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Mo, 11. November 2019, 12:53

Software::Distributionen::OpenSuse

Opensuse stimmt gegen Namensänderung

Die Diskussion innerhalb der Opensuse-Gemeinschaft um eine mögliche Namensänderung ist beendet. Eine große Mehrheit stimmte gegen eine Änderung des etablierten Namens.

Opensuse

Vom 10. Oktober bis 7. November waren alle Mitglieder der Opensuse-Gemeinschaft aufgerufen, darüber abzustimmen, ob das Projekt seinen Namen beibehalten oder ändern sollte. Hintergrund war die noch andauernde Bestrebung, weniger abhängig von Suse zu werden. Dazu soll eine eigene Organisation gegründet werden, die möglicherweise als Stiftung nach deutschem Recht gestaltet wird. Über dieses Ziel scheint im Opensuse-Projekt weitgehende Einigkeit zu herrschen. Keine Einigkeit konnte jedoch in der Frage erzielt werden, ob Opensuse seinen Namen beibehalten oder ändern sollte. Daher wurde eine entsprechende Abstimmung auf den Weg gebracht. In dieser ging es zunächst nur darum, ob eine Namensänderung überhaupt von einer Mehrheit der Mitglieder getragen werden würde.

Das jetzt vorliegende Ergebnis spricht eine klare Sprache: 225 Mitglieder sprachen sich gegen eine Namensänderung aus, nur 42 dafür. Wieviele Mitglieder nicht abgestimmt haben, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Über einen neuen Namen muss jedenfalls nicht länger nachgedacht werden. Die große Mehrheit sah offenbar viel mehr Nachteile als Nutzen bei einer Umbenennung.

Für die Beibehaltung sprach unter anderem die über Jahre erworbene Markenreputation. Dafür sprach auch, dass eine Namensänderung Spannungen zwischen Opensuse und Suse andeuten könnte, dass viel Arbeit beim Umbenennen von Domains, OBS-Projekten, GitHub-Namespaces und anderen Instanzen anfallen würde, dass ein enormer personeller Zeitaufwand für die Kommunikation einer Umbenennung erforderlich sei, und dass dann sämtliche bereits produzierten Fanartikel schwer verkäuflich wären.

Für die Umbenennung sprach dagegen recht wenig, zum Beispiel, dass Opensuse häufig falsch geschrieben oder mit Suse verwechselt werde, und die Ähnlichkeit bei Neueinsteigern oft verwirrend sei. Zudem sei der Begriff »open« der Free Software Foundation ein Dorn im Auge.

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