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Di, 19. November 2019, 10:09

Software::Systemverwaltung

Fwupd bald Pflicht für Chromebooks

Google will ab 2020 Hardware-Hersteller, die den Aufkleber »Designed For Chromebook« auf ihren Geräten anbringen wollen, zur Verwendung von Fwupd für Firmware-Updates verpflichten.

Firmware in Gnome Software aktualisieren

Gnome

Firmware in Gnome Software aktualisieren

Fwupd und der Linux Vendor Firmware Service (LVFS) haben in den letzten Jahren eine Entwicklung genommen, die man bei Ein-Mann-Projekten selten sieht. Der vom Red-Hat-Angestellten Richard Hughes entwickelte und betreute Dienst zur Firmwareaktualisierung, der erstmals 2015 mit Fedora 23 veröffentlicht wurde, erreichte 2017 die stabile Version 1.0 und konnte bereits vor einem Jahr drei Millionen Downloads verzeichnen. Anbieter wie Dell, Lenovo, Acer, Logitech sowie die BIOS-Hersteller Ami und Phoenix sind nur einige der Firmen, die neue Firmware in die mittlerweile über 10.000 Dateien umfassende Datenbank des LVFS einspeisen. Im März gab die Linux Foundation bekannt, dass LVFS künftig unter dem Schirm der Stiftung gepflegt wird.

Aktuell berichtet Hughes in seinem Blog, dass er aus verschiedenen Quellen erfahren habe, dass Google Hardware-Hersteller, die ab 2020 den Aufkleber »Designed For Chromebook« auf ihren Geräten anbringen wollen, zur Verwendung von Fwupd für Firmware-Updates anstatt der bisher verwendeten proprietären, oft Jahrzehnte alten Binärpakete verpflichten will. Laut Hughes habe diese Ankündigung seitens Google bei den ODMs »eine milde Form von Panik« ausgelöst, da diese Hersteller in der Regel eher selten mit dem System freier Software in Berührung gekommen sind. Um Projekte in den LVFS zu integrieren, benötigt Hughes eine Menge an Informationen, deren Herausgabe den Herstellern, die noch nie mit externen Partnern bei der Erstellung ihrer Software zusammengearbeitet haben, befremdlich vorkommt.

Hughes hat im Laufe der Zeit ein Regelwerk entwickelt, dass die Zusammenarbeit mit den Teilnehmern am LVFS regelt. Diese gelten nun auch für die neuen zwangsweise dem Dienst zugeführten Hersteller. Dazu gehört beispielsweise, dass Hughes gerne beim Entwickeln der jeweiligen Plugins für den Dienst behilflich ist, solange er dazu kein NDA unterschreiben muss. Wenn die Hersteller das Plugin selbst schreiben wollen, so ist das kein Problem, solange dabei nicht nur alter Code neu verpackt wird. Hughes berichtet, dass mit der zunehmenden Verbreitung von Fwupd und dem LVFS Hersteller zunehmend bereit sind, Linux-Entwickler einzustellen, und somit Hughes nach deren Einarbeitung eine Arbeitsentlastung erfährt.

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