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Thema: Canonical beschleunigt Gnome-Shell

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Von Lufthans am Di, 29. Oktober 2019 um 01:17 #

Klingt ja erstmal gut, wobei sich die Frage stellt, warum man sich erst jetzt mit dem Thema ernsthaft auseinandersetzt. Es ist wirklich kein Geheimnis, dass GNOME unglaublich ineffizient ist, und quasi nur noch von Windows übertrumpft wird.

Auch stört mich, dass es schon bei der letzten Version hieß, dass man revolutionäre Performance-Verbesserungen vollbracht hätte, aber das Ergebnis war eben immer noch allerhöchstens ein Krückstock, wenn auch vielleicht ein etwas schnellerer Krückstock.
Letztlich muss GNOME einfach schneller sein als ein KDE, das aktuell sowohl mit besserer Performance, als auch mit hundert mal so vielen Features punkten kann. Wenn sie das nicht schaffen, wird es immer *berechtigte* Kritik geben, dass GNOME langsam ist.

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    Von Andre am Di, 29. Oktober 2019 um 06:51 #

    >> Es ist wirklich kein Geheimnis, dass GNOME unglaublich ineffizient ist, und quasi nur noch von Windows übertrumpft wird.

    Was die im Betrieb empfundene Desktop-Rendergeschwindigkeit und Darstellungsgeschwindigkeit von Fenstern angeht war Windows inkl. Vista wohl jedem GNU/Linux-"Desktop" schon immer überlegen. Das gilt m.E. auch für KDE/Plasma. Fehlende Möglichkeiten Fenster im Rahmenmodus zu Vergrossern/Verkleinern verstärken das subjektive Empfinden m.E. noch - insbesondere bei Fehlender GPU-Unterstützung, und/oder auf GTK/Java/Scriptbasierten basierten Apps.

    Fairer Weise muss man aber auch dazu sagen das solche Optimierungen auch einiges an Knowhow und Zeit der Entwickler abverlangt. Microsoft/Apple können es sich leisten hierfür eigene Teams abzustellen - während im freien Desktop-Umfeld wohl mehr die Features im Vordergrund stehen. Schön das dennoch solche auch spürbaren Optimierungen einfliessen ...

    Für Gnome würd ich mir wünschen das der Dateimanager wieder etwas mit erweiterten Features wie z.B. mehr Darstellungsoptionen, erweiterten komprimierungs optionen etc angeboten wird... Auch sollten m.E. auch die andern Apps wie z.B. gedit/taskmanager etwas aufgebohrt werden... - in der jetzige Form stösst man oft und schnell an grenzen.
    Auch wärs m.E. wünschenswert wenn man das Dock wieder Fest am Desktop fixieren könnte...

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      Von Carl Schwarzenberg am Di, 29. Oktober 2019 um 10:47 #

      Ich habe Windows 10 Prof und openSUSE 15.1 mit Xfce auf 2 völlig identischen Laptops (T470s, 20 GB RAM, 256 GB SSD) in Bemutzung.
      Im direkten Vergleich empfinde ich das Windows GUI als unendlich träg. Erst nach dem deaktivieren aller Desktopeffekte, bis auf die Kantenglättung der Schriften, wird es etwas besser.

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        Von Andre am Di, 29. Oktober 2019 um 12:49 #

        Welche Grafikkarte setzt du ein? Welche genaue SSD? sind die korrekten Treiber unter Windows installiert, keine Basic-Treiber?
        Empfindest du alle andern Windows-Geräte ebenfalls Träge und Lahm an denen Du in Deinem leben bisher gearbeitet hast oder nur die an dem besagten Laptop?

        Wo genau macht sich die Langsame Gui unter Windows bemerkbar, beim verschieben von Fenstern, oder beim Öffnen von Applikationen?

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          Von Carl Schwarzenberg am Di, 29. Oktober 2019 um 16:34 #

          Der Rechner mit Windows wir mir vom Arbeitgeber gestellt und ist nur einer von bestimmt mehreren 1.000 im Konzern. Ich gehe davon aus, dass die Einrichtung mit dem nötigen Know How gemacht wurde. Einfluss kann ich da sowieso auf kaum etwas nehmen.
          Aber auch der etwas schwächer Desktoprechner (Win 10 Home, Medion, fette Nvidia Grafik) meiner Frau erscheint mir was den Desktop betrifft als lahm. Die hat aber etwas dagegen, wenn man ihr da drin rumfummelt.

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        Von Andre am Di, 29. Oktober 2019 um 12:55 #

        >> Erst nach dem deaktivieren aller Desktopeffekte, bis auf die Kantenglättung der Schriften, wird es etwas besser.

        Bei einem lokal eingesetztem Gerät - also kein Remote-Destop Betrieb - dann scheinst Du ein ernsthaftes problem mit deinem grafiktreiber zu haben. Welche Bildschirm-Auflösung setzt Du ein?

        Diese Grundfunktionalität schaffen heutzutage selbst alle Intel-GPUs out-of-box bis einschließlich FullHD selbst bei externen 2Monitoren. War das Gerät out-of-box mit Windows10 ausgestattet, oder hast Du ein Upgrade von einer früheren Windows-Version durchgeführt?

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    Von Oiler der Borg am Di, 29. Oktober 2019 um 09:48 #

    .... zum Glück gibt es für den Notfall noch XCFE :angel:

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    Von Tamaskan am Di, 29. Oktober 2019 um 10:17 #

    Also ich arbeite schon seit vielen Jahren mit der GNOME Shell (sowohl mit Intel-, AMD- und Nvidia-Treibern) und hatte noch nie Performance-Probleme. KDE empfand ich immer als träger, was sich aber beheben lässt, wenn man die Desktop-Effekte etwas reduziert, dann ist auch KDE richtig flott.

    Von den Features her sehe ich GNOME vorne. Bspw. funktioniert GVFS schon lange auch mit nicht-GNOME-Anwendungen, KIO funktioniert aber nur mit KDE-Anwendungen. Exchange wird in Evolution schon ewig unterstützt, in KMail wird es nur eingeschränkt unterstützt (korrigiert mich, wenn meine Infos veraltet sind).

    Es mag sein, das KDE mehr Spielereien bietet, wie die vielen Desktop-Widgets, aber mir persönlich gefällt das nicht so, ich mags lieber schlicht mit den Funktionen, die wirklich wichtig sind.

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      Von Andre am Di, 29. Oktober 2019 um 10:57 #

      Man merkt die schlechte GTK/Gnome Performance insbesondere wenn man LibreOffice oder Firefox-Fenster mit aufwendigen Inhalten resized. Hier erfolgt das Fenster-Redesign - insbesondere wenn im Hintergrund selbst wiederrum auch Komplexe Applikationen liegen - spürbar träger als beispielsweise unter Windows oder auch KDE/Plasma. Das gilt bei nVidia-GPUs sowohl unter den freien Treibern, als auch unter den Closedsrc-Treibern (wobei hier deutlich verbessert) - als auch vor 1-2 Jahrzehnten bereits unter den vesa-treibern.
      Das ist auch deutlich zu sehen wenn man nur hinsieht. Darum verstehe ich auch nicht warum man nicht verschieben/resizen von Fenstern im Rahmenmodus ermöglicht.

      >> ich mags lieber schlicht mit den Funktionen, die wirklich wichtig sind.

      Seh ich ähnlich - insbesondere beim Dateimanager wären m.E. einige zusätzliche Funktionen insbesondere für die übersichtliche Darstellung von Verzeichnissen mit vielen Dateien sinnvoll...

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        Von Tamaskan am Di, 29. Oktober 2019 um 11:22 #


        Man merkt die schlechte GTK/Gnome Performance insbesondere wenn man LibreOffice oder Firefox-Fenster mit aufwendigen Inhalten resized. Hier erfolgt das Fenster-Redesign - insbesondere wenn im Hintergrund selbst wiederrum auch Komplexe Applikationen liegen - spürbar träger als beispielsweise unter Windows oder auch KDE/Plasma.

        Verstehe nicht ganz, was du meinst. LibreOffice und Firefox sind keine GTK-Anwendungen. Electron-basierte Anwendungen sind aber tatsächlich etwas träge beim Resizen, aber auch nicht so, dass es mich stört.

        Seh ich ähnlich - insbesondere beim Dateimanager wären m.E. einige zusätzliche Funktionen insbesondere für die übersichtliche Darstellung von Verzeichnissen mit vielen Dateien sinnvoll...

        Was fehlt dir denn konkret in Nautilus? Ich finde die Darstellung sehr übersichtlich. Schön finde ich auch, dass wenn ich einen Samba-Share in Nautilus öffne, dieser dann für alle Anwendungen verfügbar ist, etwas, was Dolphin oder früher Konqueror noch nie hingekriegt haben, der Share ist dann nur für KDE-Anwendungen verfügbar, weil nicht POSIX-konform.

        Für mich ist das ein Dealbreaker, und mich wundert echt, dass die das in 20 Jahren noch nicht gefixt haben.

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          Von Andre am Di, 29. Oktober 2019 um 11:58 #

          >> Was fehlt dir denn konkret in Nautilus? Ich finde die Darstellung sehr übersichtlich. Schön finde ich auch, dass wenn ich einen Samba-Share in Nautilus öffne, dieser dann für alle Anwendungen verfügbar ist,

          z.B.: Spalten-Ansichten wie in Dolphin: Schmal zusammengefasst nach rechts Scollend, rein nur die Dateinamen - wenn ich mir eine schnelleÜbersicht über alle Dateien verschaffen möchte, oder eine bestimmte öffnen möchte.

          z.B. Einstellbar: Kleinere Icongrößen (30%)

          z.B.: Rechtsklick > Compress > "Erweiterte Optionen wie zb Split to Size + Crypt" - Analog FileRoller

          z.B. Schnellzugriffe ähnlich wie beim Browser zusätzlich in einem Bookmark-Menü Einordnen können

          z.B. Eine Informations-Fußzeile mit Informationen

          Nice wäre - Rechtsklick auf Folder > NFS-Freigabe/SMB/FTP-Freigabe - mit entsprechender Dialogbox - das scheint bei einigen Distros Out-Of-Box zu funktionieren, wäre schön wenns grundsätzlich Distro-Unabhägig ginge.

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            Von Andre am Di, 29. Oktober 2019 um 12:03 #

            mir ist keine möglichkeit bekannt via Nautulis direkt auf SMB/NFS/SSH/FTP-Freigaben zuzugreifen - auch das wär schön. Inkl Bookmarks.

            Vielleicht auch eine Ansicht analog "mc" - zum schnellen kopieren/verschieben von Foldern - einfach via umschaltung in eine Experten-Ansicht.

            ich denke diese und ähnliche Funktionen würden dem Gnome-Desktop guttun - also ohne das ich für jede Anforderung irgend einen schlecht integrierten externen Dateimanager starten muss.

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              Von inta am Di, 29. Oktober 2019 um 13:11 #

              z.B.: Spalten-Ansichten wie in Dolphin
              Die „fehlt“ tatsächlich, aber du kannst durchaus auch unter Gnome Dolphin verwenden. Ich finde eine Software muss nicht alles können, solange es gute Alternativen gibt.

              z.B. Einstellbar: Kleinere Icongrößen (30%)
              Existiert: Strg+Mausrad

              z.B.: Rechtsklick > Compress > "Erweiterte Optionen wie zb Split to Size + Crypt" - Analog FileRoller
              Split ernsthaft? Braucht man das? Seitdem ich keine Disketten mehr nutze, habe ich diese Funktion nicht mehr verwendet. Verschlüsseln halte ich für sehr hilfreich, wobei man auch einfach das Kompressiontool seiner wahl öffnen kann.

              z.B. Schnellzugriffe ähnlich wie beim Browser zusätzlich in einem Bookmark-Menü Einordnen können
              Schnellzugriff gibt es, in einem zusätzlichen Menü würde ich persönlich es nicht haben wollen, das wäre mir dann wieder zu umständlich und ich würde eher die Suche nutzen.

              z.B. Eine Informations-Fußzeile mit Informationen
              Gibt es, wenn auch nur mit rudimentären Infos.

              mir ist keine möglichkeit bekannt via Nautulis direkt auf SMB/NFS/SSH/FTP-Freigaben zuzugreifen - auch das wär schön. Inkl Bookmarks.
              Was heißt direkt? Du kannst die unter „Other Locations“ einfach anklicken, oder nutzt die „Connect to Server“-Funktion. Bookmarken ist kein Problem, einfach per Drag&Drop oder Rechtsklick auf ein eingebundenes Share.


              Ich sehe hier zwar durchaus Verbesserungspotential, aber viele Sachen sind auch (entgegen deiner Annahme) schon drin.

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                Von Andre am Di, 29. Oktober 2019 um 13:30 #

                >> Die „fehlt“ tatsächlich, aber du kannst durchaus auch unter Gnome Dolphin verwenden.
                Wenn ich KDE/Plasma verwenden wollte würde ich das tun. Ich möchte aber in einer Gnome-Umgebung die basis-Funktionalitäten des Desktops auch mit den Werkzeugen vorgegebenen Werkzeugen erledigen - insbesondere weil sich KDE/Plasma-Applikationen optisch/funktional schlecht ins Gesamtbild der Gnome-Umgebung integrieren.

                >> Existiert: Strg+Mausrad
                Kleiner 50% bei mir nicht unter Debian

                >> Split ernsthaft?
                Kann ernsthaft von Vorteil sein - zB. beim Mailversandt

                >> wobei man auch einfach das Kompressiontool seiner wahl öffnen kann.
                Du hast mich nach verbesserungswünschen in Nautilis gefragt - es wäre ein Wunsch das dies direkt via Nautulis geht, bzw. wenn sich FileRoller automatisch öffnet - so wie das übrigens unter Windows/MacOS auch geschieht sobald man Tools seiner Wahl installiert hat. Es ist unsinnig das eigene eingeschränkte Gnome-Boardmittel zu verwenden/anzubieten wenn ein besseres GnomeWerkzeug zur verfügung steht.

                >> in einem zusätzlichen Menü würde ich persönlich es nicht haben wollen,
                Ein zusätzliches "optionales" Menü wuerde von Vorteil sein sobald man mehr als 10 Bookmarks ggf auf diversen Netzwerkshares benötigt. GGF mit Inhaltlichen Gruppierungen

                >> Du kannst die unter „Other Locations“
                Stimmt, das hatte ich nicht auf dem Radar.

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                  Von inta am Di, 29. Oktober 2019 um 13:38 #

                  Kleiner 50% bei mir nicht unter Debian
                  Das ist richtig. Ich nutze fast ausschließlich die Listenansicht und da kann man die Icons kleiner stellen als in der Iconansicht.

                  zB. beim Mailversandt
                  Tut mir leid, das ziehe ich nicht ernsthaft in Betracht. Dafür gibt es besser Lösungen. Große Datenmengen verschicke ich einfach nicht per Mail.

                  Du hast mich nach verbesserungswünschen in Nautilis gefragt […]
                  Nein, das habe ich nicht, ich war nur so frech auf deine Punkte zu antworten. :)

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    Von Unixer am Mi, 30. Oktober 2019 um 14:18 #

    Ja deshalb bieten Suse,Red Hat und Canonical ihre Enterprise Versionen den GNOME Desktop an.Weil der ja so schlecht ist #Ironie aus#

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