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Mo, 14. Oktober 2019, 09:47

Software::Distributionen::Debian

Hyperbola GNU/Linux-libre gibt »Milky Way« v0.3 frei

Die von der Free Software Foundation empfohlene Distribution Hyperbola GNU/Linux-libre hat kürzlich »Milky Way« v0.3 freigegeben. Die Distribution setz auf Arch Linux als Basis, nutzt aber auch Komponenten anderer Distributionen.

Hyperbola

Hyperbola GNU/Linux-libre hat eine neue Version der Distribution freigegeben. Es ist die dritte Ausgabe der Reihe »Milky Way« und bietet einige einschneidende Neuerungen. So wendet sich die von der Free Software Foundation (FSF) seit rund einem Jahr empfohlene Distribution von X.Org ab und setzt künftig auf das von OpenBSD kommende Xenocara bei der Bereitstellung des Display-Servers. Xenocara basiert derzeit auf X.Org 7.7. Als Grund für die Ablösung von X.Org durch Xenocara nennen die Entwickler in ihrer Ankündigung, letzteres passe besser zu den Grundsätzen des Projekts.

Des Weiteren wurde OpenSSL durch LibreSSL ersetzt und die Unterstützung für Node.js entfernt. War es bisher problemlos möglich, von Arch Linux und dessen Derivaten zu Hyperbola zu migrieren, so wird das ab »Milky Way« v0.3 nicht mehr empfohlen. Für Anwender, die von v0.2 aktualisieren möchten, gibt es einen Migrationsleitfaden. Dieser wird neben den bereits genannten Änderungen nötig, weil Hyperbola von der von Arch Linux verwendeten Dateistruktur zum File System Standard (FHS) der Linux Foundation zurückkehrt. Bei Arch Linux ist dieser Standard durch Systemd und den UsrMerge abgewandelt.

Hyperbola ist eine Distribution, die sich für ihre Veröffentlichungen jeweils des Paketbestands eines Snapshots von Arch Linux bedient, aber nicht wie Arch als Rolling Release ausgelegt ist. Sie verwendet Patches für Sicherheit und Stabilität von Debian und Devuan und setzt auf Gentoos OpenRC als Init-System. Neben der Freiheit sind das KISS-Prinzip, der LTS-Ansatz und der Einsatz des »Linux-libre« Kernels weitere Merkmale von Hyperbola. Die Pakete der Distribution sind für i686 und x86_64 CPUs optimiert. Primäres Ziel ist es, dem Benutzer mit 100 Prozent freier Software die volle Kontrolle über sein System zu geben.

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