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Thema: Debian entscheidet über alternative Init-Systeme

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von pointer am Fr, 1. November 2019 um 08:19 #

Das ist ein Blödsinns-Argument, denn die Support-Gebühr bezahlst Du beim Einsatz einer kommerziellen Linux-Distro als Abo-Gebühr so oder so. Egal, ob Du jemals den Support in Anspruch nimmst, oder ob das System 10 Jahre problemfrei durchläuft.

Daran ist überhaupt nichts "blödsinnig", grundsätzlich stimmt meine Aussage. Und wenn bei RH/S alles so problemlos läuft, wozu dann ein Abo? Da wäre es doch sinnvoller und wohl auch günstiger, Service gezielt und fallweise anzufordern.

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    Von tomkater68 am Fr, 1. November 2019 um 09:24 #

    Da wäre es doch sinnvoller und wohl auch günstiger, Service gezielt und fallweise anzufordern.

    Hier geht es um Systeme, die in kritischen Unternehmensbereichen eingesetzt werden. Wenn es da zu einem Servicefall kommt, wird sofort - auch am Wochenende und in der Nacht - Hilfe benötigt. Da will und kann keiner bis zum nächsten Morgen oder gar bis zum nächsten Montag warten. Die Vorhaltung einer solchen Infrastruktur kostet viel Geld - unabhängig davon, ob sie benutzt wird oder nicht. Anders als über regelmäßige Wartungsgebühren, kann das gar nicht finanziert werden.

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    Von Nur ein Leser am Fr, 1. November 2019 um 13:14 #

    Da wäre es doch sinnvoller und wohl auch günstiger, Service gezielt und fallweise anzufordern
    Ok, offenbar hast Du noch nicht (Service-)Leistungen mal selbst kalkulieren müssen.
    Ich gebe Dir da gerne etwas Einblick:

    - Du bietest einem Kunden eine Leistung an, für diese Leistung musst Du intern Ressourcen vorhalten. Sprich, neben Rechnern und Infrastruktur insbesondere Menschen, die jeden Monat bezahlt werden wollen. Und nicht nur das, es reicht halt nicht irgendwelche Menschen da sitzen zu haben, die müssen nämlich auch Know-How haben. Also musst Du die einmalig sehr viel und dann noch wiederkehrend qualifizieren.
    - Das bedeutet, Du hast laufend Kosten in erheblicher Höhe, unabhängig davon, ob Dein Kunde auch nur eine einzige Stunde Service in Anspruch nimmt
    - Dein Kunde möchte jetzt nur "fallweise" für Service bezahlen. Was machst Du? Wenn Du keine andere Möglichkeit hast, gehst Du darauf ein.Aber dann musst Du natürlich schauen, das Du nur exakt so wenig Personal hast, das dies auch dauerhaft mit Aufträgen ausgelastet ist - ansonsten würdest Du nämlich Minus machen, was Du Dir nicht leisten kannst.-
    - Es kommt jetzt noch die Schwierigkeit hinzu, das Du den Aufwand nur schwer kalkulieren kannst, denn Du weißt ja nicht, wann Deine Kunden wirklich mal ein Problem haben, manchmal ist nichts los, manchmal extrem viel.
    - Heißt für Deinen Kunden: Wenn er dann mal "fallweise" ein Problem hat, muss er sich hinten anstellen - er bekommt dann Service, wenn jemand gerade frei ist. Das kann auch mal ein paar Tage dauern. Wie Tomkater unter mir geschrieben hat, ist das für die meisten Kunden keine Option, denn WENN sie Service brauchen, dann auch SOFORT
    - Ach ja, nicht zu vergessen: Dein fallweises Service-Geschäft muss übrigens auch noch die komplette Entwicklung mitbezahlen, denn Du bietest ja freie Software an - da ist es wirklich schwierig, mit der Software selbst Geld zu verdienen

    Die Alternative, und genau das machen SUSE und Red Hat:
    - Du bietest Deine Software nur gebündelt mit einem Service-Abo an
    - Das generiert regelmäßige Einnahmen, was schon mal eins Deiner Probleme löst und auch die Entwicklung finanziert
    - Du kannst besser kalkulieren, wie viele Leute Du für Service vorhalten musst, weil Du nämlich verschieden Service-Klassen in den Abos anbietest und davon ausgehen kannst, das die Kunden diese im Zweifel auch voll nutzen werden
    - Nichtsdestotrotz ist es in dieser Situation für Dich vorteilhaft, wenn Dein Kunde KEINE Service-Anfrage stellt - dann können Deine Service-Leute in der Zeit nämlich andere Sachen machen (das Know How haben sie, da gut qualifiziert, für viele Sachen), werden aber trotzdem für Service bezahlt

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      Von pointer am Fr, 1. November 2019 um 19:47 #

      Ok, offenbar hast Du noch nicht (Service-)Leistungen mal selbst kalkulieren müssen.
      Ich gebe Dir da gerne etwas Einblick:

      Doch. Anderes Geschäft. Aber trotzdem danke für Deine Ausführungen.

      - Nichtsdestotrotz ist es in dieser Situation für Dich vorteilhaft, wenn Dein Kunde KEINE Service-Anfrage stellt - dann können Deine Service-Leute in der Zeit nämlich andere Sachen machen (das Know How haben sie, da gut qualifiziert, für viele Sachen), werden aber trotzdem für Service bezahlt

      Ja, da ist was dran. Und von daher ist das Abo-Modell schon auch geschickt.

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