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Thema: Debian entscheidet über alternative Init-Systeme

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Von klopskind am Fr, 1. November 2019 um 18:44 #

Ich (und vermutlich die meisten Entwickler) sehen das ähnlich und wollen auch schlanke, wartbare Systeme mit wenig Code.

Aber was sollen die Entwickler Ihrer Meinung nach tun, wenn die Anforderungen an die Software stetig steigen, und alte Annahmen und Konzepte einfach nicht mir stimmig oder zeitgemäß sind?

Sehen Sie es auch mal so: Nur weil systemd gewisse Features implementiert, die unter sysvinit kein Analogon besitzen, erfüllt es Anfoderungen, die darauf aufbauende Funktionen möglich macht, die vorher nicht möglich waren, oder reduziert die nötigen Zeilen an Quelltext in Anwendungen (vollständige Prozess- und Ressourcenüberwachung/-verwaltung usw.).
Also führt systemd auch zu einer Reduktion an Code - vielleicht nicht netto, aber man muss das ja auch im Verhältnis zum Gewinn neuer Funktionalität im Anwendungsbreich sehen. Und der zusätzlich Code liegt dann zentral in systemd, und wird von viel mehr Nutzern verwendet, von viel mehr Entwicklern begutachtet und verbessert. Außerdem unterliegt der Code dann der Infrastruktur des sytemd-Projekts und durchläuft entsprechende Tests wie CI und Fuzzing. Der Ökosystem-Overhead sinkt.
Ist das kein erstrebenswerter Vorteil im Sinne der OSS-Community?

systemd ist nicht der heilige Gral und teils stark verbesserungswürdig - keine Frage. Man muss immer bewerten, ob systemd im konkreten Anwendungsfall tatsächlich Sinn ergibt, als z.B. kein "overkill" wäre.

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