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Thema: GitLab verzichtet auf Tracking

15 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Josef Hahn am Do, 31. Oktober 2019 um 16:18 #

... diese Mail hat mich erstmals auf das Thema überhaupt aufmerksam gemacht; ansonsten wäre das wohl an mir vorbeigegangen.

Ich habe meinen Account dann dort zugemacht. "We apologize" ist gut und schön... Aber nicht, wenn soviel Druck nötig ist. Das hätten die sich a priori selbst schon überlegen sollen. Ich brauche keinen Dienstleister mit diesem Mindset, wo ich dauernd aufpassen muss, für was er sich nächste Woche wieder bei mir zähneknirschend "entschuldigen" wird...

Letztlich ist es ja das bewusste Ausloten von Grenzen; das muss man ja nicht allzu offenherzig mitspielen imho... Erinnert mich alles ein bisschen an Mozillas "Wie nah kommen wir mit unserem guten Namen an die Schmutzigen ran, ohne das jemand schreit"... Race to the bottom...

Ich finde es aber _sehr_ erfrischend, dass es genügend Wortmeldungen gab, von Leuten, die das nicht wollten. So ist das ja wenigstens ins Rollen gekommen! Daumen hoch dafür!

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Von Andy_m4 am Do, 31. Oktober 2019 um 18:24 #

Mich überraschen solche Sachen ja nicht. Was mich wirklich überrascht ist, das auf Plattformen wie github, gitlab und wie sie alle heißen so viel Open-Source-Software gehostet wird.

Eine der zentralen Ideen hinter Open-Source ist ja, nicht mehr einem Hersteller ausgeliefert zu sein. Das das wird irgendwie karikiert wenn man dann sein Kram auf gitlab&Co hostet.

PS: Ich muss mir drigend mal ein Programm schreiben, was Captchas löst. Ich brauche da immer ein paar Versuche ich ich z.B. hier ein Posting abschicken kann.
Barrierefreiheit für alle!

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Von Lufthans am Do, 31. Oktober 2019 um 20:04 #

Mir ist bewusst, dass GitLab damit bei *weitem* nicht alleine ist, aber die GitLab-Webseite lädt Ressourcen von Google Servern nach, wodurch IP-Adresse, User-Agent String und die Information, dass man sich gerade auf gitlab.com befindet (als teil des HTTP Referer) an Google gesendet werden. Damit kann Google auch sehr gut tracken.

Also dafür bitte auch nochmal einen Shitstorm veranstalten. Ich wäre diesmal dann auch mit dabei.

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    Von kamome umidori am Fr, 1. November 2019 um 02:37 #

    Ja, ätzend, dass fast jede Website Sachen von Google runterladen will, aber immerhin muss man das ja nicht tun – durch den Blocker einfach nur die Sachen durchlassen, die auch gebraucht werden …

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    Von Josef Hahn am Fr, 1. November 2019 um 09:38 #

    Ja, das ist alles wirklich ätzend... Pro-Linux braucht ja für irgendwas scheinbar auch unbedingt Google...

    Die Leute mit den Aluhüten waren ja immer alle doof und haben's nicht kapiert... Heute haben wir den Salat. Die Luft wird von Tag zu Tag dünner. Mit vielen Mühen, viel Geduld und viel gutem Willen kann man sich heute im Browser noch mit Blockern wehren...

    Außer natürlich man hat "den Browser"; der kommt zufälligerweise vom gleichen Gutmenschenklub, was auch niemanden dabei gestört hat, ihm zum quasi-Monopol zu verhelfen. Das Team ist schon damit beschäftigt (natürlich in der üblicherweise gut funktionierenden Salamitaktik), diese Möglichkeiten ganz abzuknipsen...

    Und so geht es weiter und weiter, die Tricks werden immer aufwändiger, die Einschränkungen werden immer ärgerlicher...

    Man wird dann die seitengroße Cookiewarnung irgendwie los, erduldet noch drölf andere rotzfreche Übergriffigkeiten, und dann bekommt man gütigerweise Sicht auf einen Fünfzeilentext (den man inhaltlich auch in eine Zeile bekommen hätte), der dich am Ende ganz kumpelig an ein Youtube-Video verweist...

    Und wofür das Ganze? Das ist mir mittelfristig unklar... Das Web wird ja derzeit eh abgelöst durch Android- und iOS-Apps. Da läuft das ganze dann in nochmal verschärftem Modus weiter. Da schaffen die beiden dann für sich die Fakten, ganz ohne irgendwen fragen zu müssen. Stört auch niemanden... Die derzeit überall aus dem Boden sprießenden, die Gegend verschönernden E-Scooter machen es beispielhaft vor, wie das in Zukunft läuft. Das geht per App. End. Of. Story. Web; was ist das? Da fragt scheinbar schon niemand nach... Ich hatte auch schon Bluetooth-Audioadapter in der Hand, die man ausschließlich mit einer App konfigurieren kann. Das wird mehr und mehr die Normalität werden. Ich warte heute schon auf den Tag, dass mich der Busfahrer augenrollend abweist, weil ich die entsprechende App nicht habe und nicht haben will...

    Die Spirale wird sich also weiter drehen... Es kann einem ganz übel werden, wenn man die letzten zehn Jahre mal auf die Zukunft extrapoliert... Aber das tut ja niemand...

    Genieße es, solange noch 'irgendwas' steht. Der Abbau wird weitergehen!

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      Von MancusNemo am Sa, 2. November 2019 um 10:13 #

      Tja alle haben sich damals von google blenden lassen. Microsoft sei ja böse und doof. Und es gab Konkurenz, aber die wurde durch die Presse gekillt. Deren Stors hätt zu wenige Apps. oO Und dann war die Sache besiegelt.
      Oder Apps die einem nicht nüzlich sein wollen sonden einen binden sollen und kelbrig sein sollen mit beklopptem nicht durchsuchbaren endlosscrolen. Gemacht wie ein Spieleautomat. Das müsste verboten werden! Aber weil der Rubel rollt passiert gar nix! Deshalb fühlen sich neue Spiele an wie Arbeit. Angeblich soll es besser sein, wenn man bezahlt. Das glaube ich aber nicht, denn es ist nur P2W. Braucht also auch niemand. Ja dann bleib ich halt beim alten Zeug. Macht immer noch Spaß.

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        Von Josef Hahn am Sa, 2. November 2019 um 12:44 #

        Ja, man nimmt die Leute halt so aus, wie es geht. Soweit so klar... Und natürlich auch in Spielen, und natürlich auch mit Endlosscrolls, und natürlich auch, indem man die richtigen Signale in die Presse gibt...

        Schön _wäre_ es halt, wenn die Leute ein bisschen clever wären und das nicht immer _alles_ so _ganz_ treudoof naiv mitmachen würden...

        Und ja - es könnte an der Idealisierung vergangener Zeiten liegen - aber ich werde das Gefühl nicht los, dass das schonmal besser funktioniert hat, und dass die Fähigkeit dazu heute auch generationsabhängig ist...

        > Braucht also auch niemand.

        Das Schlimme ist: Das merken die Leute ja garnicht. Die hängen in der Spirale so mit drin, dass sie das alles für gut und richtig und nötig halten... Und dass das zu ganz tollen Produkten und Dienstleistungen führt. Ist ja alles so waaahnsinnig einfach, und alles ist (gefühlt) immer nur eine Touchgeste im Play Store entfernt.

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Von uninteressant am Mo, 4. November 2019 um 13:51 #

Am Interessantesten an der Geschichte: Gitlab wollte die BEZAHLENDEN Kunden tracken, die Open Core Variante (Community Edition) wäre nicht betroffen gewesen und wurde im ursprünglichen Mail auch als "Alternative" erwähnt.

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