf Intelprozessoren (z.B. Tiefschlaf für Laptops usw.) zu verbessern. Schlecht ist, daß es inzwischen teilweise den Eindruck gibt, Projekte würden Open Source, wenn man sie loswerden will („zum Sterben an die Apache Foundation übertragen“). Aber das ist wieder vielfach ein Community-Problem, da es zu wenige Open Source-Entwickler gibt, die es sich leisten können, „einfach so“ zu einem Projekt beizutragen.

            • 0
              Von pointer am Mi, 9. Oktober 2019 um 10:07 #

              [...] - wenn man etwas guten Willen aufbringt, die andere Seite zu verstehen - [...].

              Das kann man bei Menschen mit ideologischem Scheuklappensyndrom sicher ausschließen. Aber irgendwie sind solchermaßen beschränkte Leute auch zu beneiden - ihre Welt ist so klein und so einfach.

              Geplündert hat im Übrigen keine der genannten Firmen. Dieses Wort ist und bleibt falsch. Denn ich behaupte, daß ich nicht der einzige sein dürfte, dem nichts fehlt - einfach, weil man uns nichts weggenommen hat. Plündern setzte aber voraus, daß wir hinterher mit weniger dastünden als zuvor, was so aber nicht der Fall ist.

              Wichtige Richtigstellung. Gilt auch für Linux und andere OS-Projekte. Wo stünde denn z. B. der Kernel ohne die Beiträge aus der Unternehmenswelt? Aber bei den Anhängern der unbefleckten Empfängnis evoziert das natürlich kognitive Dissonanzen.

              [...]Aber nach meinem Gefühl hält sich der Zustrom von Menschen mit besonderen Wehwehchen, die sonst aber nichts können, in engen Grenzen.

              Au weia - da bin ich aber mal auf die Reaktionen hier gespannt. ;)

              [...]Aber das ist wieder vielfach ein Community-Problem, da es zu wenige Open Source-Entwickler gibt, die es sich leisten können, „einfach so“ zu einem Projekt beizutragen.

              Was ist mit "die es sich leisten können" gemeint gemeint? "Keine Zeit" würde ich nämlich ausschließen, da imo *keiner* zeitlich immer bis in die Haarspitzen ausgelastet ist. Das wäre ja auch kein Leben.

              0
              Von throgh am Mi, 9. Oktober 2019 um 10:57 #

              Wie gut, daß Du nicht pauschal über die Bank urteilst und dabei etwa unterstellst, man würde keine Prinzipien haben oder sich nur wenig darum scheren. Denn das ist grundfalsch. FreeBSD betreibt seit Jahren einen riesigen Aufwand, um ein GPL-freies Basissystem liefern zu können. Das schmeckt dem gemeinen GNU-Anhänger freilich ganz und gar nicht, aber es ist ein Punkt, an dem sich unzweifelhaft zeigen läßt, daß man Prinzipien hat, die man sehr wohl hochhält. Von OpenBSD wollen wir gar nicht erst anfangen - die sind bei ihren Prinzipien derart eisern, daß man sie wohl als Fanatiker (aus meiner Sicht allerdings im guten Sinne) ansprechen darf.

              Moment, ich habe über "Unternehmen" gesprochen. Also der Punkt hinsichtlich "freie Software und Kommerz". Und ja: Genau da unterstelle ich gerne auch pauschal einen weit zu großen Pragmatismus dieser Tage und der ist mitnichten allein auf der Seite BSD sondern noch weit tiefergehend überall zu finden. Dahingehend finde ich OpenBSD schon sehr angenehm, da eben eisern. Wenn wir aber über Details sprechen: Für meinen Geschmack sind allein im Kernel von OpenBSD schon zuviele Firmware-Blobs vorhanden und von daher freue ich mich auf das Vorhaben des Hyperbola-Teams genau das in Angriff nehmen zu wollen (Link).

              Kommen wir aber zurück: Der sozialethische Aspekt ist bei der GPL weit höher als eben der Punkt individueller Freiheiten. Wer sich daran stört kann eben sehr gerne auch zu anderen Lizenzformen greifen und muss dann eben damit rechnen, dass sich Unternehmen früher oder später einschalten sofern das Projekt nur groß und beliebt genug wird. Womit wir bei grundlegenden Fragen ankommen, beispielsweise hinsichtlich altruistischer Handlungsweisen und pragmatischer Denkweise. Letztere hat zuletzt für erheblich sichtbare Auswüchse gesorgt und auch dafür, dass eben "Open-Source" meines Erachtens sich von "freier Software" komplett entfernt hat.

              Aber zur Sache: Der Abwehrreflex „fang nicht mit Apple an“ hat gute Gründe, da man als BSD-Freund genau dieses Lied immer und immer wieder vorgesungen bekommt, obwohl es blödsinnig ist (außer LLVM wäre noch z.B. noch CUPS zu nennen). Ja, diese Art der Vorwärtsverteidigung mag hier nicht extrem hilfreich gewesen sein, aber sie ist - wenn man etwas guten Willen aufbringt, die andere Seite zu verstehen - absolut nachvollziehbar.

              Nein, es ist mitnichten nachvollziehbar und das habe ich konkret auch geschrieben warum ich das so sehe. Ich könnte ansonsten auch wieder damit anfangen, dass "freier Software" zugewandte Menschen auch sogleich wieder ein restriktives Lizenzmodell vorgehalten wird oder sie sogleich für was auch immer beschimpft werden. Dabei sind das aber unnötige wie auch schlussendlich verzerrende Nebenschauplätze, die erhebliche "Wunden" reißen und die Debattenkultur nur noch verschärfen. Aber es ist ja bereits wieder einmal getan worden wie ich lese und so wird Mensch einfach wie schlicht als "Fanatiker" mit einer simplen, einfachen Welt in die Schublade gestopft. :-)

              Geplündert hat im Übrigen keine der genannten Firmen. Dieses Wort ist und bleibt falsch. Denn ich behaupte, daß ich nicht der einzige sein dürfte, dem nichts fehlt - einfach, weil man uns nichts weggenommen hat. Plündern setzte aber voraus, daß wir hinterher mit weniger dastünden als zuvor, was so aber nicht der Fall ist.

              Ich habe das Wort nicht in den Munde genommen sondern habe - wie auch nachzulesen ist - darauf verwiesen, dass es eben keine Zunahme oder zumindest einen Ausgleich gibt. Es sind allenfalls Brotkrumen und natürlich fehlt geneigten Nutzer*Innen initial relativ wenig bis nichts. Aber auf Sicht gilt ein anderes Prinzip wie beispielsweise Apple-Gerätschaften, welche dann manche Nutzer*Innen aus sicherlich für sie passenden Gründen später nutzen. So verschwindet dann initial "freie Software" als Dorn im Auge der Pragmatiker*Innen, danach aber auch sukzessive weiter "Open-Source". Eine Vereinnahmung passiert! Aber hey: Das kann Mensch ja auch weiter ignorieren und stattdessen hier Beschimpfungen und Diskreditierungen zulassen.

              Wie es sich hinsichtlich der Nutzer*innen verhält, kann ich Dir nicht sagen. FreeBSD hat zwar einen feministischen CoC angenommen und es gibt mindestens auch bei OpenBSD mindestens eine mir bekannte Person mit SJW-Syndrom und teilweise seltsamen Anwandlungen - aber der Mann ist zumindest unbestreitbar technisch gut und es darf sicherlich jeder irgendwo seinen Spleen haben. Aber nach meinem Gefühl hält sich der Zustrom von Menschen mit besonderen Wehwehchen, die sonst aber nichts können, in engen Grenzen. Was es hingegen tatsächlich gibt, sind normale Leute, welche die BSDs für sich entdecken. Da gibt es schon ein gesundes Wachstum.

              Die Begrifflichkeit "SJW" ist und bleibt ein Schimpfwort, genutzt zur Abwertung einer Grundhaltung. Aber schön, dass du demjenigen auch diese zugestehst ... wobei: Das gilt ja nur weil dieser "unbestreitbar technisch gut ist" und irgendwie darf ja "Jeder" seinen "Spleen" haben. "Zustrom mit Menschen mit besonderen Wehwehchen" ist dabei letztlich dann die Abwertung, welche ich hier so vielsagend immer wieder lese - wahlweise zwischen den Zeilen oder aber auch wie hier nun direkt und offen. Mag so nicht gemeint sein, aber letztlich ist es eine privilegierte Haltung, weil Mensch sich schlicht als "besser" darstellen will.

              Was Deinen Einwurf mit den Schnittstellen angeht - der wohl auf das beliebte „Einbahnstraßen“-Argument hinauslaufen dürfte, muß ich Dich enttäuschen: Doch, das gibt es durchaus. Kannst Du z.B. bei AMD wahrnehmen, wo man sich sehr bemüht hat, den Open Source-Treiber für die Grafikkarten zu verbessern. Sogar nVidia gibt sich nicht mehr ganz so verschlossen wie einst (auch wenn sie noch einen ziemlich langen Weg vor sich haben...). Valve hat den Wine-Fork Proton angeschoben und unterstützt die Sache - und Proton ist Open Source. Wenn Du spezifisch BSD im Blick hast - Intel hat nach dem Meltdown-Debakel, als kleine Entschuldigung, eine Abteilung in seinem Open Source Center eingerichtet, die für Verbesserungen an FreeBSD zuständig ist und dabei angefangen, z.B. die Energieverwaltung auf Intelprozessoren (z.B. Tiefschlaf für Laptops usw.) zu verbessern. Schlecht ist, daß es inzwischen teilweise den Eindruck gibt, Projekte würden Open Source, wenn man sie loswerden will („zum Sterben an die Apache Foundation übertragen“). Aber das ist wieder vielfach ein Community-Problem, da es zu wenige Open Source-Entwickler gibt, die es sich leisten können, „einfach so“ zu einem Projekt beizutragen.

              Kurzum: Kenne ich durchweg und da brauchst du mich auch nicht enttäuschen. Meine Kritik bleibt dennoch denn auf Sicht sind das Alles keine "Gaben" auf Basis des Gemeinschaftsgedankens sondern schlichtweg unternehmerische Interessen allein aufgrund der Tatsache, dass sich heutzutage Systeme inzwischen vielfältiger verteilen und Zuspruch erhalten haben aufgrund von Verbesserungen. Aber bezugnehmend auf deine Beispiele einzeln:

              - AMD und Open-Source ist ein schönes Thema, denn Mensch braucht weiterhin einen proprietären Firmware-Blob, um überhaupt grundlegende Möglichkeiten der Grafikeinheit ansprechen und nutzen zu können. Frei ist das nur bedingt!

              - NVidia ist nicht mehr ganz so verschlossen? Nö, aber sie gehen sogar noch weiter und nutzen signierte Firmware-Blobs.

              - Valve und Proton: Wird weiterhin getan, weil Valve sich eben unter Linux etabliert hat und von Linuxnutzer*Innen auch dafür aus mir unerfindlichen und unverständlichen Gründen gefeiert wird. Steam ist per Definition "unfrei" und nur weil einige Komponenten jetzt als "quelloffen" unter die Menge geworfen werden ändert sich an dem Status nun einmal herzlichst wenig. Womit wir wieder beim Thema "Brotkrumen" wären! Und von DRM selbst will ich zu dem Zeitpunkt erst einmal gar nicht anfangen, da Steam auch das Selbige ist denn ohne Client keine Installation.

              - Intel und Meltdown: Schön, dass du es als "Entschuldigung" wertest. Über die Management-Engine derweil sollte Mensch aber auch noch sprechen denn seit 2009 ist dieses Debakel ein derbes Problem für grundlegend freie Hardware.

              So unter dem Strich ist für mich wieder hier Alles gesagt und auch mehr klar: Apologetentum für Unternehmen? Kein Thema. Beleidigungen und Diffamierungen? Nicht durch dich direkt, Abwertungen sind zwar auch in deinem Text enthalten, aber Andere haben ja bereits die Gelegenheit ergriffen. Wirkliche Diskussionen über "freie Software"? Nope. "Open-Source" halt!

              • 0
                Von throgh am Mi, 9. Oktober 2019 um 11:13 #

                Addendum: Ich füge noch hinzu, dass ich die Bezeichnung "Kopfnicker" hier inzwischen durchweg nachvollziehen kann und als passend betrachte. Obligat dann die direkte Formulierung, welche auch gerne verwendet wird:

                Wo wären wir denn ohne die Beiträge der Unternehmen!

                Als gäbe es keine Möglichkeiten das herauszufinden und sich stattdessen nur stetig auf das Dasein als Apologet*In zu verlassen. Und als würden Unternehmen das nicht auch wissen und dann schlussendlich für ihre eigenen Zwecke nutzen. Deckungsgleiche Sichtweisen könnten dabei durchaus vorhanden sein, sind aber kein Garant eher nur Zufall. Beispiele gibt es reichlich, werden aber noch erfolgreich ignoriert! :-D

                0
                Von pointer am Mi, 9. Oktober 2019 um 11:28 #

                Wieder Masse statt Klasse aus dem ideologischem Kerker. Und das Gegenteil von "frei".

                0
                Von kraileth am Mi, 9. Oktober 2019 um 12:55 #

                Über die Firmware-Blobs könnte man separat streiten. Dabei bin ich übrigens auch gar nicht besonders festgenagelt, sondern eher Deiner Position zugeneigt. Ich kann die OpenBSD-Entwickler verstehen, die sagen: „Ob die Firmware nun aus dem System auf das Gerät geladen wird oder anderweitig drauf kommt, spielt keine große Rolle“. Langfristig muß aus meiner Sicht alles offengelegt werden und ich bin auch für eine längere Übergangszeit bereit, einige Schmerzen auszuhalten, um da hinzukommen.

                Wenn die Hyperbolas das wirklich machen: Hut ab und ich bin im Rahmen meiner Möglichkeiten dabei! Danke für den Link darauf, das Kernel-Projekt hatte ich noch nicht auf dem Schirm. Ich hatte auch mal einen freundlichen Menschen ohne nähere BSD-Erfahrung unterstützt, der einen Guide für LibertyBSD schrieb. Was letzteres Projekt angeht, habe ich nur Bauchschmerzen, es zu empfehlen, da sie gegenüber OpenBSD inzwischen schon einige Hauptversionen zurück sind. Heimlich die Daumen gedrückt hatte ich dem Projekt die durchaus. Ich habe früher gerne auch Trisquel GNU/Linux und später Parabola genutzt. Grundlegend kann ich mit den Linux-Libre-Leuten. Nein, eigentlich sind sie mir sogar sympathisch, weil sie nicht zuerst eine Überzeugung wie eine Monstranz vor sich hertragen, sondern primär etwas machen - und die Sache durchziehen. Hyperbola scheint ja Blut geleckt zu haben und will ja nun Xenocara importieren und damit Xorg ablösen. Mögen sie guten Erfolg damit haben! Pacman und PKGBUILDs kenne ich aus meinen Arch-Zeiten gut genug, daß dieses Projekt recht anziehend wirkt.

                Über den nächsten Punkt werden wir vermutlich höchstens zum Minimalkonsens kommen, daß wir unter Freiheit unterschiedliche Dinge verstehen. ;)

                Die Freiheit, andere als Fanatiker zu bezeichnen, die sich aus meiner Sicht fanatisch verhalten, nehme ich mir einfach heraus. Wobei ich gestehe, daß dies natürlich gesellschaftlich eine stark negative Einfärbung hat, die ich so gar nicht meine. Es ist ja durchaus denkbar, daß ein Fanatiker die absolute Wahrheit gefunden hat und diese nun fanatisch verficht. Damit wäre er dann gewissermaßen im Recht. Ich bin aber der Ansicht, daß, wenn man sich einer höheren Wahrheit annähert, Raum für unterschiedliche Ausprägungen sein muß, womit der „klassische“ Fanatismus unverträglich ist. Aber da kommen wir ganz schnell vom Hundertsten ins Tausendste.

                Was das „Verdrängen“ angeht: Ja, das will ich tatsächlich „zulassen“. Ich glaube, daß es gute Gründe gibt, die Fäden zu zerschneiden, an denen uns alle die Großkonzerne tanzen lassen. Aber das muß aus meiner Sicht willentlich und ausgehend von der Entscheidung des Einzelnen geschehen und niemals aufgrund der Entscheidung des Lizenzgebers! Mit anderen Worten: Jedem Urheber steht frei, seinen Code permissiv, copy-left oder proprietär zu lizenzieren. Uns steht frei, diesen Code anschließend zu nutzen - oder auch nicht. Und da müssen wir als Gesellschaft eben lernen, „nein danke!“ zu sagen, wenn die Großkonzerne ihre Leimruten auslegen. Denn seien wir ehrlich: Über die Bequemlichkeit kriegen sie uns fast alle. Aus meiner Sicht müssen wir da ansetzen und Alternativen schaffen, die die Leute auch benutzen wollen. Zwang halte ich für falsch (und langfristig sogar kontraproduktiv).

                SJW: Ja, das mag abwertend gebraucht werden, aber diese Abwertung auszusprechen möchte ich mir auch herausnehmen. Ich habe mich früher gegen blöde Witze und für eine anständige Behandlung von Frauen ausgesprochen. Dafür wurde ich als „weißer Ritter“ oder „Wallach“ beschimpft. Und obwohl ich meine Position in dieser Frage gar nicht revidiert habe, sondern weiterhin für mehr Verständnis zwischen den Geschlechtern (das Hauptproblem sehe ich nicht in der Bösartigekeit einzelner Vollidioten, sondern im fehlenden Einfühlungsvermögen und dem Aufhetzen der Geschlechter und Generationen gegeneinander), muß ich mich heute von schrillen third-wave-„Feministen“ anmachen lassen, daß ich ein wohl ein sexistischer weißer Mann (wäre ich jetzt noch „alt“, würde ich wohl dem perfekten Feindbild entsprechen...)/ Nazi / Was-weiß-ich-was sei. Solche Spinner auszulachen und ihnen Kontra zu geben, lasse ich mir nicht nehmen. Deswegen: Ja, SJW gibt es und ich halte es für völlig legitim, sie als solche anzusprechen. Leidiges Thema und wir kommen damit weit von Fragen zur Software weg, aber wichtig ist es halt doch...

                Also gut, wenn Du nach echtem, uneigennützigen Verhalten suchst, dann kann ich tatsächlich nicht liefern. Das dürfte innerhalb unseres Wirtschaftssystems auch schwierig werden. Aber auch das haben wir gewissermaßen selbst in der Hand. Wer kann, der muß eben mit gutem Beispiel vorangehen! Und ich behaupte, daß wir sogar eigentlich bestens dafür aufgestellt sind. Es gibt den Zweckbetrieb, es gibt die gGmbH/gUG, usw. Theoretisch hindert uns niemand, klein anzufangen und wirtschftlich tätig zu sein und gleichzeitig gemeinnützige Ziele zu verfolgen. Ernstgemeinte Frage: Wer hat Lust, sich näher damit zu beschäftigen?

                Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 09. Okt 2019 um 13:21.
                • 0
                  Von throgh am Mi, 9. Oktober 2019 um 13:13 #

                  Also gut, wenn Du nach echtem, uneigennützigen Verhalten suchst, dann kann ich tatsächlich nicht liefern. Das dürfte innerhalb unseres Wirtschaftssystems auch schwierig werden. Aber auch das haben wir gewissermaßen selbst in der Hand. Wer kann, der muß eben mit gutem Beispiel vorangehen! Und ich behaupte, daß wir sogar eigentlich bestens dafür aufgestellt sind. Es gibt den Zweckbetrieb, es gibt die gGmbH/gUG, usw. Theoretisch hindert uns niemand, klein anzufangen und wirtschftlich tätig zu sein und gleichzeitig gemeinnützige Ziele zu verfolgen. Ernstgemeinte Frage: Wer hat Lust, sich näher damit zu beschäftigen?

                  Freiwillige Meldung meinerseits und ich versuche mich durchaus darin bereits wäre aber müßig hier nun eine Auflistung zu tätigen und Worte sind recht geduldig. Also bleibt es einfach dabei, dass wir zumindest einig im nicht-ganz-so-einig sind. Für mich vollkommen in Ordnung und sollte ich zu harsch gewesen sein so bitte ich um Entschuldigung, aber mir ist so mancher Tonfall hier weit zu heftig derweil und oftmals auch zu persönlich, da es mitnichten um den Kern (freie Software) geht sondern mich als eine Form von "Ärgernis".

                  Durch Gegenargumente lasse ich mich gerne überzeugen und da nehme ich mir gerne auch nun einige Eindrücke mit. Dankeschön! (Kein Sarkasmus, keine Anschuldigungen oder sonstigen Dinge enthalten. Das ist ehrlich gemeint und traurig, dass ich das so dazu schreibe da es andernfalls so oder so von Anderen wieder herabgezogen wird!) :-)

                  • 0
                    Von kraileth am Mi, 9. Oktober 2019 um 13:34 #

                    Keine Sorge: Ich habe kein Problem damit, wenn es in einer Diskussion mal etwas „heißer“ hergeht. Ich nehme nicht lange übel und bin im persönlichen Gespräch normalerweise recht umgänglich. Daher auch von meiner Seite her das Friedensangebot: Ich bin kein Pöbler, der gezielt andere beleidigt, sondern nur jemand, der sich den Mund nicht verbieten läßt und die eine oder andere „Zumutung“ platziert, weil er der Meinung ist, daß wir eine gewisse - manchmal auch ein wenig „ruppige“ - Freiheit erhalten müssen, weil alles andere hieße, sich mit Denkverboten zu arrangieren. Persönlich auf die Füße treten will ich nahezu niemandem und wo ich es gefühlt getan habe, würde ich dafür auch um Entschuldigung bitten. Und auch von mir ein: Danke! Ich habe mit anderen Ansichten kein generelles Problem, vor allem dann nicht, wenn sie in zivilisierter Art und Weise dargelegt werden.

                    Falls Du möchtest, kannst Du mich gerne mal anschreiben. Ich betreibe die Domain elderlinux.org und bin unter dem gleichen Benutzernamen@ erreichbar, den ich hier im Forum auch nutze. Wir könnten uns mal zu Ideen und Projekten innerhalb der heute bestehenden Möglichkeiten austauschen. Würde mich freuen. :)

                    Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 09. Okt 2019 um 13:36.
                    • 0
                      Von throgh am Mi, 9. Oktober 2019 um 13:44 #

                      Darauf komme ich gerne zurück und derweil findest du mich beispielsweise bei Hyperbola aktiv (Link). Dort im Forum tummele ich mich gerne, da ich es dann auch gerne sehe wie sich eine Linuxdistribution an Möglichkeiten begibt!

                      Ansonsten hatte ich auch bereits so einige Vorhaben bereits realisiert aber mangels Gemeinschaftsinteresse dann doch wieder zur Seite gelegt: OpenStreamer war ein Solches als eine Form von freier Videoplattform - leichter gesagt, da inzwischen abgeschaltet. Probiert ist da Einiges bereits und ich bin durchweg dankbar für all die Möglichkeiten und gebe sehr gerne auch zurück. Sind insofern keine leeren Worthülsen oder Behauptungen! :-)

        1
        Von klopskind am Di, 8. Oktober 2019 um 23:19 #

        Betrifft das auch OpenBSD von Theo de Raadt, der vermeintlich nur schwerlich zur Kooperation mit plündernden Enterprise-Legionären zu bewegen ist?

        Auf API-Brüche alle 6 Monate, keine Binärpatches (Base & Ports), Verstöße gegen Security-Disclosure-Agreements, mangelhafte Performance und Abwesenheit gewisser Features haben die meisten Enterprise-Legionäre gar keinen Bock.

        • 0
          Von Anonymous am Di, 8. Oktober 2019 um 23:35 #

          So weit ich weiss, hat OpenBSD die gleiche Lizenz wie die anderen BSDs. Oder irre ich mich da?

          • 0
            Von kraileth am Mi, 9. Oktober 2019 um 08:19 #

            Jein. OpenBSD ist tatsächlich das BSD-Betriebssystem, das nicht unter der BSD-Lizenz steht. Die OpenBSDler bevorzugen die ISC-Lizenz. Das ist überwiegend aber nur eine Geschmacksfrage, da es sich dabei um eine sehr permissive Lizenz handelt. Durch die Lizenz in Kombination mit den genannten Einwänden kann ein Ausplündern ziemlich sicher ausgeschlossen werden.

            0
            Von klopskind am Mi, 9. Oktober 2019 um 09:48 #

            Wie viele größere Projekte, verteilt OpenBSD Software im Basissystem mit verschiedenen Lizenzen.

            Absolute Projektpräferenz ist allerdings die ISC-Lizenz. Andere permissive Lizenzen ohne Copyleft wie MIT, X11, die modernere Varianten der BSD oder zlib-Lizenz gelten schon als Kompromisse. Public Domain braucht eine spezielle Einzelfallgenehmigung.

            Lizenzen mit Copyleft wie Apache-Lizenz (ASL), GPL oder MPL werden höchstens zähneknirschend als Ausnahme zugelassen, falls etwaige Komponente absolut notwenig und alternativlos erscheint. Beispiele:
            - Apache HTTP: lange Zeit als Fork in OpenBSD und inzwischen durch OpenSMTPd abgelöst
            - GCC (und andere Teile der GNU-toolchain): auf x86 und amd64 kommt seit 2017 LLVM zum Einsatz, später wechselte LLVM zur Apache-Lizenz 2.0 (früher unter MIT-Lizenz; Kommentar von Theo zum Lizenzwechsel)

            Quelle

            • 0
              Von kraileth am Mi, 9. Oktober 2019 um 10:23 #

              Das mit der speziellen Einzelfallgenehmigung hatte ich anders in Erinnerung - ich meine, daß Pubdom nicht grundsätzlich unwillkommen ist, sondern man nur schlechte Erfahrung damit gemacht hatte, auf Projekte zu setzen, die angeblich gemeinfrei waren, sich diese Annahme dann aber als unrichtig herausstellte. Übriggeblieben ist davon wohl, daß es eine sorgfältige Prüfung geben soll, ob etwas wirklich gemeinfrei ist. Falls ja, ist nach meinem Verständnis alles gut.

              Danke aber für den Kommentar von Theo zum LLVM-Lizenzwechsel. Hatte den seinerzeit auch gelesen, aber er bringt mich noch immer zum Schmunzeln (u.a. wegen der Erwähnung, daß viele Projekte irgendwann ihren „inneres XFree86“ entdecken)! *g*

              Und kleine Korrektur: Sie meinen sicher den HTTPd als Webserver-Ersatz, nach dem flüchtigen Gastauftritt von Nginx im Basissystem. OpenSMTPd ist natürlich der wunderbare OpenBSD-Mailer! ;)

              • 0
                Von klopskind am Mi, 9. Oktober 2019 um 11:08 #

                Zu Ihrem ersten Absatz:
                Laut der oben erwähnten Quelle (Urheber der Hervorhebungen bin ich):

                While material that is truly entered into the "public domain" can be included in OpenBSD, review is required on a case by case basis. Frequently the "public domain" assertion is made by someone who does not really hold all rights under copyright law to grant that status or there are a variety of conditions imposed on use. For a work to be truly in the "public domain" all rights are abandoned and the material is offered without restrictions.

                In some jurisdictions, it is doubtful whether voluntarily placing one's own work into the public domain is legally possible. For that reason, to make any substantial body of code free, it is preferable to state the copyright and put it under an ISC or BSD license instead of attempting to release it into the public domain.

                Ich möchte keine Haare spalten, aber wo liegt für Sie der Unterschied zwischen einer Genehmigung im Einzelfall und einer "sorgfältige[n] Prüfung"? Wollen wir uns auf Prüfung im Einzelfall einigen?


                Zu Ihrem zweiten Absatz:
                typtisch Theo halt :)


                Zu Ihrem dritten Absatz:
                Ja, natürlich meinte ich Schussel eigentlich HTTPd. Danke für die Korrektur und Ergänzung! :up:

                • 0
                  Von kraileth am Mi, 9. Oktober 2019 um 11:47 #

                  Prüfung ist wunderbar, nur darum ging es mir. Bei einer Genehmigung denke ich daran, daß eine gewisse Chance auf Ablehnung besteht, während Pubdom ja kein grundsätzliches Problem ist, für das man nur ab und an Ausnahmen zu machen bereit ist, sondern einfach nur sorgfältig geprüft werden muß. Aber insgesamt stimme ich zu, daß die Problematik bleibt - wir sind ja in Deutschland davon auch betroffen. Man kann hier ja sein Urheberrecht nicht rechtswirksam aufgeben. Bleiben also CC0, WTFPL & Co. :x

    0
    Von Michael Stehmann am Di, 8. Oktober 2019 um 13:24 #

    Den Disclaimer vorweg: Meine Solidarität mit der FSFE als Verein und ihrem Vorstand ist notorisch eine eher kritische.

    Man sollte aber einige Fakten berücksichtigen.

    Der derzeitige "Präsident" der FSFE ist der dritte im Amte. Es hat also "von Zeit zu Zeit" einen Wechsel in der Führung gegeben. Ein guruhafter "Präsident auf Lebenszeit" ist der Kultur der FSFE eher fremd. Insofern erscheint es mir ungerecht, FSF und FSFE "in einen Topf zu werfen".

    Man kann Richard Stallman berechtigterweise vorwerfen, nicht frühzeitig für einen fähigen Nachfolger Sorge getragen zu haben. Nun aber werden die, die seinen Rücktritt befördert haben, ihre sachdienliche Exzellenz und Einsatzbereitschaft praktisch beweisen müssen.

    Die Überlegungen zur Nachfolgefrage gelten IMO auch für das GNU-Projekt. Es sollte eigene, von seiner Person unabhängige Strukturen entwickeln. Bei der Entwicklung solcher Strukturen gibt es genügend Orientierung innerhalb der Freien-Software-Bewegung.

    Dass der Augenblick dafür ein unglücklicher ist, steht dabei auf einem anderen Blatt.

    • 0
      Von rockdaboot(PW vergessen) am Do, 10. Oktober 2019 um 23:48 #

      Das GNU Projekt ist keine Organisation im eigentlichen Sinn. Es gibt daher auch keine "offiziellen" Posten. RMS ist in der Tat "nur" derjenige, der seine Zeit in organisatorische und repräsentative Aufgaben steckt. Das könnte jeder andere auch machen - und ja, es gibt und gab schon immer viele Leute (auch innerhalb von GNU) die kritisieren, es dann aber nicht schaffen auch nur einen kleinen Teil zu den gewünschten Änderungen beizutragen.Zudem kann keiner innerhalb von GNU einem anderen etwas verbieten - wenn sich also RMS nicht zurücknimmt, wird sich nichts ändern. Und das wird er wohl nur tun, wenn andere einspringen.

    0
    Von Gast am Di, 8. Oktober 2019 um 16:33 #

    Microsoft macht ja seit einige zeit kräftig druck. Sie Kaufen GitHub, überfluten das Netz mit ihrem Müll-code, drängen sich in den Kernel, und selbstverständlich sind sie auch stimmberechtigtes Platinmitglied in der FSF.

    Die Lachen sich ins Fäustchen und werden darauf spekulieren, einen Microsoft-Strohmann als Führungsperson zu etablieren.

    Nadella ("Microsoft <3 Linux") hat anders als Ballmer ("Linux ist ein Krebsgeschwür") oder Gates (sah sich in einem Jihad gegen Linux) definitiv Sun Tzu's "Die Kust des Krieges" gelesen.

    • 1
      Von Andre am Di, 8. Oktober 2019 um 18:11 #

      Torvalds said:

      "The whole anti-Microsoft thing was sometimes funny as a joke, but not really. Today, they're actually much friendlier. I talk to Microsoft engineers at various conferences, and I feel like, yes, they have changed, and the engineers are happy. And they're like really happy working on Linux. So I completely dismissed all the anti-Microsoft stuff."

      • 0
        Von Gast am Mi, 9. Oktober 2019 um 08:55 #

        Klingt sehr danach, als wenn sie ihn irgendwie "gekauft" haben.

        • 0
          Von klopskind am Mi, 9. Oktober 2019 um 09:57 #

          Naja, in gewisser Weise stimmt das sogar, denn Microsoft ist inzwischen Platinum Mitglied der Linux Foundation und bezhalt seinen Anteil, und die Linux Foundation finanziert u.A. die Linux-Entwicklung und stellt insbesondere Linus Torvalds Gehaltsschecks aus.

          Nun gab und gibt es diverse andere Mitglieder der Linux Foundation, aber wie heißt es doch so schön: Man beißt nicht die Hand, die einen füttert.

          • 0
            Von pointer am Mi, 9. Oktober 2019 um 18:24 #

            Dass die LF "insbesondere" Torvalds Gehaltsschecks ausstellt, darf man bezweifeln.

            Im Übrigen ist auch Intel Mitglied der LF und Torvalds hat im Kontext der Spectre-Krise in diese Richtung kein Blatt vor den Mund genommen.

            Und mal die Maßstäbe heranziehend, die Sie gerne an andere anlegen: Solche doch ziemlich gemeinen Andeutungen/Unterstellungen sind doch eigentlich unter Ihrem Niveau - oder nicht?

            • 0
              Von klopskind am Mi, 9. Oktober 2019 um 21:26 #

              Nun gut, aber ich habe extra "in gewisser Weise" geschrieben, ich habe nicht verheimlicht, dass noch viele weitere beitragende Mitglieder existieren, und "gekauft" stand schon zuvor in Anführungszeichen. In der Hinsicht beurteile ich meine Aussagen relativ und ziemlich weichgespült.

              Dass die LF "insbesondere" Torvalds Gehaltsschecks ausstellt, darf man bezweifeln.
              Quellen: [1], [2], [3], [4]

              Mir wäre unbekannt, dass sich das geändert hätte. Er ist weiterhin Fellow.

              Im Übrigen ist auch Intel Mitglied der LF und Torvalds hat im Kontext der Spectre-Krise in diese Richtung kein Blatt vor den Mund genommen.
              Sicherlich, allerdings hatte er auch die meisten der restlichen Mitglieder quasi hinter sich, jedenfalls nicht dagegen.
              Außerdem ist nicht irrelevant, dass Intel ein marktführender Hardwarehersteller ist und ist von Linux abhängig. Seine Aussagen über die Sicherheitslücken beziehen sich daher weniger direkt auf Linux, sondern auf den Umgang Intels mit der gesamte Branche im Kontext der Kommunikation und des Behebens jener Sicherheitslücken.

              Für Microsoft würde analoge Aussagen sicherlich anders aussehen, schließlich sind diese in Teilen ein direkter Konkurrent.

              In diesem Sinne finde ich Ihren Vergleich in diesem Zusammenhang eher ungeeignet.

              Und mal die Maßstäbe heranziehend, die Sie gerne an andere anlegen: Solche doch ziemlich gemeinen Andeutungen/Unterstellungen sind doch eigentlich unter Ihrem Niveau - oder nicht?
              Vor dem Hintergrund des vorangehenden Teils dieses Kommentars kann ich nicht ganz nachvollziehen, welche gemeinen Unterstellungen Sie meinen: Etwa, die dass Microsoft Linus Torvalds "in gewisser Weise" "gekauft" hätte? Was ist daran "gemein"? Und wem gegenüber? Und warum wäre das unter meinen vermeintlich sonstigen Niveau?

              Und wieso fragen Sie eigentlich? Meine Meinung zu diesem Sachverhalt hätte sowieso keinen Mehrwert.

              • 0
                Von pointer am Mi, 9. Oktober 2019 um 22:29 #

                Mir wäre unbekannt, dass sich das geändert hätte. Er ist weiterhin Fellow.

                Darum geht es nicht. Das "insbesondere" ist unangebracht.

                Für Microsoft würde analoge Aussagen sicherlich anders aussehen,[...]

                Woher wollen Sie das wissen?

                In diesem Sinne finde ich Ihren Vergleich in diesem Zusammenhang eher ungeeignet.

                Ach, wie überraschend.

                Vor dem Hintergrund des vorangehenden Teils dieses Kommentars kann ich nicht ganz nachvollziehen, welche gemeinen Unterstellungen Sie meinen: Etwa, die dass Microsoft Linus Torvalds "in gewisser Weise" "gekauft" hätte? Was ist daran "gemein"?Und wem gegenüber?

                Wenn Sie das nicht selbst erkennen, mangelt es Ihnen IMO ein wenig an Anstand.

                Und warum wäre das unter meinen vermeintlich sonstigen Niveau?

                Stimmt. Ist offenbar doch *auf* Ihrem Niveau.

                Und wieso fragen Sie eigentlich? Meine Meinung zu diesem Sachverhalt hätte sowieso keinen Mehrwert.

                Sehe ich jetzt auch so.

                • 0
                  Von klopskind am Mi, 9. Oktober 2019 um 23:02 #

                  Darum geht es nicht. Das "insbesondere" ist unangebracht.
                  Aha, mein Missverständnis tut mir leid. Ich bitte um Entschuldigung. Mit "insbesondere" meinte ich an dieser Stelle im Sinne von "auch" statt "haupsächlich", "nur" oder "ausschließlich".

                  Woher wollen Sie das wissen?
                  Ich meinte "sicherlich" synonym für "vermutlich".
                  Benötigen sogar Vermutungen Belege?

                  Wenn Sie das nicht selbst erkennen, mangelt es Ihnen IMO ein wenig an Anstand.
                  Ich werte das als ad hominem / ad personam. Damit ist diese Diskussion für mich beendet.

                  • 0
                    Von pointer am Do, 10. Oktober 2019 um 09:15 #

                    Ich werte das als ad hominem / ad personam. Damit ist diese Diskussion für mich beendet.

                    Gern.

                    Aber Sie messen mit zweierlei Maß, denn Ihr ursprünglicher Beitrag war definitiv "ad hominem".

                    Gegen andere üble Unterstellungen ausgeben, aber selbst nichts einstecken wollen/können. Schwaches Bild.

      1
      Von Anonymous am Di, 8. Oktober 2019 um 20:58 #

      Hast du da was verwechselt?

      Microsoft ist Platin-Mitglied in der Linux Foundation, nicht der FSF.

      Und in der Linux Foundation bestimmen sie über Linus' Gehalt mit, nehme ich an, denn der wird ja von der Linux Foundation bezahlt ;)

0
Von Andreusss am Mi, 9. Oktober 2019 um 11:11 #

Ich bin sehr enttäuscht. Sicher, Stallman ist an der Pensionsgrenze aber im Zusammenhang mit der Desinformationskampagne gegen sein Person ist das extrem illoyal. Wir wissen ja, was an gelogenen Argumenten gegen RMS durchs Dorf geitrieben wurde, als er Minsky gegen eine Schmierenkampagne verteidigte.

Mobbing nein danke

  • 0
    Von Drubadix am Mi, 9. Oktober 2019 um 16:24 #

    Ich kann mir GNU ohne R. Stallman kaum vorstellen.
    Das was momentan gegen ihn läuft ist recht ekelig. Auf jeden Fall tut man der Sache keinen Gefallen ihn auf diese Weise zu demontieren.

    • 0
      Von throgh am Mi, 9. Oktober 2019 um 17:21 #

      Na ja, vorstellen kann ich mir Vieles. Aber was eben überhaupt unmöglich ist: Die Art und Weise wie sich da positioniert wird nunmehr. Und es schadet einfach wie schlicht "freier Software" und reißt so dermaßen tiefe Wunden psychischer Art wenn es wirklich hart kommt. Irgendwann ist jedweder Schutz aufgebraucht!

      Dann noch einige Namen auf der Liste, von denen Mensch bisweilen nur Lippenbekenntnisse leider nur noch hört? Taten wären insofern gut, klare Prinzipien und Ideale noch besser und nicht nur Worthülsen. Ganz zu schweigen, dass das GUIX-Projekt sich ebenso damit keinen Gefallen getan hat das auf diesem Wege zu veröffentlichen und Raum dafür zu bieten.

Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung