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Di, 5. November 2019, 08:32

Software::Wissenschaft

Singa wird Toplevel-Projekt der Apache Software Foundation

Das Projekt Singa hat den Status eines Toplevel-Projekts bei Apache erhalten. Singa ist eine sehr effiziente verteilte Bibliothek für maschinelles Lernen.

singa.apache.org

Nach über dreieinhalb Jahren im Apache-Inkubator erfüllt Singa alle Bedingungen eines Apache-Projekts, wie die Apache Software Foundation jetzt mitteilt. Bei Apache Singa handelt es sich um eine verteilte, skalierbare Bibliothek für maschinelles Lernen. Singa wurde ab 2014 von der Nationaluniversität von Singapur entwickelt und im März 2015 an die Apache Software Foundation (ASF) übergeben. Vor drei Jahren wurde die erste Version von Singa, Version 0.1.0 veröffentlicht. Weitere Veröffentlichungen folgten bis zur Version 2.0.0 vor einem halben Jahr. Die erste Veröffentlichung als offizielles Apache-Projekt steht also noch aus.

Singa soll sich unter anderem durch seine hohe Leistung gegenüber anderen Implementationen auszeichnen. Durch zahlreiche Optimierungen der Effizient, der Speichernutzung, der Kommunikation und der Synchronisation ist es geeignet, maschinelles Lernen in großem Maßstab zu praktizieren. Dabei können ganze Cluster von Rechnern zum Einsatz kommen, die mit GPUs oder speziellen Beschleunigern ausgestattet sein können. Das Projekt arbeitet zur Zeit an einer leichtgewichtigen Variante Singa-lite, die tiefes Lernen auf Edge-Geräten mit 5G ermöglichen soll. Außerdem arbeitet das Projekt an einer Variante Singa-easy, die von Experten in ihrem jeweiligen Gebiet genutzt werden soll, ohne dass Kenntnisse über maschinelles Lernen nötig sind.

In Singa lassen sich verschiedene bekannte verteilte Trainingsstrategien verwenden, darunter auch synchrones und asynchrones Training. Nutzer von Singa sind nach Angaben des Projekts unter anderem Carnegie Technologies, CBRE, Citigroup, die Nationaluniversität von Singapur, NetEase, Noblis, Shentilium Technologies YZBigData und diverse Kliniken. In Kliniken ist eine der Anwendungen die automatische Erstellung von Diagnosen anhand von Röntgenbildern. Die Diagnosen sollen bereits so gut sein wie die von Ärzten und sollten in Zukunft die menschliche Genauigkeit noch übertreffen. Eine andere Anwendung ist die genaue Ermittlung der Ernährung von Patienten, indem die Nahrungsmittel automatisch erkannt werden.

Singa steht aktuell in Version 2.0.0 zum Download bereit. Neben dem Quellcode stehen auch ein Docker-Image und ein Python-Paket bereit.

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