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Thema: Debian entscheidet über alternative Init-Systeme

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Von klopskind am Do, 31. Oktober 2019 um 14:31 #

zu 2:
Die von Ihnen genannte Sekundärquelle ist wie auch der Pro-Linux Artikel, zu welchem ich bereits indirekt mit dem Verweis auf meinen Kommentar mit eigener Zählung verwies, mehr oder minder reißerischer Clickbait. Die Primärquelle ist Phoronix, welches mit git-stats zählte. Leider halte ich diesen Ansatz für mangelhaft, wie Sie auch in dem bereits oben verlinkten Kommentar nachlesen können.

Haben Sie meinen referenzierten Kommentar und meine darin enthaltene Zählung überhaupt nachvollzogen? Glauben Sie reißerischem Clickbait mehr als OpenHub, Coverity und meinen Ausführungen zusammen? Haben Sie selbst gezählt?

zu 5:
Es gibt wesentlich minimalistischere Betriebssysteme als OpenBSD. Und warum eigentlich hat OpenBSD konsequenterweise keinen Microkernel wie etwa QNX? OpenBSD setzt auch im Jahr 2019 immer noch auf einem monolithischen Kernel auf. Welchen "Entwurfsgrundsätzen von UNIX-Systemen" entspricht das? Warum kritisieren Sie OpenBSD nicht für Software aus dem Basissystem, die nicht unter Linux läuft (alles, was BSD-spezifische Features wie strl*, explicit_bzero, BSDAuth, unveil, pledge, pf etc. nutzt)? LibreSSL und OpenSSH mussten auch auf portiert werden. Siehe auch getentropy/getrandom, was effektiv erst mit Verzögerung und Detailunterschieden unter Linux implementiert worden ist.

Diese Grundsätze sind zwar historisch gerechtfertigt, aber stoßen inzwischen seit Jahrzenten an ihre Grenzen des Möglichen. Grund dafür ist bspw. die zweite Regel Doug McIlroys, bzw. die dritte Peter H. Salus.

Und an welchen Punkten genau verstößt systemd diese Regeln grundlos? Was wären funktionell oder abstrakt gleichmächtige Alternativen?

zu 6: Mode interessiert mich nicht. Den Begriff der Diktatur habe ich nicht verwendet. Sie formulierten den Appell "Bitte besinnt euch der Entwurfsgrundsätzen von UNIX-Systemen.", was einerseits einer Forderung und andererseits einer Kritik gleichkommt. Ob Sie gerne etwas bestimmen wollen würden, weiß ich nicht, aber es liest sich für mich so.

Wenn Sie etwas kritisieren und Änderung fordern, aber nicht einmal Skizzen eines Alternativvorschlags vorweisen können, wie kann man sich davon überzeugen, dass Ihre Forderungen überhaupt realistisch sind? Ist ein zu systemd gleichmächtiges Pendant, welches sich stringent an die "Entwurfsgrundsätze von UNIX-Systemen" hält und gleichzeitig mehrere Systeme unterstützt, real umsetzbar? Wie groß wäre der Aufwand? Und wird der seinem Nutzen gerecht? Sind nicht schon viele Versuch dieser Art gescheitert? (Siehe uselessd; Ziel war es systemd aufs init zu reduzieren und auf andere libc-Implementierungen und Systeme wie die BSDs zu portieren. Es gab auch weitere ähnliche Versuche deren Namen mir allerdings entfallen sind, aber heute alle gescheitert sein dürften.) Andere Projekte wie eudev und elogind (Forks von Teilen von systemd) kommen an ihre Grenzen und erfüllen respektiv nur eine Teilmenge an Features. Da sind diese Fragen und Einwände wohl gerechtfertigt, oder?

Im Rahmen der Meinungsfreiheit hat jeder das Recht alles mögliche zu fordern.
Ja, natürlich. Nur was wollen Sie mir damit sagen? Dass ich Ihre falschen Fakten, oberflächlichen Argumente, Schlussfolgerungen und Darstellungen einfach so stehen lassen soll?

Sie müssen Ihre Aussagen auch belastbar stützen können. Da müssen Sie sich schon "fiese" Einwände und Fragen gefallen lassen. Mit Meinungsfreiheit hat das nichts zu tun. Eher mit eingeschnappter Leberwurst, die nur wenige stichhaltige Gegenargumente auffahren kann und deshalb in einem Streit der Ansichten unterliegt.

Mit diesen Unterstellungen und dem ad hominem Angriff am Ende ("man kann Sie nicht ernst nehmen") disqualifiziert sich der Beitrag eigentlich selbst.
Nett, dass Sie das "Andernfalls" aus "Andernfalls man kann Sie nicht ernst nehmen" gekonnt ausgelassen haben. Demnach hatte ich es allein Ihren Reaktionen auf meinen Kommentar überlassen, ob man Sie tatsächlich nicht ernst nehmen könnte. Nicht einmal für ein "[...] man kann Sie nicht ernst nehmen." hat es gereicht... ein Schelm, wer dabei Böses denkt.
Um ein "ad hominem" handelt es sich in jedem Fall nicht, da er sich auf den Inhalt Ihrer Kommentare bezieht.

Meine "Unterstellung" sind jedenfalls nicht haltlos. Sie haben ihre Berechtigung, welche ich bereits angeführt habe.


---
Ich gehe davon aus, dass Sie mit meinen Darstellungen in den Punkten übereinstimmen, auf die Sie nicht näher eingegangen sind.

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