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Mi, 27. November 2019, 15:48

Software::Entwicklung

Elektra 0.9.1 erschienen

Das Entwicklerteam der Konfigurations-Bibliothek Elektra hat Version 0.9.1 freigegeben. Die neue Version bietet Module für Rust und ein Plugin für Code-Generierung. Außerdem wird an einer neuen Konfiguration für KDE gearbeitet.

libelektra.org

Elektra ist ein universelles, plattformunabhängiges Framework, um Konfigurationsdaten in einer Hierarchie von Schlüssel- und Wertepaaren zu speichern. Elektra kann systemweit für alle Konfigurationsaufgaben eingesetzt werden und kann verschiedenste Formate zur Repräsentation des Konfigurationsbaums verwenden, darunter viele Linux-Konfigurationsdateiformate und XML. Daher könnten alle Anwendungen prinzipiell auf Elektra als Konfigurationsbibliothek umstellen, ohne ihr Dateiformat ändern zu müssen. Dies hätte den Vorteil, große Mengen von Hand erstellten Konfigurations-Codes durch eine einheitliche, besser getestete Lösung zu ersetzen. Bisher ist aber nur wenig über die Benutzung von Elektra bekannt.

Gegenüber der letzten Veröffentlichung, Elektra 0.9.0, die dreieinhalb Monate zurückliegt, enthält Elektra 0.9.1 zahlreiche Änderungen von 29 Autoren. Elektra 0.9.1 wurde ferner weiter aufgeräumt und verbessert, so dass die stabile Version 1.0 näher rückt. Sobald Elektra 0.9.x ausreichend gereift ist, wollen die Entwickler daraus Version 1.0.0 machen.

Mit dieser Version zieht sich der Projektgründer Markus Raab, der Elektra im Rahmen seiner Masterarbeit konzipierte und implementierte, als Projektverantwortlicher zurück. Mehr als 15 Jahre lang leitete er das Projekt, das in den ersten zehn Jahren seines Bestehens allerdings wenig auf sich aufmerksam machte. Es ist ihm langsam, aber sicher gelungen, zahlreiche Mitarbeiter für Elektra zu finden, die die bald bevorstehende Version 1.0 und die weitere Entwicklung zuwege bringen werden.

Das komplette KDE mittels Elektra zu konfigurieren ist ein Ziel, das bereits mit dem KDE-Projekt diskutiert wurde. Jetzt arbeiten einige Entwickler an einem Plugin kconfig, das die KDE-Konfigurationsdateien lesen kann. Es wurde ein Fork des KDE-Konfigurationssystems Kconfig geschaffen, das mit libelektra arbeitet.

Das Plugin kdb gen, das Konfigurationscode generieren kann, ist jetzt vollständig. Einige veraltete oder unvollständige Plugins wurden dagegen entfernt. Die Plugins gopts und specload wurden dagegen komplettiert. In der Bibliothek gab es einige inkompatible Änderungen, die hauptsächlich aus Umbenennungen resultieren. Zwei Funktionen, die sich durch andere ersetzen lassen, wurden entfernt. Ab Elektra 1.0 soll es solche inkompatiblen Änderungen nicht mehr geben.

Die Sprachbindungen für Haskell und GI wurden entfernt. Die Bindungen für C, Go, Python, Java und Rust wurden dagegen verbessert. Diejenigen für Rust sind nun als Module elektra und elektra-sys auf crates.io verfügbar. Darüber hinaus gab es eine sehr lange Liste weiterer Verbesserungen und Korrekturen. Auch die Dokumentation wurde verbessert. Details sowie die Download-Möglichkeiten der neuen Version kann man in den Anmerkungen zur Veröffentlichung nachlesen.

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