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Thema: Richard Stallman soll den alleinigen Vorstand des GNU-Projekts aufgeben

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Von Michael Stehmann am Di, 8. Oktober 2019 um 13:24 #

Den Disclaimer vorweg: Meine Solidarität mit der FSFE als Verein und ihrem Vorstand ist notorisch eine eher kritische.

Man sollte aber einige Fakten berücksichtigen.

Der derzeitige "Präsident" der FSFE ist der dritte im Amte. Es hat also "von Zeit zu Zeit" einen Wechsel in der Führung gegeben. Ein guruhafter "Präsident auf Lebenszeit" ist der Kultur der FSFE eher fremd. Insofern erscheint es mir ungerecht, FSF und FSFE "in einen Topf zu werfen".

Man kann Richard Stallman berechtigterweise vorwerfen, nicht frühzeitig für einen fähigen Nachfolger Sorge getragen zu haben. Nun aber werden die, die seinen Rücktritt befördert haben, ihre sachdienliche Exzellenz und Einsatzbereitschaft praktisch beweisen müssen.

Die Überlegungen zur Nachfolgefrage gelten IMO auch für das GNU-Projekt. Es sollte eigene, von seiner Person unabhängige Strukturen entwickeln. Bei der Entwicklung solcher Strukturen gibt es genügend Orientierung innerhalb der Freien-Software-Bewegung.

Dass der Augenblick dafür ein unglücklicher ist, steht dabei auf einem anderen Blatt.

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    Von rockdaboot(PW vergessen) am Do, 10. Oktober 2019 um 23:48 #

    Das GNU Projekt ist keine Organisation im eigentlichen Sinn. Es gibt daher auch keine "offiziellen" Posten. RMS ist in der Tat "nur" derjenige, der seine Zeit in organisatorische und repräsentative Aufgaben steckt. Das könnte jeder andere auch machen - und ja, es gibt und gab schon immer viele Leute (auch innerhalb von GNU) die kritisieren, es dann aber nicht schaffen auch nur einen kleinen Teil zu den gewünschten Änderungen beizutragen.Zudem kann keiner innerhalb von GNU einem anderen etwas verbieten - wenn sich also RMS nicht zurücknimmt, wird sich nichts ändern. Und das wird er wohl nur tun, wenn andere einspringen.

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