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Mo, 11. November 2019, 11:48

Software::Spiele

Steam-Client unterstützt Linux-Namespaces

Die aktuelle Betaversion des Steam-Clients von Valve unterstützt experimentell Linux-Namespaces und damit Spiele in Containern.

Valve

Wie Spielehersteller Valve im Steam-Community-Blog bekannt gab, unterstützt der Steam-Client ab der aktuellen Betaversion die Kernel-Funktion Namespaces für alle nativen Linux-Spiele der Plattform. Damit unterstützt Steam die Ausführung von Spielen in Containern.

Diese Erweiterung der Plattform bietet gleich mehrere Vorteile. Container erhöhen durch Isolation der Spiele die Sicherheit des Host-Systems. Valve kann in Containern künftig auch ältere Spieletitel auf aktuellen Distributionen leichter verfügbar halten. Des Weiteren wird die durch Bibliothekskonflikte und die immer kleiner werdende 32-Bit-Plattform entstandene Fragmentierung unter Linux abgeschwächt. Auch Entwickler profitieren, da Container neue Laufzeitumgebungen mit aktuellen Compilern und Bibliotheken bereitstellen können.

In dieser frühen Phase können die Namensräume noch nicht durchgehend genutzt werden. So werden einige Titel nicht ohne Anpassung in einem Container laufen. Solche Titel können an Valve gemeldet werden. Der inoffizielle Steam-Client als Flatpak wird derzeit ebenfalls noch nicht unterstützt, da Flatpak den gesamten Client verpackt, während Valve mit der neuen Funktion darauf abzielt, einzelne Spiele zu isolieren. Auch spezielle Grafikkartentreiber wie Bumblebee oder Primus_VK werden laut Blog vermutlich nicht laufen.

Die experimentelle Bereitstellung von Containern soll eine höhere Testabdeckung bringen und Anwendungsfälle identifizieren, die verbessert werden müssen. Derzeit ist die experimentelle Funktion noch Opt-in, muss also zunächst freigeschaltet werden. Das geschieht im Eigenschaftsdialog des jeweiligen Spiels im Menü unter Force the use of a specific Steam Play compatibility tool durch Auswahl der Option Steam Linux Runtime.

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