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Thema: Weitere Sicherheitslücken in Intel-Prozessoren

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Von Andre am Mi, 13. November 2019 um 14:14 #

ich möchte nicht wissen welche ernstzunehmenden lücken in den foirmwares aller hardware-componenten schlummern...
ich vermute eine erfolgreicher angriff auf die firmware des netzwerkinterfaces würde genügen um den gesamten systembus vollumfänglich zu überwachen und/oder im ausführbaren speicher beliebige manipulationen durchzuführen welche nicht mehr trivial auffindbar sind.

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    Von Josef Hahn am Mi, 13. November 2019 um 14:34 #

    Es ist ja davon auszugehen, dass unsere diversen moralisch überlegenen westlichen Demokratien es auch garnicht anders aushalten würden. Die Rufe nach immer noch mehr Übergriffigkeiten hören ja nie auf... Ich würde davon ausgehen, dass man uns ein halbwegs schlüssig aussehendes System vorspielt (oder sich zumindest halbwegs bemüht), was aber im Unterholz überall die Abkürzungen und Durchgriffe hat, damit im Verborgenen alles von einer handvoll Schlitzohren gesteuert werden kann; und zwar weitgehend unbehelligt von der naiven Vorstellung des Völkchens... Das sind einfach zwei Parallelwelten, die man bestmöglich zu separieren versucht...

    Früher hat man es mehr mit Nachdruck gemacht; heute spielen die Opfer das aktiv mit. Was auf Erden auch passiert, muss einmal durch's Facebook gezogen werden. Das ist euer "Systembus"...

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      Von klopskind am Mi, 13. November 2019 um 14:52 #

      Josef Hahn erklärt die Welt, wie sie ist. :)

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        Von Josef Hahn am Mi, 13. November 2019 um 15:02 #

        ... und wie immer ist Kommentarspalte offen für alle, die mir mitteilen wollen, wo ich falsch liege. ;)

        Mit einer optimistischen Haltung der Gesellschaft gegenüber könnte ich allerdings auch einiges nicht ertragen, und würde es mir alles zurechtrelativieren wie es nur irgendwie geht. Das Eingeständnis, dass um einen herum wesentliche Teile der Welt hart kaputt sind, muss man erstmal akzeptieren. Das macht keinen Spaß...

        Und dann würde ich auch immer so ganz sachlich positiv an jedes Diskussiönchen herantreten, die im Hamsterrad gerade so anfallen... Gesellschaft, Kunst, Technik, Sexualität, Gewalt, Politik, Sport.... Kann man dann immer so tun, als ob man auf Augenhöhe irgendwas diskutiert, obwohl in Wirklichkeit die Fäden ganz woanders zusammenlaufen...

        Wenn wir uns das nur alle gaaaanz fest einreden, glauben wir das am Ende auch alle selber mit unserem liberalen, freiheitlichen und rechtsstaatlichen System...

        Während in irgendeiner Behörde wieder geplant wird, wie man Sicherheitslücken am besten zur Inlandsüberwachung einsetzen kann, und wie man es mittels juristischer Hütchenspielertricks schafft, sowas an allen Gerichten vorbeizuziehen...

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          Von nonymous am Mi, 13. November 2019 um 15:57 #

          Kann man dann immer so tun, als ob man auf Augenhöhe irgendwas diskutiert, obwohl in Wirklichkeit die Fäden ganz woanders zusammenlaufen...

          Noam Chomsky, der wohl bekannteste linke Intellektuelle der USA, nennt das "Manufacturing of Consent".

          Politik und Massenmedien verengen den zulässigen Meinungskorridor so weit, dass kaum jemand auf die Idee kommt, nicht "in der besten aller möglichen Welten" zu leben.

          Aber Chomsky ist ja links und damit "bäh". Womit sich der Kreis schließt. Q.e.d.

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            Von Josef Hahn am Mi, 13. November 2019 um 16:29 #

            > Politik und Massenmedien verengen den zulässigen Meinungskorridor so weit, dass kaum jemand auf die Idee kommt, nicht "in der besten aller möglichen Welten" zu leben.

            Ich wundere mich auch immer, warum in Videoclips die Chinesen so glücklich und zufrieden aussehen (wenn sie nicht gerade Ozonmasken tragen). Das passt ja nicht zu unserer Berichterstattung über China. Aber für sachliche und kritische Berichterstattung muss man halt scheinbar prinzipbedingt einen gewissen geographischen und kulturellen Abstand haben. Ansonsten haben alle Angst, am Ende der Nestbeschmutzer zu sein, und die wenigsten sind auch bereit, harten Wahrheiten ungefiltert ins Gesicht zu sehen.

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              Von blablabla233 am Fr, 15. November 2019 um 16:31 #

              Naja die meisten Chinesen sind ja auch gluecklich (Uiguren und andere minderheiten mal ausgeschlossen). Wenn es dir von Jahr zu Jahr besser geht und Du mit deiner Frau am "Single-Tag" ein rekord einkauf machst, Chinesen wie auch Russen haben keine erfahrung mit dem was wir "westliche demokratie" nennen (nicht dass wir das nicht ebenfalls immer mehr vergessen), es ist bisschen wie einem Vitenamesen zu sagen dass er gerade seine umwelt vergiftet...das ist ihm zum jetzigen zeitpunkt absolut egal...er konnte sich naemlich mit seiner familie das erste mal ferien goennen. Spannend wird es in china wenn es genug gebildete und wohlhabende leute gibt die auch andere Systeme kennen, und die Wirtschafft nicht mehr explodiert (wie gerade jetzt).

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            Von pointer am Sa, 16. November 2019 um 11:06 #

            Politik und Massenmedien verengen den zulässigen Meinungskorridor so weit, dass kaum jemand auf die Idee kommt, nicht "in der besten aller möglichen Welten" zu leben.

            In der Tat. Und hier kann man nachlesen, wie sowas konkret funktioniert: Wie die demokratische Kultur in Deutschland Schaden nimmt und was dagegen zu tun ist

            "Asymmetrische Demobilisierung" war mir auch neu.

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          Von klopskind am Mi, 13. November 2019 um 17:32 #

          Werten Sie jede Antwort auf Ihre Kommentare pauschal als einen Angriff Ihrer Position? Unterstellen Sie mir, ich hätte behauptet, dass Sie falsch lägen?

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            Von Josef Hahn am Mi, 13. November 2019 um 17:49 #

            "Angriff" ist ein hartes Wort, aber dass du mir damit nicht zustimmen wolltest, wissen wir ja beide.

            Was auch völlig okay für mich ist... ;) Mir ist das (wie gesagt) schon vollkommen bewusst, dass man mit aller Kraft versuchen wird, es positiver zu sehen.

            Das sind vielleicht ähnliche Mechanismen, die dafür sorgen, dass Leute Produkte tendenziell zu positiv bewerten, für die sie eine Kaufentscheidung getroffen haben. Man will sich halt nicht eingestehen, übers Ohr gezogen worden zu sein und Sch...e gekauft zu haben...

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              Von klopskind am Mi, 13. November 2019 um 18:22 #

              [...] dass du mir damit nicht zustimmen wolltest, wissen wir ja beide.
              Achso, weiß ich das? Alles klar!

              Mit Ausnahme vom meiner Meinung nach merkwürdigen letzten Teil Ihres Kommentars, d.h.

              Früher hat man es mehr mit Nachdruck gemacht; heute spielen die Opfer das aktiv mit. Was auf Erden auch passiert, muss einmal durch's Facebook gezogen werden. Das ist euer "Systembus"...
              stimme ich Ihnen zu. So kann man sich irren.

              p.s.: Vielleicht bewerten Sie die Dinge auch einfach nur schlechter, als Sie es tatsächlich sind ;)

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                Von Drubadix am Mi, 13. November 2019 um 20:53 #

                Die Hauptsache ist doch:
                "Intel ist sicher, Intel ist sicher,Intel ist sicher, Intel ist sicher, Intel ist sicher, Intel ist sicher, Intel ist sicher, Intel ist sicher, Intel ist sicher ......."

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              Von DriverDevel am Do, 14. November 2019 um 08:17 #

              Mir gefallen Ihre Aussagen und Schreibstil :-)

              (nur der eigentliche Inhalt / Hintergrund Ihrer Aussagen hier, der gefällt mir natürlich ziemlich überhaupt nicht - aus sicherlich sehr nachvollziehbaren Gründen :evil: )

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Von Oiler der Borg am Mi, 13. November 2019 um 14:43 #

warum die Aktualisierungsverwaltung die auch meinem AMD-Rechner verpassen will

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    Von BSO am Mi, 13. November 2019 um 14:47 #

    Du wirst ja eher keinen speziell für deinen Prozessor kompilierten Kernel haben, oder?

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    Von pointer am Mi, 13. November 2019 um 16:10 #

    warum die Aktualisierungsverwaltung die auch meinem AMD-Rechner verpassen will

    Ein berüchtigter Verschwörungstheoretiker würde wohl sagen: "Weil in AMD-CPUs in Wahrheit auch nur Intel drinsteckt." ;)

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    Von kamome umidori am Mi, 13. November 2019 um 16:27 #

    Vielleicht weil Du unnötigerweise ein Paket „intel-microcode“ installiert hast?!

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    Von Ghul am Do, 14. November 2019 um 06:51 #

    Bei AMD kannst du davon ausgehen, dass da auch jede Menge unentdeckter Sicherheitslücken in der Hardware schlummern, wenn es nicht einmal Intel gebackenkriegt.

    Dass die noch nicht bekannt sind liegt eher an der geringeren Verbreitung von AMD.
    Je stärker eine CPU verbreitet ist, desto besser wird sie auch untersucht.

    Das ist wie mit bspw. Haiku vs. Linux.
    Beim Linuxkernel werden viele Sicherheitslücken gemeldet, weil viele Leute daran arbeiten und den Kernel untersuchen.
    Bei Haiku ist das nicht der Fall.
    Der Unterschied zu CPUs ist lediglich, dass man bei Betriebssystemen wenigstens die Chance hat, dass die Sicherheitslücken auch behoben werden können.

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      Von klopskind am Do, 14. November 2019 um 09:46 #

      Bei AMD kannst du davon ausgehen, dass da auch jede Menge unentdeckter Sicherheitslücken in der Hardware schlummern, wenn es nicht einmal Intel gebackenkriegt.
      Von der Komplexität der Schaltkreise, der Herstellungsverfahren, Produktionsketten, menschliche Fehler und Zeit-/Marktdruck ist sicherlich davon auszugehen. Dennoch ist bemerkenswert, dass ein großer Teil der gefunden Sicherheitslücken in CPUs zwar auf die meisten x86-Produkte Intels (z.B. OoO-CPUs wie Atom ausgenommen) und auf OoO-CPUs auf Basis von ARM, aber nicht oder nur in/mit signifikant geringerer Ausprägung/Auswirkung auf Produkte AMDs zutreffen. Ich erinnere mich sogar, irgendwo eine Darstellung in Bezug auf Meltdown und Spectre gelesen zu haben, in der es hieß, dass AMD an Stellen auf entsprechende Sicherheitswarnungen der Ingenieure gehört hatte. Bei Intel scheinen etwaige Warnhinweise, sofern sie denn existierten, wovon aber auszugehen ist, aus welchen Gründen auch immer ignoriert worden zu sein.

      Nichtsdestotrotz sind die meisten Sicherheitslücken, an denen geforscht wird, vermutlich nicht x86-spezifisch, sondern betreffen grundlegendere Konzepte wie etwa Sprungvorhersage, SMT und spekulative Ausführung, die in den konkurrierenden Architekturen nur bspw. aus technischen oder lizenz-/patentrechlichen Gründen anders umgesetzt wurden/werden.

      Dass die konkreten Exploits etc. dann für die verbreiteteren Varianten/Modelle entwickelt werden, die auch in Szenarien Verwendungen finden, in denen der Exploit tatsächlich anwendbar ist*, liegt natürlich in der Natur der Sache. Schließlich wollen die die größte Wirkung samt Aufmerksamkeit erzielen, d.h. am besten öffentlich & medienwirksam. Da fokussiert man sich natürlich auf den Marktführer, der im Fall von x86 ebenfalls der Hauptentwickler der untersuchten Architektur und damit Hersteller der "Referenzimplementierung" für x86-CPUs ist. Insofern gebe ich Ihnen Recht, wenn Sie schreiben:

      Dass die noch nicht bekannt sind liegt eher an der geringeren Verbreitung von AMD.
      Je stärker eine CPU verbreitet ist, desto besser wird sie auch untersucht.
      Hinzu kommt aber, dass die Unis und Forscher auf Drittmittel und Forschungsgelder angewiesen sind. Wenn Intel hier mehr zahlt als AMD, ist klar, woran (mehr) geforscht wird. Und Intel zahlt; das ist ein gutes Geschäft für Sie, ein billiges Outsourcing der QA sozusagen. Das hat natürlich auch so ein Geschmäckle, weil die Forscher damit nicht nur indirekt von Intel abhängen. So entscheidet Intel am Ende, wann welche Lücken veröffentlicht werden (dürfen), und wie Sie deren Behebung und die damit einhergehende Öffentlichkeitswirkung angehen (fragwürdige Dauer des Embargo/NDA). Da gab es im Zuge der letzten Veröffentlichungswelle an Sicherheitslücken eine schöne Quellen aus Sicht involvierter Forscher.

      [*] - Bezüglich Meltdown/Spectre waren es ja Mehrbenutzersysteme, auf denen Software ausgeführt werden kann und wird, der nicht vertraut werden kann. Beispiele: Cloud, Browser, Mainframes mit vielen Benutzern in Form echter Personen (große Unternehmens- oder Unisysteme).

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      Von Drawa am Do, 14. November 2019 um 11:44 #

      Der Marktanteil von AMD liegt z.Z. aufgrund der Ryzen CPUs bei 32%. Der Ryzen hat vergleichbare Leistung mit einer Intel CPU der "9th Gen Core Series" bei rund 35% geringeren Kosten.

      32% Marktanteil sind für ein Unternehmen mit 10.100 Angestellten übrigens nicht schlecht (Intel hat 110.000 Angestellte).

      Übrigens schlummern in jeder aktuellen Hardware unentdeckte Fehler, die letzte CPU die mit einem riesigen Aufwand komplett "von Hand" überprüft wurde, war Motorola's 68000. Obwohl der schon lange aus der Produktion ist, ist der genau deshalb in manchen relativ neuen Flugzeugmodellen vorgeschrieben (z.B. Boeing 777). In neueren Flugzeugen geht man (zwangsläufig) anders vor: Verschiedene CPU's mit verschiedenen OS, welche sich gegenseitig überwachen.

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        Von Ghul am Fr, 15. November 2019 um 03:22 #

        Ein Marktanteil von 32 % dürfte sich hier auf die aktuellen Verkaufszahlen beziehen, nicht auf die absolut verkauften CPUs der letzten 10 Jahre.

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          Von Drawa am Fr, 15. November 2019 um 11:46 #

          Das ist vollkommen richtig, deswegen hatte ich auch "z.Z." geschrieben.

          Im Juli 2019 lag der Marktanteil von AMD bei x86_64 CPUs übrigens bei 79%: AMD Ryzen 7 3700X is such a hit it almost outsold Intel’s entire CPU range.

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            Von pointer am Fr, 15. November 2019 um 13:11 #

            Im Juli 2019 lag der Marktanteil von AMD bei x86_64 CPUs übrigens bei 79%:

            Das ist ja schon fast ein Monopol! Wird Zeit, dass AMD wieder ein wenig Konkurrenz bekommt. ;)

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              Von Drawa am Fr, 15. November 2019 um 13:30 #

              AMD und Intel bekommen schon gewaltig Konkurrenz. Apple lässt nämlich 2020 die x86_64 Architektur komplett fallen und verwendet dann auch bei Desktops und Notebooks ARM: Intel Confirms Apple Macs Will Switch to Arm CPUs by 2020, Says Report

              Apple mag in Deutschland nicht so eine große Rolle spielen, im Ausland sieht das aber anders aus. Apple's Schritt weg von x86_64 dürfte Intel und AMD deshalb schon beunruhigen... ;)

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                Von pointer am Fr, 15. November 2019 um 13:52 #

                Interessant. Wo lägen denn die Vorteile für Apple? Bei den Kosten? Energieeffizienz?

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                  Von pointer am Fr, 15. November 2019 um 15:19 #

                  Also dem Artikel nach hat Apple wohl vor allem gern mehr Kontrolle über Kernkomponenten seiner Geräte.

                  Kann ich gut nachvollziehen, deshalb kommt Apple für mich auch nicht in Frage. ;)

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                  Von Drawa am Fr, 15. November 2019 um 15:32 #

                  Im Falle von Apple: macOS ist nur noch im Wartungsmodus und wird mit dem Umstieg auf ARM durch eine spezielle Version von iOS ersetzt werden. In Zukunft gibt's also nicht zwei OS für zwei Architekturen, sondern nur noch ein OS für Smartphones und Notebooks, welches dann entsprechend angepasst wird. Der ganze Wartungs- und Entwicklungsaufwand für x86_64 fällt dann weg und wird bei iOS gebündelt.

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                    Von pointer am Fr, 15. November 2019 um 15:51 #

                    OK, danke.

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                    Von Ghul am Sa, 16. November 2019 um 03:42 #

                    In Zukunft gibt's also nicht zwei OS für zwei Architekturen, sondern nur noch ein OS für Smartphones und Notebooks, welches dann entsprechend angepasst wird.

                    Daran ist schon Microsoft gescheitert.

                    Smartphones haben eine gänzlich andere Bedienungsphilosophie als normale PCs.

                    Selbst wenn man das versucht per GUI API irgendwie zu abstrahieren, muss man als Entwickler meist doch noch irgendwie Hand anlegen.


                    Bei Microsoft Smartphones konnte man das Smartphone an den TV anschließen, womit sich die Oberfläche in eine normale Desktopansicht umwandelte.
                    Wäre die Software auch darauf ausgelegt gewesen, noch im Hintergrund zu funktionieren, hätte man das Smartphone wie einen PC benutzen können.
                    Aber das war leider nicht drin.
                    Beim PC lade ich bspw. Webseiten im nächsten TAB vor, während ich noch in einem anderen TAB surfe.
                    Das ging bei Windows 10 Mobile am TV nie, weil nur die aktiven TABs, die den Fokus hatten, überhaupt CPU Zeit zugewiesen bekamen.
                    Damit war es unbrauchbar als PC Ersatz.

                    Aber Apple wird wahrscheinlich versuchen genau diesen Weg zu gehen mit einer vereinheitlichen Softwareplattform.
                    Leistungsfähige Desktop Rechner wird es aber trotzdem immer noch geben müssen, wenn man Leistung haben will.

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                      Von pointer am Sa, 16. November 2019 um 09:50 #

                      Daran ist schon Microsoft gescheitert.

                      Das war wann? Seitdem gab's technische Fortschritte. Außerdem: Apple ist nicht Microsoft. In puncto (GUI-) Design, ease of use und Gespür für Anwenderwünsche macht denen so schnell keiner was vor, das ist einfach Teil der Company-DNA.

                      Leistungsfähige Desktop Rechner wird es aber trotzdem immer noch geben müssen, wenn man Leistung haben will.

                      Mit "immer" ist das so eine Sache. Ich könnte mir z. B. vorstellen, dass beim Eindocken zusätzliche Kerne oder CPUs/GPUs aktiviert werden, die im reinen Smartphone-Betrieb nicht nötig sind bzw. nicht genutzt werden können, da die Abwärme nicht abgeführt werden kann. Damit stünde dann auch für anspruchsvollere Aufgaben ausreichend Rechenpower zur Verfügung.

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                        Von Ghul am Sa, 16. November 2019 um 12:00 #

                        Das war wann? Seitdem gab's technische Fortschritte.
                        Solange ist das gar nicht her.

                        Nennt sich Continuum und konnte die letzte Lumia Generation.

                        Beliebiges Video zum Thema, das ich auf die schnelle gefunden habe:
                        https://www.youtube.com/watch?v=4EhoVomaEOo

                        Außerdem: Apple ist nicht Microsoft. In puncto (GUI-) Design, ease of use und Gespür für Anwenderwünsche macht denen so schnell keiner was vor, das ist einfach Teil der Company-DNA.

                        Letzten Endes hängt es von den Entscheidern ganz oben ab.
                        Die hatten Steve Jobs und damit den richtigen Mann in der richtigen Position.

                        Guckt man sich im Linux Umfeld um, dann haben Linuxer diese Leute auch, nur hören die wenigsten auf diese und deswegen kommt dann so ein Desaster wie bspw. Gnome 3 raus.

                        Mit "immer" ist das so eine Sache. Ich könnte mir z. B. vorstellen, dass beim Eindocken zusätzliche Kerne oder CPUs/GPUs aktiviert werden, die im reinen Smartphone-Betrieb nicht nötig sind bzw. nicht genutzt werden können, da die Abwärme nicht abgeführt werden kann.

                        Dann müsste die High End CPU mitsamt Kühlkörper schon in der Dockingstation sitzen und das macht sie dann sehr teuer.

                        Ein weiteres Problem ist dann noch der Austausch von Daten zwischen dieser und dem Smartphone.
                        Die Anbindung müsste da entsprechend schnell sein und darf kein Nadelöhr sein.

                        Computer mit mehreren CPUs verlieren durch den zu großen Abstand von nur wenigen Zentimetern und damit große Abstriche bei der Datenrate sehr viel Leistung bzw. können die CPUs nicht richtig ausnutzen.

                        Mit Multicore CPUs, wo mehrere Kerne auf einem Die sind, wurde diese Situation deutlich besser. Da hier die Abstände im mm Bereich sind und das dank gleichem Die auch noch mit sehr hohen Taktraten im GHz Bereich bewältigbar ist.

                        Bei so einer Lösung wie sie dir vorschwebt macht die Technik nicht mit.
                        Da hast du schon Entfernungen im Bereich von einigen Dezimetern.
                        Die einzige Lösung wäre da, den Kern des Smartphones komplett abzuschalten und die CPU in der Dockingstation komplett übernehmen zu lassen.
                        Das Smartphone wäre dann nur noch der Datenspeicher.

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                          Von pointer am Sa, 16. November 2019 um 16:03 #

                          Guckt man sich im Linux Umfeld um, dann haben Linuxer diese Leute auch, nur hören die wenigsten auf diese und deswegen kommt dann so ein Desaster wie bspw. Gnome 3 raus.

                          Es ist eben ein Unterschied, ob da auch ein paar Leute mit entsprechendem Talent/mindset sind oder ob das gesamte Umfeld so ist. Es ist kein Zufall, dass Apple das iPhone entwickelt hat und nicht MS.

                          Dann müsste die High End CPU mitsamt Kühlkörper schon in der Dockingstation sitzen und das macht sie dann sehr teuer.

                          Zum Einen ginge es um den Preisunterschied zu einem herkömmlichen Desktoprechner, zum Anderen sind Innovationen anfänglich praktisch immer teuer - man denke an die Preisentwicklung bei SSDs.

                          Die einzige Lösung wäre da, den Kern des Smartphones komplett abzuschalten und die CPU in der Dockingstation komplett übernehmen zu lassen.
                          Das Smartphone wäre dann nur noch der Datenspeicher.

                          Wie auch immer. Ich habe hier ja keine komplette, technisch bis ins Kleinste durchdachte Lösung präsentiert, sondern eine Idee.

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                            Von Ghul am So, 17. November 2019 um 08:50 #

                            Es ist eben ein Unterschied, ob da auch ein paar Leute mit entsprechendem Talent/mindset sind oder ob das gesamte Umfeld so ist. Es ist kein Zufall, dass Apple das iPhone entwickelt hat und nicht MS.

                            Ich sag's mal so.
                            Hätte man mir ein großes Entwicklerteam gegeben, als Nokia die ersten Nokia Internet Tablets gebaut hat, hätte ich das auch hingekriegt, was da gefehlt hat und wo der Weg hingeht, hat man schon durch die bloße Benutzung gemerkt.

                            Das war jetzt nicht so weltbewegend, was Steve Jobs sich da ausgedacht hat, er hat lediglich die Fehler korrigiert, die Nokia mit ihrem Produkt gemacht hat und es dann bei seinem eigenen Produkt besser gemacht.


                            Aber wie ich schon sagte, auch die Linuxer kriegen ihre Hilfe und Wishlist, nur erkennen das viele nicht und setzen es dann nicht um.
                            Und ja, es kann natürlich helfen, wenn man die Leute um sich schart, die das Potential auch sehen können.

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                Von Ghul am Sa, 16. November 2019 um 03:36 #

                Das war zu erwarten, da Apple inzwischen seine CPUs auf ARM Basis ja selber baut.

                Trotzdem entlehne ich mich entspannt zurück, weil die es erst einmal schaffen müssen, den hochgezüchteten x86s gefährlich zu werden.
                Bei PowerPC hat das ja damals auch nicht so geklappt.

                Oder anders gesagt:
                Mac User könnten die Erfahrung machen, dass ihr neuer Rechner mit Apple CPU plötzlich langsamer ist als ihr alter Mac mit x64 CPU. :D


                Beim Stromsparen gibt es allerdings natürlich Vorteile.

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                  Von Drawa am Sa, 16. November 2019 um 11:28 #

                  weil die es erst einmal schaffen müssen, den hochgezüchteten x86s gefährlich zu werden.[...]
                  Beim Stromsparen gibt es allerdings natürlich Vorteile.

                  Es wird wohl eher so aussehen, dass die ARM-CPUs in Zukunft verstärkt in den bisherigen Monopolmarkt der mobilen x86_64 CPUs eindringen werden, hochgezüchtete CPUs sind nicht das Ziel. Es ist ja kein Zufall das MS seit einiger Zeit Windows 10 auch für ARM anbietet. Und da die Stückzahlen von Desktop-PC von 157 Millionen Stück im Jahr 2010 auf 94,4 Millonen Stück im Jahr 2018 gefallen sind, dürfte Apple's Schritt die Führungsetagen von Intel oder AMD schon beunruhigen... ;)

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                    Von Ghul am Sa, 16. November 2019 um 12:13 #

                    Es wird wohl eher so aussehen, dass die ARM-CPUs in Zukunft verstärkt in den bisherigen Monopolmarkt der mobilen x86_64 CPUs eindringen werden,
                    Das versuchen die schon seit den letzten 10 Jahren, geschafft haben sie es immer noch nicht.

                    Die hochgezüchteten x86 CPUs haben einfach einen enormen Vorsprung.
                    Außerdem limitiert das Smartphone, man muss da einfach zu viele Abstriche wegen der Kühlung und dem Stromverbrauch machen.

                    hochgezüchtete CPUs sind nicht das Ziel.

                    Dann werden Macs halt Langsamrechner sein bzw. werden.
                    So wie damals, zur PowerPC Zeit.
                    Ob das von Apple so gewollt ist?

                    Leute die ihre Rechner zum Rendern brauchen werden dann zum Windows PC wechseln müssen.

                    Es ist ja kein Zufall das MS seit einiger Zeit Windows 10 auch für ARM anbietet.
                    Windows war schon immer von Grund auf für verschiedene CPU Architekturen ausgelegt.
                    Zuerst x86 und Alpha, dann x86 und Itanium und jetzt halt x86 und ARM.

                    Die Bemühungen in dem Bereich Fuß zu fassen, waren allerdings schon immer klein und ist auch bei ARM so.
                    Im Prinzip sind das nur Alibi Gründe, damit man was im Notfall hat, wenn AMD und Intel nicht mehr vorwärts kommen.

                    Und da die Stückzahlen von Desktop-PC von 157 Millionen Stück im Jahr 2010 auf 94,4 Millionen Stück im Jahr 2018 gefallen sind,

                    Die Stückzahlen sind gefallen, weil ein Rechner aus dem Jahr 2010 noch für mehr als genug Aufgaben genügt und der Bedarf an Updates immer kleiner wird.

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                      Von Drawa am Sa, 16. November 2019 um 13:24 #

                      Die hochgezüchteten x86 CPUs haben einfach einen enormen Vorsprung.
                      Außerdem limitiert das Smartphone, man muss da einfach zu viele Abstriche wegen der Kühlung und dem Stromverbrauch machen.

                      Wir reden ja nicht von ARM-CPUs "von der Stange", welche man heute schon kaufen kann. Zur Zeit gibt es ja noch gar keine ARM-CPU für PCs auf dem Markt. Snapdragon 8cx ist die erste CPU die auf Intels mobile CPUs abziehlt, sie soll in der Leistung Intels Core i gleichwertig sein (bei wesentlich besserer Akkulaufzeit, bzw. Leistungsaufnahme), kommt aber erst Ende des Jahres. Apple's kommende ARM-CPU für MacBooks hat ebenfalls nichts mit einer Smartphone CPU zu tun.

                      Amazons ARM-CPU, entwickelt speziell für Server, ist übrigens schon leistungsfähiger wie Intel:

                      Furthermore, the server side ARM CPUs are faster than Intel Xeon E5 processors. In a program to find 12 million prime numbers, the Intel CPU took 9.8 seconds while the ARM CPU did it in 8.9 seconds.
                      CPU Comparison: X86 vs ARM — Will Intel i9 9900K Stay Atop?

                      Es gibt natürlich noch Bereiche wo x86_64 leistungsfähiger ist und das wird möglicherweise auch so bleiben.

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                        Von pointer am Sa, 16. November 2019 um 15:51 #

                        Es gibt natürlich noch Bereiche wo x86_64 leistungsfähiger ist und das wird möglicherweise auch so bleiben.

                        Aber der Wettbewerb wird intensiver: Ehemalige Apple-Mitarbeiter gründen neue Firma für Server-Chips

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                          Von Drawa am So, 17. November 2019 um 12:04 #

                          Es wird ja nicht versucht ARM-CPUs bei Servern einzusetzen weil diese leistungsfähiger sind, sondern weil die geldwerte Vorteile im Server-Betrieb haben: Weniger Leistungsaufnahme, weniger Abwärme, weniger Raumklimatisierung notwendig. Das macht sich in einem Serverraum bei der jährlichen Stromrechnung schon bemerkbar (besonders die Klimatisierung kostet richtig viel Geld).
                          Trotzdem hat "Ghul" nicht unrecht: ARM ist keine Wunderarchitektur, die x86_64 in allen Belangen überlegen ist. Der größte Vorteil ist halt die wesentlich geringere Leistungsaufnahme bei einer Leistung, die für viele Aufgaben ausreichend ist.

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Von derFred am Mi, 13. November 2019 um 15:12 #

Ok. Und was davon ist im eben verbreiteten 4.15.xx (K)Ubuntu Kernel-update gefixt, erschlieszt sich mir jetzt nicht ganz, dankbar fuer Hinweise.

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