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Thema: Debian entscheidet über alternative Init-Systeme

138 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Henry am Mi, 30. Oktober 2019 um 11:55 #

Nun passiert das, was die systemd-Skeptiker von Anfang an sagten. Es kann kein anderes Init-System mehr neben systemd existieren.

Ich bin kein systemd-hater oder Poettering-Basher und nutze systemd selbst auf bestimmten Systemen. Aber der Einsatz von systemd muss zum Anwendungsfall passen. Dies ist ja einer der Grundsätze von Unix (oder überhaupt in der IT): Für jede Aufgabe das richtige Werkzeug zu nehmen. Wenn Debian nun systemd only wird, kann es m.E. nicht mehr von sich behaupten ein universales Betriebssystem zu sein.

Man muss noch nicht mal an sysvinit festhalten. Mit OpenRC und runit gibt es andere moderne Alternativen, die inzwischen auch erprobt sind (z.B. in Gentoo, Void, Alpine).

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Von Markus B. am Mi, 30. Oktober 2019 um 12:00 #

Die Frage ist doch vielmehr, welche Linux-Subsysteme die systemd-Entwickler künftig gnädigerweise akzeptieren.

Wenn wir ehrlich sind, schaut die Sache mittlerweile nämlich so aus:

systemd vs. GNU/Linux

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Von needle am Mi, 30. Oktober 2019 um 13:50 #

...schon alleine der Einfachheit wegen. Debian hätte genug Entwickler um beide init Systeme zu unterstützen, aber wozu wenn SysV init sowieso "sterben wird" für debian. Ich schaue mir das Theater mal gerne an, und es ist ein Theater und zwar nicht unter den Häuptlingen sondern eher unter den Indianern.

Über kurz oder lang sollte SystemD sich durchsetzten werden wohl Einige Entwickler gehen, was ich vollkommen verstehe. Und es werden andere Entwickler kommen.

Ich finde das gut, dass Sam Hartman jetzt eine GR einberuft. Strategisch sehr gut, Probleme sind dazu da um sie zu lösen. Technische Probleme lassen sich einfach lösen, schwieriger sind die zwischenmenschlichen Probleme wenn es um IT Themen geht.

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Von Tamaskan am Mi, 30. Oktober 2019 um 13:52 #

Es ist doch unerhört, dieses dpkg/apt-Monopol! Debian sollte seine Nutzer nicht bevormunden und ihnen die Freiheit lassen, selbst zu entscheiden, welchen Paketmanager sie einsetzen möchten, z.B rpm/dnf, rpm/zypper, pacman, portage und viele weitere!

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Von Oiler der Borg am Do, 31. Oktober 2019 um 09:43 #

aber spannend bleibt es schon

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Von ano am Do, 31. Oktober 2019 um 23:05 #

Es ist eine freie Entscheidung der Debian-Entwickler, welche Init-Systeme sie unterstützen wollen. Und das ist von allen anderen so zu akzeptieren. Es ist ihre Arbeit und Zeit, die sie in Debian investieren.

Es wird doch auch niemand gezwungen, eine systemd-Distribution zu verwenden. Wenn die Frage des init-Systems für jemanden eine so wichtige ist, dann muss er/sie die Wahl der Distribution danach ausrichten. Gentoo, Devuan, Void, Refracta, ... sind mögliche Alternativen.

Für mich selbst ist es natürlich bedauerlich, dass Debian sich systemd zuwendet. Aber auch das ist keine große Neuigkeit; selbst jetzt ist die Nutzung eines anderen Init-Systems mehr eine theoretische Möglichkeit. Ich habe daher schon seit längerem die meisten PC's hier auf Devuan umgestellt.
Sollte Devuan die Arbeit irgendwann nicht mehr leisten können, sind Slackware oder Void oder ggf. sogar Gentoo auch Alternativen für mich, auch wenn ich dann leider als dem dab-Ökosystem aussteigen müsste.

Trotzdem wünsche ich den Debian-Entwicklern alles Gute - es ist eine wirklich tolle Distribution.

ano

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Von Yamakuzure am Fr, 1. November 2019 um 14:44 #

Hallo liebe Redaktion,

ich freue mich immer, wenn ich etwas über mein Hauptprojekt, elogind, lesen darf.

Allerdings freue ich mich weniger über falsche Darstellungen.

Natürlich ist die Integration einer Alternative zu systemd-logind in Gentoo viel einfacher, als es bei Release-basierten Binärdistributionen der Fall ist, aber elogind ist *kein* Gentoo-Produkt. Ich bin zwar Gentooer seit 2003, und auch Proxy-Maintainer für eine kleine Anzahl an Paketen, aber mehr auch nicht.

elogind wurde ursprünglich von Andy Wingo für GuixSD, die OS Distribution von GNU Guix, entwickelt.
Wie übrigens auch in der README.md steht.

Das sich die Debian-Maintainer nicht grün sind, und einige Maintainer jegliche Alternativen zu systemd gerne ganz verbannen möchten, finde ich nicht sonderlich überraschend.

Eine "Kill-It-All" Software-Suite wie systemd macht die Arbeit für die Maintainer durchaus einfacher, als wenn Alternativen samt ihrer Abhängigkeiten unterstützt werden müssen.
Das bedeutet zwar, dass den Usern Entscheidungsmöglichkeiten genommen werden, und das gefällt mir überhaupt nicht, aber im Zweifelsfall kann man ja die Distribution wechseln.

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