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Di, 26. November 2019, 08:12

Software::Desktop::Gnome

Fedora diskutiert Werbung für proprietäre Software in »Gnome Software«

Ein Bugreport gegen »Gnome Software« führte zu einer Diskussion der Fedora Workstation Arbeitsgruppe über Werbung für proprietäre Software im App-Store.

fedoraproject.org

Die »Fedora Workstation«-Arbeitsgruppe erörterte in ihrer gestrigen Sitzung einen Bugreport gegen die Softwareverwaltung »Gnome Software«. Der Bugreport bemängelt, dass ab Fedora 31 die Softwareverwaltung unter bestimmten Umständen im Kopf der Anwendung bei den Empfehlungen Bannerwerbung für proprietäre Software wie Dropbox oder Spotify macht.

Auf einem neu installierten System wird beim ersten Start von »Gnome Software« und dem Klick auf »Let's Go Shopping« zunächst abgefragt, ob Repositorien aus dritter Hand aktiviert werden sollen. Ein Verneinen dieser Option verhindert aber nicht, dass manuell eingebundene Repositorien wie Flathub unfreie Software anbieten. Die Bannerwerbung stammt nicht von Fedora, sondern wurde mit der aktuellen Gnome-Version erweitert und schließt seitdem auch unfreie Software ein.

Wenn ein Anwender das Flathub-Repositorium zum Bezug von Flatpaks in seiner Installation auf flathub.org aufgesetzt hat, wird das Repositorium auch in »Gnome Software« eingebunden. Das bewirkt, dass auch proprietäre Software, die neben freier Software auf Flathub zu finden ist, als Empfehlung in der Anwendung beworben wird, ohne dass der Anwender darüber informiert oder gefragt wurde, ob er Empfehlungen für proprietäre Software sehen oder die Option zu deren Installation haben möchte. Zudem scheint dieses Verhalten nicht nur für den Benutzer zu gelten, der Flathub eingebunden hat, sondern auch für alle anderen Anwender mit Zugriff auf den Rechner.

Der Bugreport schlägt vor, hier entweder vorab zu filtern oder eine Opt-in-Situation zu schaffen, die nur auf ausdrücklichen Wunsch des Anwenders Software mit unfreier Lizenz anzeigt. Das Treffen der »Fedora Workstation«-Arbeitsgruppe, die den Bugreport kurzfristig an die erste Stelle der Agenda setzte, erreichte keinen Konsens, der Änderungen in »Gnome Software« zur Folge hat, es bestehen jedoch weiterhin Bedenken.

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