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Mi, 20. November 2019, 09:52

Hardware::Notebooks

Coreboot 4.11 veröffentlicht

Coreboot 4.11 unterstützt rund 25 neue Mainboards, darunter viele, die in Chromebooks zu finden sind. Darüber hinaus wurde die Codebasis aufgeräumt.

Coreboot

Mit Coreboot 4.11 erscheint rund vier Monate nach Coreboot 4.10 eine neue Version der Software des Projekts, dass das meist proprietäre BIOS eines Rechners durch eine freie Implementation ersetzt. Das ursprünglich LinuxBIOS geheißene Projekt bootete anfangs einen kompletten Kernel, der aber ab Linux 2.6 nicht mehr in die meisten Flash-ROMs auf handelsüblichen Mainboards passte. Das Projekt wurde daraufhin 2008 in Coreboot umbenannt und ist seitdem ein Minimal-Code, der weiteren Code wie GRUB2 oder andere Bootloader als Payload nachlädt.

Coreboot 4.11 verzeichnet 1.630 Einreichungen von 130 Beitragenden, von denen rund 30 zum ersten Mal zu Coreboot beitrugen. In den vergangenen Monaten wurde die Codebasis von Coreboot weiter aufgeräumt. Darüber hinaus war die meiste Aktivität auf Intel-Unterstützung ausgerichtet, insbesondere die Treiber von »Kaby Lake« und »Cannon Lake« wurden verbessert. Für die ARM-Plattform wurde intensiv am Chipsatz des »Mediatek 8173« SoC gearbeitet, während aufseiten von AMD die Unterstützung von »Picasso« im Vordergrund stand.

Das von Chromebooks bei Coreboot eingebrachte VBoot zum Booten von Rechnern aus virtuellen Festplattendateien in den Formaten VHD, VMDK, oder VDI wurde erweitert, um auf Geräten zu arbeiten, die nicht speziell dafür angepasst sind: Zusätzlich zu seiner ursprünglichen Gerätefamilie wird es nun auf verschiedenen Lenovo-Laptops, »Open Compute«-Systemen und Siemens Industriemaschinen unterstützt.

Mit Coreboot 4.11 werden Intels »Tiger Lake« und Qualcomms »SC7180« SoCs anfänglich unterstützt. Weggefallen ist dagegen die Unterstützung für den »Allwinner A10« SoC und somit das Cubieboard. Darüber hinaus listet die Ankündigung von Coreboot 4.11 rund 25 neu unterstützte Mainboards auf, von denen viele in Chromebooks arbeiten. Aber auch Boards von Lenovo, Supermicro, Siemens und Razer sind darunter.

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