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Thema: Richard Stallman soll den alleinigen Vorstand des GNU-Projekts aufgeben

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Naive Vorstellungen... am Mi, 9. Oktober 2019 um 07:54 #

... vom Kapitalimus prägten diesen Post.

Ich fass mich mal kurz mit einem Klassiker von Brecht:

Reicher Mann und armer Mann
standen da und sahn sich an.
Und der Arme sagte bleich:
»Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich«.

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    Von Alpabetiker am Mi, 9. Oktober 2019 um 09:23 #

    Wenn das Gedicht das eigentliche Problem umschreibt, dann ist die Lösung einfach:
    bei den Reichen mehr nehmen und bei den Armen verteilen. Das sollte auf Dauer helfen. (Warum wurde die Vermögenssteuer nochmal abgeschafft?)

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      Von Josef Hahn am Mi, 9. Oktober 2019 um 10:45 #

      >> »Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich«
      > Wenn das Gedicht das eigentliche Problem umschreibt, dann ist die Lösung einfach

      Aber so einfach ist es ja nicht. Es gibt natürlich tragische Ausnahmen und Ungerechtigkeit. Man kann auch das Bildungssystem durchkauen im Zuge dieser Debatte. Aber handvoll Leute, die reich sind, zeichnet wahrscheinlich eines aus: Es sind keine naiven Kopfnicker, die das um sie herum alles irgendwie passiv zur Kenntnis nehmen und halbwegs toll finden. Sondern das sind Leute, die irgendwann mal ausm Quark gekommen sind und die Initiative ergriffen haben. Und zwar für sich selbst. Greta macht's für's Klima und für Youtube, der "reiche Mann" hat's halt einfach nur für sich getan. Vorallem weiß er ja auch, dass er das Spielchen mit dem "armen Mann" machen kann. Die meisten Leute machen aber halt hauptsächlich Netflix und nicken Kopf.

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        Von msi am Mi, 9. Oktober 2019 um 13:57 #

        Aber handvoll Leute, die reich sind, zeichnet wahrscheinlich eines aus: Es sind keine naiven Kopfnicker, die das um sie herum alles irgendwie passiv zur Kenntnis nehmen und halbwegs toll finden. Sondern das sind Leute, die irgendwann mal ausm Quark gekommen sind und die Initiative ergriffen haben.

        Allerdings spielen da die Verfügungsgewalt über kapitalproduktiv einsetzbares Eigentum, also Eigentum, mit dem sich aus Geld mehr Geld machen lässt – worin ja der ganze Zweck der Akkumulation besteht –, ebenso wie die bereitschaft, sich einigermaßen rücksichtslos in der kapitalistischen Konkurrenz zu behaupten, schon auch eine entscheidende Rolle.

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    Von msi am Mi, 9. Oktober 2019 um 13:48 #

    Auf meine vermeintlich naiven Vorstellungen vom „Kapitalismus“ mit einem Klassiker von Brecht zu antworten, in dem das aktuelle gesellschaftliche Verhältnis darauf runtergebrochen wird (und zwar von dem, der diesen Klassiker zitiert), dass Einige reich sind, weil Andere arm sind (was allerdings stimmt), ist leider ein schlechter Scherz.

    Ich fass mich mal kurz mit einem abgewandelten Klassiker von Horkheimer: Wer von Warenform nicht reden will, der soll auch vom Kapitalismus schweigen.

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