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Thema: Qt ändert Lizenz einiger Module

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Von /o\ am Mo, 14. Oktober 2019 um 16:06 #

"Hersteller proprietärer Software sind jedoch verpflichtet, eine kommerzielle Lizenz zu erwerben" oooooder man macht es einfach so, wie überall: Man verwendet es, ohne sich um die Lizenz zu bemühen. Die GPL schreibt ja nicht vor, dass man allen die Code zur Verfügung stellen muss. Und gerade im Industrie-Bereich, da fragt eh niemand nach Lizenzen...

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Von Atalanttore am Mo, 14. Oktober 2019 um 16:14 #

Entwickler von Open-Source-Software dürfen Qt kostenlos nutzen.

Wer in einer proprietären Software auch Qt nutzen will, muss eine kommerzielle Lizenz erwerben.

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    Von was ist das am Mo, 14. Oktober 2019 um 16:38 #

    Entwickler von kostenloser Open-Source-Software dürfen Qt kostenlos nutzen, wäre viel fairer ;)

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    Von TheRoadrunner123 am Mo, 14. Oktober 2019 um 21:12 #

    Es ist ja nicht so, dass Closed-Source-Entwickler Qt nicht kaufen würden, aber es gab mal ein Lizenzmodell, bei der mehrere hundert Dollar nur für eine Zielplattform pro Monat kassiert wurde.

    Jetzt kostet eine Lizenz für einen Entwickler 5508,00 Euro pro Jahr!

    Leider gab es keine Reaktion auf meinen Vorschlag im Qt-Blog zwischen 400-600 Euro pro Jahr und Entwickler ohne Support zu verlangen.
    Denn das wäre ein Preis, denn viele bereit waren zu zahlen; von Usern her gab es einiges an Reaktionen.
    Aber 5508,- Euro sind für kleinere Firmen ein Unding. Da ist sogar Solidworks pro Jahr günstiger.

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      Von Unerkannt am Di, 15. Oktober 2019 um 06:47 #

      Ich sehe die hohen Kosten für Qt auch als Problem. Der kleine Mittelstand kann oder will die Kosten einfach nicht tragen. Die Konkurrenz heißt Java, Dotnet und Android und die gibt es alle kostenlos.

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        Von Grmbl am Di, 15. Oktober 2019 um 11:55 #

        Die Konkurrenz heißt Java, Dotnet und Android und die gibt es alle kostenlos.

        Na dann entwickle damit mal "komplexe eingebettete Systemen mit mehreren Prozessen", viel Spaß...

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          Von Unerkannt am Di, 15. Oktober 2019 um 19:51 #

          Den Spaß hatte ich bereits mit Android. Android war da sicher nicht das Problem. Mediatek SoC mit angehängter Messeinheit. Durfte mir auch schon ein vergleichbares Projekt mit Qt anschauen. Die haben sich überhaupt nichts gegeben.

          Qt kommt vermutlich mit noch etwas weniger Hardware zurecht, aber dafür dürften die Android fähigen SoCs so zahlreich sein, dass man dadurch vermutlich nichts sparen kann. Ist aber Spekulation. Ich bin kein Einkäufer.

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          Von Ghul am Sa, 19. Oktober 2019 um 14:43 #

          Die Rechnung kann hier lauten:
          Entweder ne teure Qt Lizenz mieten oder einfach in die eingebettete Systeme teurere Mikrocontroller zu verbauen, die mit Java, Android und Co leistungsmäßig problemlos klar kommen.

          Ich schätze mal, dass letztere Lösung die günstigere ist.

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      Von Ronan Hammouya am Mi, 16. Oktober 2019 um 12:32 #

      Aber 5508,- Euro sind für kleinere Firmen ein Unding. Da ist sogar Solidworks pro Jahr günstiger.

      Das müssen aber schon ganz, ganz winzig-kleine Firmen sein. Die Leasingraten für drei Firmen-PKW sind pro Monat schon höher.

      Gegenbeispiel: Siemens SIMATIC S7 STEP7 V5.6 SP4 SPS-Software, mit der fast jede drei-Mann Elektrikerbude arbeitet, kostet z.Z. €2569,00 (Einzelplatzrechner).

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        Von Unerkannt am Mi, 16. Oktober 2019 um 22:16 #

        Fünf Mann Team, Projekt mit Laufzeit von 6 Monaten. Da muss man erst einmal einen Kunden finden, der die 25k Extrakosten für nichts tragen will. Für das Geld bekommst du halt auch noch 1-2 Entwickler für einen Monat.

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        Von Ghul am Sa, 19. Oktober 2019 um 14:45 #

        Gegenbeispiel: Siemens SIMATIC S7 STEP7 V5.6 SP4 SPS-Software, mit der fast jede drei-Mann Elektrikerbude arbeitet, kostet z.Z. €2569,00 (Einzelplatzrechner).

        Die Kosten werden halt auf den Kunden umgelegt.
        Insofern ist es sinnvoll, den Elektriker zu fragen mit welcher Software er arbeitet, denn er könnte günstiger sein.

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    Von Ghul am Sa, 19. Oktober 2019 um 14:49 #

    Qt ist halt nur für große Konzerne, die sich die laufenden Kosten leisten können.

    Die armen kleinen schwachen KMUs werden somit noch stärker aus dem Markt gedrängt, gesetzt den Fall, Qt ist so gut, dass man nichts gleichwertiges in dem Bereich findet.

    Der der viel hat, kriegt somit noch mehr. Das ist deine Vorstellung von mehr. Wenn es nach mir ginge, dann stünde die Qt unter einer freieren Lizenz wie bspw. die MIT oder zlib Lizenz.

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      Von Atalanttore am Sa, 19. Oktober 2019 um 22:51 #

      Entwickler von freier Software dürfen Qt völlig umsonst verwenden und bei manchen Projekten (z.B. KDE) fließt auch Code zu Qt zurück. Hersteller von proprietärer Software bezahlen mit ihrer Lizenz die Angestellten der Qt Company, die Qt stetig weiterentwickeln.

      Wenn es nach dir ginge, würde Qt kaum noch weiterentwickelt werden, weil die festangestellten Entwickler mangels Einnahmen entweder entlassen wurden und/oder wegen Lohnkürzungen freiwillig gekündigt haben.

      Ein Projekt, dass mehr bzw. genau deinen Vorstellungen entsprechen dürfte, wäre GTK.

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Von theuserbl am Mo, 14. Oktober 2019 um 16:49 #

Qt rudert also wieder zurück.

Es fing damit an, daß Qt 1.0 zwar den Quellcode veröffentlichte, jedoch nicht unter einer OpenSource-Lizenz stand. Daher setzte GNOME auch auf Gtk+ statt Qt.

Daraufhin wehselte Qt zur GPLv2, um auch OpenSource zu sein.
Jedoch ließ sich das OpenSource Qt nicht in ClosedSource-Anwendungen nutzen. Eine gute Plattform ist OpenSource und bietet sich sowohl OpenSource- als auch ClosedSource-Anwendungen kostenlos an.

Um Gtk+ und den anderen Bibliotheken in GNOME in nichts nachzustehen, wechselte Qt dann irgenbdwann auch zur LGPLv2.

Später änderte es sich dann jedoch zu einer Duallizenz von LGPLv3 und GPLv2+.

Und nun schmeißt Qt also so langsam die LGPLv3 wieder raus, so daß nur noch die GPLv2+ übrig bleibt.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 14. Okt 2019 um 16:53.
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    Von Traub am Mo, 14. Oktober 2019 um 17:23 #

    Wayland Compositor und Application Manager werden laut Qt Company hauptsächlich in komplexen eingebetteten Systemen mit mehreren Prozessen eingesetzt. In Desktop- oder Mobilanwendungen kommen sie nicht zum Einsatz, und in der Mehrzahl der einfachen eingebetteten Systeme ebenfalls nicht.

    Da Gtk+ nicht annähernd etwas ähnliches im Bereich komplexer eingebetteter Systeme anbietet dürfte das Qt egal sein.

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    Von kuhtee am Mo, 14. Oktober 2019 um 17:56 #

    Und nun schmeißt Qt also so langsam die LGPLv3 wieder raus, so daß nur noch die GPLv2+ übrig bleibt.

    Im Artikel steht etwas anderes:

    Die Qt Company ändert die Lizenz der Module Wayland Compositor, Application Manager und PDF von der LGPLv3 zur GPLv3.

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    Von Anon Y. Mouse am Mo, 14. Oktober 2019 um 19:37 #

    Genau deswegen gab es doch mal so eine kde qt Foundation die das recht hatte qt unter bsd zu veröffentlichen falls die Entwicklung der open source version eingestellt würde.
    Gibts das noch oder hat man das eingestellt als teolltech verschwand?

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      Von Anon Y. Mouse am Mo, 14. Oktober 2019 um 19:39 #

      Trolltech

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      Von Kuhtee am Mo, 14. Oktober 2019 um 19:46 #

      Gibt's sowas auch bei GTK+ ? Also eine Foundation die das Recht hat GTK+ unter der BSD-Lizenz zu veröffentlichen wenn die Entwicklung der Open Source Version eingestellt werden würde?

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        Von Verfluchtnochmal_5987108 am Mi, 16. Oktober 2019 um 00:23 #

        Wozu sollte es das geben du Genie? Seit wann ist gtk unter einer dualen Lizenz?

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          Von Kruzituerken am Mi, 16. Oktober 2019 um 01:10 #

          Was hat die Einstellung der Entwicklung mit einer dualen Lizenz zu tun, du Genie? Kannst du lesen?

          wenn die Entwicklung der Open Source Version eingestellt werden würde

          Bei GTK+ gefällt mit die LGPL nicht (zu unfrei), BSD oder MIT wäre besser.

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            Von Verfluchtnochmal_5987108 am Mi, 16. Oktober 2019 um 13:53 #

            Nun, gtk steht ausschließlich unter einer freien Lizenz du Genie, zwischen lesen können und sinnerfassend lesen können liegen Welten

            Wie soll dann die Entwicklung der freien Version eingestellt werden?

            Was soll denn an der LGPL unfrei sein?

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              Von Kruzituerken am Mi, 16. Oktober 2019 um 14:03 #

              Ziff 6 I LGPLv2 sieht hier vor, dass dem Anwender eine Anpassung der verlinkenden Software an eigene Bedürfnisse sowie ein reverse engineering zur Beseitigung von Fehlern erlaubt werden müsse. Dies ist als Abweichung von den üblichen deutschen Regelungen im Softwareurheberrecht bemerkenswert.

              Ferner muss auf das Vorhandensein der Bibliothek und Geltung der LGPL für die Bibliothek hingewiesen werden, ferner ist der Lizenztext der LGPL beizufügen.

              Daneben muss eine der Bedingungen der Ziff. 6 II a.) – e.) LGPLv2 erfüllt werden. Der in der Praxis am meisten verbreitete Fall ist gem. Ziff. 6 II b.) LGPL v2 die Verwendung eines geeigneten ,, shared library mechanism“, wenn etwa die Bibliotheksdatei bereits auf dem Computer/Betriebssystem des Anwenders vorhanden ist.

              Andernfalls müssen gem. Ziff. 6 II a.) LGPL v2 die Quellcodes der Programmbibliothek sowie der Objektcode oder der Quellcode des verlinkenden Programms in einer Weise beigefügt werden, die es dem Anwender erlaubt, die Bibliothek zu verändern und mit dem zugreifenden Werk neu zu verlinken, so dass ein neues executable erstellt werden kann. Alternativ kann gem. Ziff. 6 II c.) und d.) LGPL v2 auch ein 3 Jahre gültigen Angebots zur Lieferung der in a) aufgeführten Materialien abgegeben werden, auch durch Zurverfügungstellen über das Internet auf der gleichen Website.

              Quelle: Was beim Linken auf eine LGPL-Programmbibliothek zu beachten ist

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                Von Verfluchtnochmal_5987108 am Mi, 16. Oktober 2019 um 15:37 #

                Wie kann es dann sein dass es überhaupt kommerzielle Software gibt die unter Linux läuft? Ist nämlich alles gegen die glibc gelinkt

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                  Von Kruzituerken am Mi, 16. Oktober 2019 um 16:05 #

                  Weil sich niemand die Bedingungen der LGPL wirklich durchgelesen hat vielleicht?

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                  Von Kruzituerken am Mi, 16. Oktober 2019 um 16:12 #

                  Korrektur, gerade gecheckt: Offensichtlich haben sich die Entwickler für embedded devices die LGPL doch durchgelesen. Kommerzielle embedded Projekte verwenden die glibc nämlich nicht.

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                  Von Monika L. am Mi, 16. Oktober 2019 um 16:32 #

                  Wie kann es dann sein dass es überhaupt kommerzielle Software gibt die unter Linux läuft? Ist nämlich alles gegen die glibc gelinkt

                  Diese Aussage ist falsch. Alpine Linux und OpenWrt unterstützen musl (MIT), während Void Linux mehrere C-Standard-Bibliotheken unterstützt (aktuell glibc and musl). Android verwendet Bionic (BSD) und RedHat pflegt Newlib (BSD 3-clause), welches u.a. von ARM Limited mitentwickelt wird.

                  Die Problematik der LGPL für glibc auf eingebetteten Systemen ist also durchaus bekannt.

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                    Von Verfluchtnochmal_5987108 am Mi, 16. Oktober 2019 um 17:29 #

                    Wer redet von embedded devices wenn er kommerzielle software sagt?

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                      Von Monika L. am Mi, 16. Oktober 2019 um 17:55 #

                      Wer redet von embedded devices wenn er kommerzielle software sagt?

                      Der Artikel:

                      Wayland Compositor und Application Manager werden laut Qt Company hauptsächlich in komplexen eingebetteten Systemen mit mehreren Prozessen eingesetzt. In Desktop- oder Mobilanwendungen kommen sie nicht zum Einsatz, und in der Mehrzahl der einfachen eingebetteten Systeme ebenfalls nicht.

                      Wenn Sie sich allerdings nicht auf den Artikel beziehen, dann frage ich mich warum Sie den Artikel kommentieren?

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                        Von Verfluchtnochmal_5987108 am Do, 17. Oktober 2019 um 00:47 #

                        Was genau hast du am deutschen Wort "hauptsächlich" nicht verstanden und was hat das mit der Lizenz, speziell der von gtk zu tun um welches im Artikel so gar nicht geht?

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                          Von Monika L. am Do, 17. Oktober 2019 um 11:05 #

                          und was hat das mit der Lizenz, speziell der von gtk zu tun um welches im Artikel so gar nicht geht?

                          LGPL-Bibliotheken ermöglichen die Entwicklung geschlossener, kommerzieller Software auf Systemen, wo die erforderlichen LGPL-Bibliotheken entweder bereits vorhanden sind, oder per Paketmanager nachinstalliert werden können (also z.B. auf üblichen Linux-Distributionen). Bei statisch gelinkten Anwendungen oder Binärpaketen ist das aufgrund der Bedingungen Ziff. 6 II a.) LGPL v2 so gut wie unmöglich (Es sei denn, man stellt den Quell- oder Objekt-Code für Neukompilierungen durch den Kunden zur Verfügung und sorgt dafür das der Kunde das neue Binary auch installieren kann).

                          Die weiter oben stehende Aussage, (verkürzt): "GTK+ / LGPL / open source oder kommerziell-geschlossen / alles ist möglich", ist also falsch. Google hat das z.B. bei Android erkannt und verwendet deshalb keine LGPL-Bibliotheken, für die Hersteller von eingebetteten Systemen gilt das analog (man stelle sich nur vor, ein Autohersteller wäre aufgrund der Verwendung von LGPL-Bibliotheken dazu gezwungen dafür zu sorgen, dass der Kunde seinen Instrumenten-Cluster mit einer vom Kunden geänderten LGPL-Bibliothek neu kompilieren und installieren kann).

                          Fazit: LGPL-Bibliotheken sind in vielen Fällen also keineswegs eine Alternative zu einer kommerziellen Lizenz und deshalb ist GTK+ auch keine Alternative zu Qt (da es GTK+ weder unter einer kommerziellen Lizenz, noch unter der BSD- oder MIT-Lizenz gibt).

                          Ich hoffe, damit ist Deine Frage beantwortet.

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                            Von Verfluchtnochmal_5987108 am Do, 17. Oktober 2019 um 18:41 #

                            Und weiter? Niemand zwingt dich statisch zu Linken

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                              Von Monika L. am Do, 17. Oktober 2019 um 19:47 #

                              Ja richtig, der Kunde startet ganz einfach den Paketmanager auf dem Instrumenten-Cluster seines Autos und kann dann so alle von ihm geänderten LGPL-Bibliotheken installieren. Damit entspricht dann alles den Bestimmungen der LGPL. Warum ich daran nicht gedacht habe weiss ich selbst nicht. Gut das es einen Spezialisten wie dich gibt, der die Leute hier im Forum auf so etwas hinweist. Vielen Dank!

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    Von Atalanttore am Mo, 14. Oktober 2019 um 23:55 #

    Qt verdient Geld mit kommerziellen Lizenzen und nicht mit dualer Lizenzierung unter mehreren Open-Source-Lizenzen.

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      Von Falk am Di, 15. Oktober 2019 um 02:38 #

      Ja, und die Qt_company verdient leider nicht genug.
      https://en.wikipedia.org/wiki/The_Qt_Company

      Über 2 Millionen Verlust 2018 bei 45 Mio Umsatz. Das sieht insgesamt nicht vertrauenderweckend aus. Schade - nun kann keine kommerzielle Software mehr mit KDE-Bordmitteln erstellt werden (man wird doch mal träumen dürfen, dass sich Gnu KDE/Linux doch auf dem Desktop durchsetzt).

      Mein Gefühl sagt mir, dass da etwas fehlt und dass dieser Schritt auch keine Gelder für Trolltech bringt - zumindest nicht im Linux-Umfeld.

      Sinnvoller wäre wohl ein KDE-Programmierbuch, was man kaufen kann. Aber selbst wenn die Qt-Company das schreiben würde. 2 Mio Gewinn damit - vermutlich unrealistisch.

      Oder dass die Qt_Company - ehemals Trolltech - von irgendjemandem übernommen wird, der Geld (bitte deutlich über 2 Mio Euro Gewinn) mit Linux verdient und idealerweise eine Distribution im Angebot hat, die KDE als mindestens gleichwertig zu den anderen Distributionen anbietet.

      Nur - welche Distribution sollte das sein? Suse? Ob die nochmal ihre vergrauelten Privatkunden wieder haben wollen? Die sind wahrscheinlich mit ihren Enterprise-Lösungen mit Gnome-Desktop sehr zufrieden? Kubuntu? Oder die, die vor über 20 Jahren KDE als Standard-Desktop maßgeblich mit verhindert haben, also Red Hat? Oder Oracle (hust)?

      So richtig sehe ich da niemanden, der den vermutlich architektonisch besten Linux-Desktop pushen könnte. Und dazu müsste halt auch die Qt-Company gesund werden - und zwar innerhalb des Linux-Umfeldes.

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        Von Kuhtee am Di, 15. Oktober 2019 um 08:47 #

        Wie wäre es, wenn du mal den Artikel liest?

        "Qt ändert Lizenz einiger Module
        ...
        Wayland Compositor und Application Manager werden laut Qt Company hauptsächlich in komplexen eingebetteten Systemen mit mehreren Prozessen eingesetzt. In Desktop- oder Mobilanwendungen kommen sie nicht zum Einsatz, und in der Mehrzahl der einfachen eingebetteten Systeme ebenfalls nicht."

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          Von Me am Di, 15. Oktober 2019 um 10:06 #

          Die LGPL schützt nicht nur vor Missbrauch der Anwender sondern auch vor den Geschäftsinteressen des jeweiligen Copyright Inhabers. Im konkreten Fall hat Nokia die Entscheidung für die LGPL bewusst getroffen und deren Konsequenzen waren zum Zeitpunkt des Verkaufs allen Seiten bekannt.

          Dass die Qt Company ihre eigene Entscheidung bzgl. der Lizenz neuer Module trifft ist m.E. auch korrekt - da hat sie ja auch die Leistung erbracht.

          Unschön ist leider, dass z.T. Module ohne viel Substanz entstehen nur um irgendwas unter die GPL stellen zu können. Dafür wird dann an wesentlichen Modulen - z.B Qt/Widgets - nahezu nichts mehr gemacht. Das mag auch einem Mangel an Ideen geschuldet sein, hat aber sicher auch damit zu tun, dass man einem Anwender nur schwer vermitteln kann, wofür er da eigentlich bezahlen soll.

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        Von Rooolf am Di, 15. Oktober 2019 um 19:22 #

        > Über 2 Millionen Verlust 2018 bei 45 Mio Umsatz. Das sieht insgesamt nicht vertrauenderweckend aus.

        Nennt sich growth investments. Bei seit Jahren anhalten starken revenue grow, alleine 25% in 2019/Q1+Q2 siehe https://investors.qt.io/reports-and-presentations/, auch sinnig.

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        Von ac am Di, 15. Oktober 2019 um 21:23 #

        > Über 2 Millionen Verlust 2018 bei 45 Mio Umsatz.

        Die Idee, das reale Problem eines negativen Cashflows durch eine möglicherweise prohibitive Produktpolitik zu lösen, sieht mir auch nach einer potentiellen Management-Fehlentscheidung aus.

        Die müssen sich ja sicher sein, in ihrer Nische die Kunden schröpfen zu können wie Oracle, SAP oder Atlassian; da bleiben nur echte Enterprise-Kunden - und auch da rechnet ab und an das Controlling nach.

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        Von Ghul am Sa, 19. Oktober 2019 um 15:09 #

        Qt müsste unter einer freieren Lizenz, wie bspw. die MIT, gestellt werden, damit hier etwas gesunden kann.

        Natürlich kann man sich dann nicht mehr so viele Vollzeitentwickler leisten, die müssten dann nach extern ausgelagert werden und von Dritten gestellt werden.
        Die Qt Company selbst müsste bei einer solchen freieren Lizenz ein Verein oder eine Stiftung werden.

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Von Me am Mi, 16. Oktober 2019 um 17:29 #

Schaut so aus als,ob die Änderungen nicht mit allen Copyright Inhabern abgestimmt worden sind - die Ankündigung wurde jedenfalls widerrufen: https://lists.qt-project.org/pipermail/interest/2019-October/033979.html

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